Diplomarbeit, 2010
124 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Gliederung
2 Energie aus Biomasse – Grundlagen der Biogaserzeugung
2.1 Vorteile der Biogaserzeugung und Anlagenbestand
2.2 Entstehung von Biogas
2.3 Geeignete Substrate
2.4 Biogasanlagen – Verfahren
2.4.1 Substrathandling und Biogasgewinnung
2.4.2 Biogas- und Gärrestverwertung
3 Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
3.1 Standortrelevante Rechtsnormen für Biogasanlagen
3.1.1 Immissionsschutzrecht
3.1.2 Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit
3.1.3 Wasserrecht
3.2 Standortrelevante Faktoren der Wirtschaftlichkeit
4 Material und Methoden
4.1 Geographische Informationssysteme
4.2 Daten
4.2.1 Darstellung von Geodaten im Vektor- und Rastermodell
4.2.2 Geobasisdaten und amtliche Datensysteme
4.3 Methoden
4.3.1 Multikriterienanalyse
4.3.2 Analytic Hierarchy Process
5 Der Untersuchungsraum Vorderpfalz
5.1 Abgrenzung
5.2 Relief und Klima
5.3 Landschaftsnutzung und Bevölkerung
6 Multikriterienanalyse
6.1 Kriterienfestlegung
6.1.1 Restriktive Standortfaktoren
6.1.2 Selektive Standortfaktoren
6.2 Ausschlusskarte
6.3 Faktorbezogene Eignungskarte
6.3.1 Benachteiligende selektive Standortfaktoren
6.3.2 Begünstigende selektive Standortfaktoren (Gunstfaktoren)
6.3.3 Faktorengewichtung mittels AHP
6.4 Gesamteignungskarte
7 Auswertung
7.1 Globale Standortanalyse
7.2 Zonale Standortanalyse am Beispiel der Landkreise
7.3 Beispielkalkulation für geeignete Flächen
8 Diskussion
8.1 Methodenkritik
8.2 Vergleich mit weiteren Studien
8.3 Möglichkeiten der Ergebnisfortführung
9 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Anwendung eines Instruments zur Standortanalyse für Biogasanlagen in der Region Vorderpfalz mittels Geographischer Informationssysteme (GIS), um die Standortsuche zu vereinfachen und ökologische sowie ökonomische Fehlplanungen zu vermeiden.
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
Um Biogas möglichst effizient und das Klima begünstigend produzieren zu können, stellt sich die Frage nach optimalen Produktionsbedingungen bzw. Standortvoraussetzungen von Biogasanlagen. Die grundlegende Intention dieser Arbeit ist es, genau dieser Fragestellung nachzugehen. Am Beispiel der Biomasseverwertung zu Biogas soll damit ein Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energien geleistet werden.
Als übergeordnetes Ziel soll am Beispiel der Region Vorderpfalz ein Instrument zur Standortanalyse für Biogasanlagen konzipiert und angewendet werden, um die Standortsuche zu vereinfachen und ökologische wie auch ökonomische Fehlplanungen auszuschließen. Gleichzeitig werden Standorte bestehender Biogasanlagen bewertet, sodass auf Optimierungspotenziale aufmerksam gemacht wird.
Da für Biogasanlagen unterschiedlichste Standortfaktoren von Belang sind, dient eine Multikriterienanalyse als methodisches Grundgerüst. Letztendlich kommt die Methode einem Bewertungsverfahren bzw. einem Entscheidungsassistenten zur Standorteignung von Biogasanlagen gleich. Um dabei ein möglichst optimales Resultat zu erzielen, werden bestehende methodische Ansätze kritisch hinterfragt. So soll aus deren Mängeln gelernt werden.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz von Biomasse zur Erzeugung erneuerbarer Energien und Darlegung der Fragestellung und Zielsetzung der Diplomarbeit.
2 Energie aus Biomasse – Grundlagen der Biogaserzeugung: Erläuterung der technischen Prozesse der Biogasgewinnung sowie der Bedeutung von Wirtschaftsdüngern und Energiepflanzen.
3 Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Darstellung der Genehmigungsverfahren nach Bau- und Immissionsschutzrecht sowie der wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf die Standortwahl.
4 Material und Methoden: Beschreibung der GIS-Funktionalitäten, der Datenquellen und der methodischen Vorgehensweise mittels Multikriterienanalyse und AHP.
5 Der Untersuchungsraum Vorderpfalz: Vorstellung des Untersuchungsgebiets hinsichtlich reliefbedingter, klimatischer und landwirtschaftlicher Voraussetzungen.
6 Multikriterienanalyse: Detaillierte Durchführung der Standortanalyse durch Kriterienfestlegung, Erstellung von Ausschluss- und Eignungskarten sowie Gewichtung der Faktoren.
7 Auswertung: Analyse und Interpretation der ermittelten Eignungsgrade sowie Beispielkalkulation für potenzielle Anlagenstandorte.
8 Diskussion: Kritische Reflexion der verwendeten Methoden, Vergleich mit anderen Studien und Aufzeigen von Möglichkeiten zur Ergebnisfortführung.
9 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele und zukünftige Potenziale der Standortanalyse.
Biogasanlagen, Standortanalyse, Vorderpfalz, Geographische Informationssysteme, GIS, Multikriterienanalyse, MKA, Analytic Hierarchy Process, AHP, Erneuerbare Energien, Biomasse, Standorteignung, Klimaschutz, Raumplanung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer GIS-basierten Methode zur Standortanalyse für Biogasanlagen, beispielhaft angewendet auf die Region Vorderpfalz.
Zentrale Themen sind die technische Biogaserzeugung, rechtliche Genehmigungsvoraussetzungen, wirtschaftliche Standortfaktoren und der Einsatz von Geoinformationssystemen in der räumlichen Planung.
Ziel ist es, ein Planungsinstrument zu konzipieren, das die Standortsuche für Biogasanlagen durch ökologische und ökonomische Bewertung transparent macht und Fehlplanungen minimiert.
Die Arbeit nutzt die Multikriterienanalyse (MKA) in Verbindung mit dem Analytic Hierarchy Process (AHP), um heterogene Standortfaktoren zu gewichten und räumlich auszuwerten.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Kriterienfestlegung, die Erstellung von Ausschluss- und Eignungskarten sowie eine abschließende Auswertung und Plausibilitätsprüfung der Ergebnisse.
Biogasanlagen, GIS, Standortanalyse, Vorderpfalz, Multikriterienanalyse und erneuerbare Energien.
Die Vorderpfalz wurde ausgewählt, da sie als landwirtschaftlich geprägte Region mit bedeutenden Biomassepotenzialen (insbesondere Weinbau-Reststoffe) hinsichtlich der Biogasnutzung bisher kaum erschlossen ist.
Sie ermöglicht es, dass Biogas nach der Einspeisung in das Erdgasnetz an anderer Stelle als Biomassestrom vergütet wird, was theoretisch eine standortunabhängigere Gaseinspeisung begünstigt.
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