Diplomarbeit, 2011
221 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Geschichte des Frauensports
2.1 Geschichte des Frauenfußballs
2.2 Fußball und das Geschlechterverständnis
3 Fußball – Die Entwicklung eines Mediensports
4 Frauensport in den Medien
4.1 Frauenfußball in der Sportberichterstattung
4.2 Vorstellung anderer Studien zur Zukunftsperspektive des Frauenfußballs
5 Empirische Untersuchung
5.1 Forschungsleitende Fragen
5.2 Forschungsleitende Hypothesen
5.3 Methode zur Datenerhebung
5.4 Methode zur Datenerhebung – Das Experteninterview
5.5 Die Durchführung der Datenerhebung
5.5.1 Erstellung des Interviewleitfadens
5.5.2 Gewinnung der Interviewpartner
5.5.3 Vorstellung der Interviewpartner
5.5.4 Durchführung der Experteninterviews
5.5.5 Transkription der Interviews
5.6 Methode zur Datenauswertung - Qualitative Inhaltsanalyse
5.7 Ablauf der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse
6 Auswertung der Kategorien und Interpretation der Ergebnisse
6.1 Auswertung der forschungsleitenden Hypothesen
7 Zusammenfassung der Ergebnisse
8 Literaturverzeichnis
Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die mediale Perspektive des Frauenfußballs vor dem Hintergrund seiner historischen Entwicklung und der dominanten Stellung des Männerfußballs als Mediensport Nummer 1. Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwieweit der Frauenfußball eine eigenständige Zukunft als Mediensport besitzt und welche Rolle gesellschaftliche Geschlechterrollen dabei spielen.
2.2 Fußball und das Geschlechterverständnis
Im folgenden Abschnitt soll mithilfe von unterschiedlichen Quellen und Überlegungen die soziologische Fragestellung behandelt werden, ob Fußball grundsätzlich Männersache ist und ob es überhaupt realistische Ambitionen der Frauen sind, wenn sie einen gleichberechtigten Anspruch auf die Aus und Durchführung dieser Sportart erheben, oder ob dies eher ein irrationales Bedürfnis der Frauen ist.
Dafür ist einerseits noch einmal festzuhalten, dass das Eindringen der Frauen in den bisher Männern vorbehaltenen Bereich des Sports als noch bedrohlicher wahrgenommen wurde als andere Entwicklungen wie bspw. das Ergreifen von akademischen Berufen, welches von den Männern ebenso als Angriff auf ihre Privilegien gewertet wurde. Auf der anderen Seite muss ein Einblick in die unterschiedlichen kulturellen Auffassungen von Fußball bzw. Männerfußball im Verlauf der Geschichte erfolgen. Dabei werden typische Kennzeichen des Spiels vorgestellt und diese kritisch im Sinne eines Spiels für Männer oder / und Frauen reflektiert.
„Lange vor der offiziellen Gründung der Football Association 1863 wurde in England, aber auch in anderen Ländern Fußball als Volksspiel erwähnt, bei dem es darum ging, einen Ball mit Hilfe des Fußes zu einem verabredeten Ort zu bringen. (…) Die Spielformen führten allerdings zu auffallend vielen Gewalttätigkeiten, Verletzungen und manchmal auch zu Toten.“ In den meisten historischen Unterlagen wird immer wieder deutlich, „dass Fußball zu Beginn eher einem Kampf- und Raufspiel glich und vorrangig von Männern betrieben bzw. zugestanden wurde“. Auch in China wurde bereits früh ein fußballähnliches Spiel gespielt, dessen Grundidee es war, den Ball mit dem Fuß in der Luft zu halten (Tang-Dynastie 618 – 907 bis zur Ming-Dynastie 1368 – 1644). Die hohen technischen Anforderungen dieses Spiels, die in Anleitungen als reine Männersache dargestellt wurde, formten den Fußballspieler zu einem regelrechten Frauenheld mit erotischer Anziehungskraft, so dass die Frauen in diesem Zusammenhang lediglich als zu beeindruckende Zuschauerinnen in Erscheinung traten. Die vorherrschenden kulturellen Vorstellungen von Männlichkeit führten dazu, dass der Fußball als reiner Männersport betrieben wurde.
1 Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse und die Fragestellung zur medialen Perspektive des Frauenfußballs im Vergleich zum Männerfußball vor.
2 Geschichte des Frauensports: Bietet einen historischen Abriss des Frauensports und des Frauenfußballs unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Geschlechterrollen.
3 Fußball – Die Entwicklung eines Mediensports: Analysiert historisch die Symbiose zwischen dem Volkssport Fußball und der Entwicklung der Massenmedien.
4 Frauensport in den Medien: Beleuchtet die Art und Weise der medialen Berichterstattung über sporttreibende Frauen sowie die Rahmenbedingungen der Medienproduktion.
5 Empirische Untersuchung: Beschreibt das methodische Vorgehen mittels Experteninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse zur Beantwortung der Forschungsfragen.
6 Auswertung der Kategorien und Interpretation der Ergebnisse: Analysiert und interpretiert die aus den Experteninterviews gewonnenen Kategorien in Bezug auf die Hauptfragestellung.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und liefert eine abschließende Bewertung der Zukunftsperspektive des Frauenfußballs.
Frauenfußball, Mediensport, Sportberichterstattung, Geschlechterrollen, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Medienproduktion, Medienrezeption, Sportmythologie, DFB, Öffentlichkeitsarbeit, Zuschauerinteresse, Identifikationspotenzial, Sponsoring, Sportgeschichte.
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern der Frauenfußball die gleichen Entwicklungschancen wie der Männerfußball hat, um zu einer bedeutenden Mediensportart aufzusteigen, wobei die Rolle der Medien und gesellschaftliche Stereotype zentral sind.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Frauenfußballs, die mediale Sportberichterstattung, die Interdependenz zwischen Sport und Wirtschaft sowie die empirische Analyse von Expertenmeinungen zur Zukunft dieser Sportart.
Die zentrale Fragestellung lautet: "Ist die Zukunft des Fußballs weiblich?" Dabei soll geklärt werden, welche medialen Perspektiven dem Frauenfußball zustehen und ob er die gleichen Erfolgsfaktoren wie der Männerfußball aufweist.
Die Arbeit nutzt als empirische Methode das Experteninterview, welches anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wird, um ein Kategoriensystem zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Geschichte des Frauensports, Medialisierung des Fußballs) und eine empirische Untersuchung, in der Interviews mit Experten aus Vereinen, Medien und dem DFB geführt und analysiert werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Frauenfußball, Mediensport, Sportberichterstattung, Geschlechterrollen, Experteninterview, Medienproduktion und die qualitative Inhaltsanalyse.
Die Experten betonen, dass infrastrukturelle Mängel (z.B. nicht TV-taugliche Stadien) ein Hindernis für eine hochwertigere mediale Übertragung darstellen, was wiederum die Zuschauerbindung und das Sponsoring erschwert.
Die Experten erwarten zwar einen kurzfristigen "Medienhype" und einen Anstieg der Aktivenzahlen im Nachwuchsbereich, bezweifeln jedoch, dass dieser Effekt nachhaltig genug ist, um das Alltagsgeschäft der Frauen-Bundesliga fundamental zu verändern.
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