Seminararbeit, 2011
19 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Erste Beschreibstoffe der Geschichte
2.1 Tontafeln
2.2 Wachstafeln aus Holz
3 Papyrus
3.1 Herstellung und Lagerung
3.2 Vom antiken Ägypten bis ins Frühmittelalter
4 Pergament
4.1 Herstellung und Nutzbarkeit
4.2 Von Pergamon bis zum Ende des Mittelalters
5 Papier
5.1 Herstellung und Eigenschaften
5.2 Vom chinesischen Reich bis in die Gegenwart
5.3 Recycling und Zukunft
6 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung verschiedener Beschreibstoffe im Wandel von Zeit und Raum, analysiert die technologischen Veränderungen bei deren Herstellung und beleuchtet die gesellschaftlichen Auswirkungen, die durch den Übergang von einem Schreibmedium zum nächsten entstanden sind.
2.1 Tontafeln
Bereits zum Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. nutzten die Sumerer Ton als Schriftträger (Vgl. Funke 1999: 54). Dieser war ein vergleichsweise einfaches und billiges Beschreibmaterial, denn es reichte aus, Lehm aus einem Bewässerungskanal zu entnehmen und diesen an einem schattigen Ort zu trocknen und später zu glätten.
Anfangs wurden auf den Tontafeln „[...] Merkzeichen für die Forderungen der Tempel, Verträge und Grundbuchrechte mit einem Griffel eingedrückt [...]“ (Sandermann 1997: 9). Diese wurden jedoch nur in Bildsprache ausgedrückt und somit für jedermann verständlich – ein Faktor, der die Verbreitung von Tontafeln begünstigte. Diese Bildschrift war zunächst ausreichend, doch kam es durch die Entwicklung eines „[...] dreieckig zugespitzten Stück Rohr als Griffel [...]“ (ebd.: 12) zur Keilschrift. Das Bild wurde durch die neuen Zeichen ersetzt und die Tontafeln bekamen eine völlig neue Bedeutung. Nun wurden auch längere Texte auf Ton eingraviert und es kam zu einem Schriftverkehr zwischen verschiedenen Herrschern im Vorderen Orient. Dort gefundene Tontafelbriefe aus Babylon bezeugen die weite Verbreitung des Schriftträgers als Kommunikationsinstrument (Vgl. Funke 1999: 54).
Die Tontafeln überdauerten dabei auch noch die Entwicklung des Papyrus und wurden parallell genutzt. Diesen Umstand verdanken die Tontafeln ihrer kostengünstigen Herstellungsweise. Es war ein beständiges Material, welches auch von einfachen Leuten genutzt und hergestellt werden konnte. In gewisser Weise haben die Tontafeln damit die Entwicklung von neuen Beschreibstoffen gehemmt, da die Suche nach alternativen Schriftträgern keine lukrativen Aussichten bereitstellte.
1 Einführung: Die Einleitung umreißt die historische Bedeutung von Beschreibstoffen für die Menschheitsentwicklung und legt den Fokus auf den Wandel und Übergang zwischen verschiedenen Materialgenerationen.
2 Erste Beschreibstoffe der Geschichte: Dieser Abschnitt behandelt die Verwendung von Tontafeln und Wachstafeln als frühe, kostengünstige Schriftträger und ihre regionale Verbreitung.
3 Papyrus: Hier wird die Herstellung und Lagerung von Papyrus sowie dessen wirtschaftliche Rolle als Handelsware im antiken Ägypten und dessen Verbreitung analysiert.
4 Pergament: Das Kapitel erläutert die komplexe Herstellung von Pergament aus Tierhäuten und dessen Bedeutung als langlebiger Schriftträger im europäischen Mittelalter.
5 Papier: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung des Papiers in China, die industrielle Weiterentwicklung in Europa und die aktuellen Herausforderungen hinsichtlich Recycling.
6 Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung fasst den zeitlichen und räumlichen Wandel der Beschreibstoffe zusammen und stellt Thesen zur Zukunft digitaler Datenträger auf.
Beschreibstoffe, Tontafeln, Papyrus, Pergament, Papier, Schreibkultur, Rohstoffentwicklung, Keilschrift, Codexform, Lumpensammler, industrielle Revolution, Altpapier, Recycling, elektronische Datenträger, E-Books.
Die Arbeit befasst sich mit der chronologischen und geographischen Entwicklung der Materialien, die im Laufe der Menschheitsgeschichte als Beschreibstoffe genutzt wurden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Materialkunde von Tontafeln, Papyrus, Pergament und Papier sowie den sozioökonomischen Bedingungen ihrer jeweiligen Verbreitung.
Ziel ist es, den Wandel von einer Generation von Beschreibstoffen zur nächsten zu verstehen und zu klären, welche Umstände diesen Übergang und die Durchsetzung neuer Materialien bedingt haben.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender buchwissenschaftlicher und historischer Quellen, um die technologischen und kulturellen Zusammenhänge aufzuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich nach den historischen Epochen der jeweiligen Beschreibstoffe, beginnend bei den sumerischen Tontafeln bis hin zur modernen industriellen Papierproduktion und Recyclingfragen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Beschreibstoffe, Schreibkultur, historische Kommunikation, Rohstoffwandel und der Übergang von analogen zu digitalen Medien.
Pergament zeichnete sich durch seine Langlebigkeit und die Eignung für die Codexform aus, was es ideal für die Bewahrung von Schriften in europäischen Klöstern machte.
Altpapier ist heute eine essenzielle Rohstoffgrundlage, wobei der Recyclingprozess durch technologische Grenzen und die Notwendigkeit der Beimischung von Frischfasern limitiert bleibt.
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