Diplomarbeit, 2010
115 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Stand der Technik
2.1 Honen
2.1.1 Grundlagen
2.1.2 Kraft-/weggebundene Zustellung
2.1.3 Verfahrensvarianten des Honens
2.2 Schleifen
2.3 Drehen
2.4 Überblick bisher realisierter Konzepte zur Messung der Prozesskräfte
beim Honen
2.5 Linearantriebe
3 Zielsetzung
4 Versuchsplanung und -durchführung
4.1 Versuchsmaschine
4.2 Versuchswerkstück
4.3 Versuchswerkzeuge
4.3.1 Drehwerkzeug
4.3.2 Schleifwerkzeug
4.3.3 Honwerkzeug
5 Experimentelle Kraftmessung
5.1 Analyse der auftretenden Kräfte am Honprozess
5.1.1 Referenzkraftermittlung an der Kombinationsmaschine
5.1.2 Kraftgebundene Zustellung beim Langhubhonen
5.2 Prinzipielle Ermittlung der Bearbeitungskraft
5.2.1 Messaufbau
5.2.2 Vorspannung der Messwerkzeuge
5.2.3 Kalibrierung der Messwerkzeuge
5.3 Praktische Analyse der auftretenden Kräfte am Honprozess
5.3.1 Einführung und Analyse des Referenzversuchs
5.3.2 Analyse der Prozesskräfte in Bezug auf die Werkstücklage in
z-Richtung
5.3.3 Variation der Umfangsgeschwindigkeit vu
5.3.4 Variation der Axialgeschwindigkeit va
5.3.5 Variation der Zustellkraft Fn
5.3.6 Zusammenfassung der Erkenntnisse
6 Zusammenfassung
7 Ausblick
8 Literaturverzeichnis
9 Anhang
9.1 Honen
9.1.1 Kräfte bei kraftgebundenen Zustellsystemen
9.2 Schleifen
9.2.1 Herleitung der Gesamthauptschnittkraft
9.3 Drehen
9.3.1 Spanungs- und Schnittgrößen
9.4 Kalibrierung des 2-Leisten-Messwerkzeugs -
9.4.1 Einführung der Übertragungsfunktion ÜF
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse der Prozesskräfte beim kraftgebundenen Langhubhonen auf einer Kombinationsmaschine. Dabei soll insbesondere untersucht werden, wie sich Prozessparameter wie die Axial- und Umfangsgeschwindigkeit sowie die Zustellkraft auf die tangentialen und axialen Schnittkraftkomponenten auswirken und ob eine Korrelation zwischen der Leistungsaufnahme des Linearantriebs und den tatsächlich auftretenden Prozesskräften besteht.
2.1.2 Kraft-/weggebundene Zustellung
Da sich im fortschreitenden Prozess die Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks verändert, muss eine Zustellung des Werkstücks an das Werkzeug erfolgen. Diese kann wie folgt realisiert werden: kraftgebunden (kraftschlüssig) durch einen hydraulischen Antrieb, weggebunden (formschlüssig) durch einen Elektro- oder Handbetrieb sowie kombiniert hydraulisch-mechanisch [Pau08].
Die kraftgebundene Zustellung erfolgt beim konventionellen Honen durch den Druck eines Kolbens mit der Kolbenfläche Ak. Dieser wird unter der hydraulischen Druckeinwirkung p0 bewegt, woraus die Zustellkraft FZ resultiert, die über einen Zustellstift und Konen auf die Honleisten übertragen wird, bis die Honleisten mit ihrer Gesamtfläche AHL gegen das Werkstück drücken und ein Kräftegleichgewicht entsteht. Die Gesamtfläche der Honleisten wird mittels der Kontaktfläche der jeweiligen Honleiste, sowie der Anzahl der verwendeten Honleisten berechnet. An den Honleisten wirkt die Normalkraft Fn, die näherungsweise aus dem Hydraulikdruck berechenbar ist, aber u. a. durch Reibungskräfte im Werkzeug und am Zustellkonus stark schwanken kann [Pau08, Ueb94]. Abbildung 2-4 veranschaulicht das Prinzip der kraftgebundenen Zustellung.
Bei wegabhängiger Zustellung werden definierte Vorschubwege, z. B. durch einen Schrittmotor, erzeugt. Die weggebundene, mechanische Zustellung verfügt über eine starre Konusaufweitung. Der Vorteil dieser Variante ist in der exakten Zustellung der Honleisten begründet, da das vorgegebene Maß nahezu unabhängig von der Flächenlast zwischen Werkstück und Honleiste erreicht wird. Die realen Vorschubwege und die Normalkraft sind unter anderem von der werkzeug- und werkstückseitigen Steifigkeit abhängig. Es können bei konstanten Maschineneinstellgrößen unterschiedliche zeitliche Normalkraftverluste resultieren [Pau08, Ueb94]. Abbildung 2-5 zeigt das Arbeitsprinzip der kraft- und weggebundenen Zustellung. Die Berechnung der Normalkraft Fn erfolgt bei der kraftgebundenen Zustellung nach Formel 2-1 und bei der weggebundenen Zustellung nach Formel 2-2.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung flexibler Kombinationsbearbeitung vor und begründet die Notwendigkeit der Analyse von Prozesskräften beim Langhubhonen.
2 Stand der Technik: Es werden die Grundlagen der Fertigungsverfahren Honen, Schleifen und Drehen erläutert, inklusive physikalischer Kinematik und existierender Kraftmesskonzepte.
3 Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert die wissenschaftliche Zielstellung der Arbeit, die sich auf die Analyse der Prozesskräfte und die Korrelation mit der Leistungsaufnahme des Antriebs konzentriert.
4 Versuchsplanung und -durchführung: Die verwendete Kombinationsmaschine, die Werkstücke und die spezifisch für das Forschungsprojekt entwickelten 2- und 3-Leisten-Messwerkzeuge werden detailliert spezifiziert.
5 Experimentelle Kraftmessung: Der umfangreiche Hauptteil beschreibt die Referenzkraftermittlung, die Kalibrierung der Messwerkzeuge und die praktische Analyse unter Variation verschiedener Prozessparameter.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der erzielten Ergebnisse zur Kraftmessung und den gewonnenen Erkenntnissen zur Prozessstabilität beim Langhubhonen.
7 Ausblick: Es werden Potenziale für weiterführende Analysen aufgezeigt, etwa zur Kopplung des Abrichtvorgangs mit der Leistungsaufnahme oder zur detaillierten Untersuchung der relativen Achslage.
Langhubhonen, Kombinationsbearbeitung, Prozesskräfte, Kraftgebundene Zustellung, Messwerkzeug, Piezoelektrischer Effekt, Schnittgeschwindigkeit, Axialgeschwindigkeit, Zustellkraft, Werkzeugverschleiß, Linearantrieb, Prozessstabilität, Übertragungsfaktor, Oberflächengüte, Fertighonen.
Die Arbeit analysiert die auftretenden Kräfte beim kraftgeregelten Langhubhonen auf einer Kombinationsmaschine, insbesondere um das Verständnis für Prozesskräfte und deren Abhängigkeit von verschiedenen Parametern zu vertiefen.
Die Kombinationsmaschine vereint die spanenden Verfahren Hartdrehen, Schleifen und Honen in einer einzigen Aufspannung.
Ziel ist es, eine Korrelation zwischen der Stromaufnahme des Linearantriebs und der realen Normalkraft herzustellen, um eine zuverlässige Kraftüberwachung während des Prozesses zu ermöglichen.
Es werden experimentelle Kraftmessungen mit neu entwickelten piezoelektrischen Messwerkzeugen durchgeführt, die durch eine Kalibrierung gegenüber einer externen Kraftmessdose validiert wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Kalibrierung der Messsysteme, der theoretischen Herleitung von Zusammenhängen sowie der praktischen Variation von Parametern wie Umfangs- und Axialgeschwindigkeit.
Langhubhonen, Prozesskräfte, Kombinationsbearbeitung, Piezo-Kraftmessung und Prozessstabilität sind die zentralen Begriffe der Forschungsarbeit.
Das ursprüngliche 3-Leisten-Messwerkzeug wies einen zu hohen Messfehler auf, da die nötige Vorspannkraft der Sensoren nicht optimal aufgebracht werden konnte.
Die z-Lage beeinflusst den Überlauf der Honleisten und damit die Flächenlast, was zu schwankenden Prozesskräften und einer notwendigen nachregulierenden Maschinenbewegung führt.
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