Diplomarbeit, 2011
105 Seiten, Note: 2,2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen zum Lebensmitteleinzelhandel
2.1 Käuferverhalten
2.2 Lebensmittelmärkte
2.3 Ladenöffnungszeiten
3 Eigenschaften der Untersuchungsmärkte
3.1 Geografische Lage
3.2 Wirtschaftliches Umfeld
3.3 Soziodemografisches Umfeld
3.4 Wettbewerbssituation
3.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4 Art und Umfang der Untersuchung
4.1 Primärerhebung
4.1.1 Ziel der Befragung
4.1.2 Ablauf der Befragung
4.2 Sekundäre Datenquellen
4.2.1 Frequenzberichte
4.2.2 Fokusgruppenberichte
5 Unterscheidungsmerkmale von Späteinkäufern
5.1 Kaufakteure
5.1.1 Alter
5.1.2 Geschlecht
5.1.3 Erwerbsstatus
5.1.4 Haushaltsgröße
5.1.5 Wohnort
5.2 Kaufzeitpunkt
5.2.1 Kaufzeitpunkt nach Wochentagen
5.2.2 Kaufzeitpunkt nach Tageszeit
5.3 Kaufstätten
5.4 Kaufwert
5.5 Kaufobjekte
5.6 Kauffrequenz
5.6.1 Kauffrequenz insgesamt
5.6.2 Kauffrequenz nach 20 Uhr
5.7 Kaufmotive
5.7.1 Ansprüche an Markt und Angebot
5.7.2 Persönliche Bedürfnisse
6 Gründe für Spätkäufe
6.1 Kaufzufriedenheit
6.2 Zeitknappheit
6.3 Angenehmere Atmosphäre
6.4 Koppelung von Tätigkeiten
6.5 Kurzfristiger Bedarf
7 Handlungsempfehlungen
8 Zusammenfassung und Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die systematische Charakterisierung der Kundengruppe der "Späteinkäufer" im Lebensmitteleinzelhandel sowie die Identifizierung der Beweggründe für ihre Nutzung von verlängerten Ladenöffnungszeiten nach 20 Uhr.
1.1 Problemstellung
Die Öffnungszeiten im Einzelhandel haben sich in den letzten Jahren deutlich verlängert. Darin spiegeln sich die Bedürfnisse der Konsumenten nach zeitlich flexiblen Einkaufsmöglichkeiten wider.
Der Wandel von Haushalts- und Familienstrukturen und die zunehmende Verbreitung flexibler Arbeitszeitmodelle sind die treibenden Kräfte hinter dem Wunsch der Verbraucher, weitgehend unabhängig von der Tageszeit Güter des täglichen Bedarfs - insbesondere Lebensmittel - erwerben zu können.
Die rege Nutzung von Spätöffnungszeiten lässt den Schluss zu, dass es gute Gründe für Späteinkäufe gibt. Die hohe Akzeptanz deutet außerdem darauf hin, dass der Trend zum Späteinkauf nicht nur eine kurzfristige Erscheinung darstellt, sondern eine gewisse Nachhaltigkeit besitzt.
Heutzutage ist es für jedes Unternehmen von Bedeutung, seine Kunden und deren Bedürfnisse möglichst genau zu kennen. Nur so können Produkte und Dienstleistungen nachfragegerecht angeboten werden. Dies gilt insbesondere für Branchen, die wie der Lebensmitteleinzelhandel im starken Wettbewerb und unter hohem Rentabilitätsdruck stehen. Kenntnisse der Kundenbedürfnisse, Bereitstellung eines passenden Waren- und Dienstleistungsangebots und ein entsprechender Personaleinsatz sind zentrale Voraussetzungen für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.
Die genauen Bedürfnisse und Ansprüche der Späteinkäufer sind allerdings bisher noch nicht systematisch untersucht worden. Dabei ist dieses Wissen sowohl von wissenschaftlichem als auch von unternehmerischem Interesse. Die vorliegende Arbeit soll helfen, fundierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung, die Ziele der Untersuchung sowie den methodischen Aufbau der Diplomarbeit.
2 Grundlagen zum Lebensmitteleinzelhandel: Erläutert das theoretische Käuferverhalten, die verschiedenen Betriebsformen im Handel sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Ladenöffnungszeiten.
3 Eigenschaften der Untersuchungsmärkte: Analysiert die geografischen, wirtschaftlichen und soziodemografischen Merkmale der REWE-Standorte in Bietigheim-Bissingen und Freiberg am Neckar.
4 Art und Umfang der Untersuchung: Stellt die gewählte Methodik vor, bestehend aus Primärerhebung mittels Fragebögen und der Analyse sekundärer betrieblicher Umsatzdaten.
5 Unterscheidungsmerkmale von Späteinkäufern: Präsentiert die empirischen Ergebnisse zu den Käufermerkmalen, Kaufzeitpunkten, Warenpräferenzen und der Kauffrequenz.
6 Gründe für Spätkäufe: Untersucht die zentralen Motivationen der Kunden, wie Zeitknappheit, Atmosphäre und die Koppelung von Einkäufen mit anderen Tätigkeiten.
7 Handlungsempfehlungen: Gibt konkrete Empfehlungen für Unternehmen zum Umgang mit der Zielgruppe der Späteinkäufer und zur Optimierung der Servicequalität.
8 Zusammenfassung und Fazit: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung von Spätöffnungszeiten für die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels.
Späteinkäufer, Lebensmitteleinzelhandel, REWE, Käuferverhalten, Ladenöffnungszeiten, Konsumenten, Marktsegmentierung, Kaufmotive, Kundenbedürfnisse, Kaufhäufigkeit, Sortiment, Wettbewerbsfähigkeit, Marktanalyse, Kundenbindung, Spätumsatz
Die Arbeit untersucht das spezifische Verhalten und die Bedürfnisse der Kundengruppe, die regelmäßig nach 20 Uhr im Lebensmitteleinzelhandel (am Beispiel zweier REWE-Märkte) ihre Einkäufe tätigt.
Die Arbeit behandelt Themen wie das Käuferverhalten, die Auswirkungen von verlängerten Öffnungszeiten, die soziodemografische Struktur der Kunden sowie die Bedeutung verschiedener Markt- und Servicefaktoren.
Das Hauptziel besteht darin, Späteinkäufer als Kundengruppe detailliert zu charakterisieren und die wichtigsten Motive für ihr spätes Einkaufsverhalten zu identifizieren.
Der Autor kombiniert eine Primärerhebung (standardisierte Kundenbefragung) mit der Auswertung quantitativer Sekundärdaten, namentlich betrieblicher Umsatzstatistiken und Frequenzberichte.
Der Hauptteil analysiert die Merkmale der Späteinkäufer (wie Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße), ihre Kaufgewohnheiten (Frequenz, Kaufwert) sowie die spezifischen Gründe für ihre Einkäufe nach 20 Uhr.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Späteinkäufer, Lebensmitteleinzelhandel, Kaufmotive und Kundenbedürfnisse charakterisiert.
Das gesetzliche Verbot ab 22 Uhr in Baden-Württemberg zeigte in den Fokusgruppenberichten und Altersanalysen direkte Auswirkungen auf das Kundenverhalten, da es zu "Altersdellen" oder veränderten Kundenströmen führen kann.
Die Analyse zeigt, dass Späteinkäufer tendenziell jünger und häufiger berufstätig sind, sich jedoch in ihren allgemeinen Erwartungen an Sortiment und Qualität nicht grundlegend von Tageseinkäufern unterscheiden.
Der Freiberger Markt hat längere Öffnungszeiten (bis 24 Uhr statt bis 22 Uhr) und wurde 2010 umfassend renoviert, was sich in Umsatzstruktur und Kundenfrequenz niederschlägt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass keine Notwendigkeit für eine separate, exklusive Marktsegmentierung der Späteinkäufer besteht, sondern dass diese Kunden innerhalb bestehender Marketingstrategien angesprochen werden sollten.
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