Lizentiatsarbeit, 2008
174 Seiten, Note: 5.0 (Schweiz)
1 EINLEITUNG
2 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT
I EINFÜHRUNG: SERIENMÖRDER IN DER US-REALITÄT
3 SERIENMORD UND FBI
3.1 DEFINITION UND SERIEMÖRDERTYPOLOGIE GEMÄSS FBI
3.2 DER PSYCHOPATHISCHE SERIENMÖRDER
II DER FIKTIONALE FILM
4 DER FILM ALS NARRATIVER TEXT
4.1 FIKTIONALES ERZÄHLEN
4.2 DAS GENRE
4.3 DAS GENRE PSYCHOTHRILLER
III SERIENMÖRDER IN HOLLYWOOD
5 SERIENMÖRDER ALS FILMFIGUREN
5.1 DIE VERSCHIEDENEN GESICHTER DES FIKTIONALEN SERIENMÖRDERS
5.2 HANNIBAL LECTER UND CO. – REALISTISCHE PSYCHOPATHEN IM FIKTIONALEN FILM
5.3 REALITÄTSNAHE UND REALITÄTSFERNE GEWALTDARSTELLUNGEN IM SERIENKILLERFILM
5.4 EXKURS: DER SERIENMÖRDER ALS FIGUR NARRATIVER DISKONTINUITÄT
5.5 ZUSAMMENFASSUNG & ARBEITSDEFINITIONEN
IV UNTERSUCHUNGSRELEVANTE THEORIEN
6 FIGURENANALYSE IM FILM
6.1 AUFGEBAUTES PERSONENWISSEN IM FILM
6.2 SPEZIFISCHE FUNKTIONSROLLEN UND SOZIALE HANDLUNGSROLLEN
6.3 INDIVIDUALISIERTE FIGUREN
6.4 BACKSTORY UND BACKSTORYWOUND NACH MICHAELA KRÜTZEN
6.5 CHARAKTERENTWICKLUNG
6.6 STABILE CHARAKTERMERKMALE UND VORÜBERGEHENDE GEMÜTSLAGEN
6.7 ZUSAMMENFASSUNG
V EMPIRISCHER TEIL
7 UNTERSUCHUNGSZIELE
8 THEORIEN IM KONTEXT DER UNTERSUCHUNG
8.1 DARSTELLUNG
8.2 CHARAKTERENTWICKLUNG
9 FORSCHUNGSFRAGEN
10 METHODE: FILMANALYSE
11 OPERATIONALISIERUNG UND FORSCHUNGSDESIGN
11.1 STICHPROBE
11.2 GRUNDGESAMTHEIT, UNTERSUCHUNGSZEITRAUM UND FILMAUSWAHL
12 UNTERSUCHUNG
12.1 EINZELANALYSEN
12.1.1 BEISPIELANALYSE THE SILENCE OF THE LAMBS (1991)
12.1.2 ANALYSE VON SE7EN (1995)
12.1.3 ANALYSE VON AMERICAN PSYCHO (2000)
12.1.4 ANALYSE VON SAW II (2005)
12.1.5 ANALYSE VON UNTRACEABLE (2008)
12.2 ZUSAMMENFÜHRUNG DER EINZELANALYSEN
12.2.1 KATEGORIENBILDUNG UND – MODIFIZIERUNG: FIGURENDARSTELLUNG
12.2.2 KATEGORIENBILDUNG: FIGURENENTWICKLUNG
13 FIGURENVERGLEICH
13.1 GEMEINSAMKEITEN
13.2 UNTERSCHIEDE
14 ERKENNTNIS
14.1 KEINE SIGNIFIKANTEN VERÄNDERUNGEN IN DER FIGURENDARSTELLUNG
14.2 VERÄNDERUNGEN IN DER FIGURENDARSTELLUNG
14.3 KEINE SIGNIFIKANTE ENTWICKLUNG DER EIGENSCHAFTEN
14.4 ENTWICKLUNGSTENDENZEN
14.5 BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN & FAZIT
15 SCHLUSSWORT
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Darstellung und Entwicklung fiktionaler, realistisch dargestellter und bewusst handelnder Serienmörder im Hollywoodkino seit dem Film "The Silence of the Lambs" (1991) systematisch zu untersuchen und zu vergleichen.
1 Einleitung
Anziehend und abstossend zugleich, üben Serienmörder spätestens seit Jack the Ripper eine ambivalente Faszination aus. In der Zwischenzeit sind sie zu einem festen Bestandteil der postmodernen Kultur geworden, was sich in zahlreichen Büchern, Theaterstücken, Kunstwerken und wissenschaftlichen Seminaren niederschlägt, die den Serienmord und damit den Serienmörder thematisieren. Auch im Film scheint diese zwiespältige Figur nicht an Interesse eingebüsst zu haben, wie Thomas bestätigt:
Serienmord ist en vogue. Auch wenn dieses Phänomen seit dem ersten massenmedialen Boom, [...] Ende der 1980er Jahre [...], als [...] filmisches Thema immer wieder totgesagt wurde, hat es sich längst als fester Bestandteil der Populärkultur etabliert [...].
Seit den 90er Jahren nimmt sich vor allem der Film immer wieder dieser seriellen Mörder an, insbesondere Hollywood. Jonathan Demmes Romanverfilmung The Silence of the Lambs gilt diesbezüglich als Wegbereiter. Waren Serienmörder als Filmfiguren bis dahin eher selten anzutreffen, finden sie mit dem Welterfolg von The Silence of the Lambs endgültig den Weg ins Mainstreamkino. So folgen auf Hannibal Lecter zahlreiche weitere Filmfiguren in dieser Manier, man denke hier beispielsweise an Mickey Knox (Natural Born Killers), David Allen Griffin (The Watcher) oder Earl Brooks (Mr. Brooks). Diesen Serienmördern ist gemeinsam, dass sie alle fiktionale, aber realistisch dargestellte Figuren sind, welche aus eigenem Willen töten und deren Handlungen sich in einer Welt abspielen, wie sie auch in der Realität vorkommen kann. In der Psychologie des Serienmordes spricht man von diesen bewusst handelnden Serienmördern von Psychopathen. Ein Psychopath leidet gemäss Definition an einer Persönlichkeitsstörung. Das Töten aus eigenem Willen kann eindeutig als Persönlichkeitsstörung betrachtet werden, deshalb werden in der vorliegenden Arbeit die Begriffe Psychopath und psychopathisch für diejenigen Serienmörder verwendet, welche aus eigenem Willen töten.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Faszination des Serienmordes als popkulturelles Phänomen und Begründung des Fokus auf den psychopathischen Serienmörder seit "The Silence of the Lambs".
2 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT: Beschreibung der Studienziele, der methodischen Vorgehensweise zur Analyse von Darstellung und Entwicklung der Figuren sowie der strukturelle Aufbau der Untersuchung.
3 SERIENMORD UND FBI: Historische Einordnung des Begriffs Serienmörder und kritische Beleuchtung der FBI-Definitionsansätze sowie der Rolle des FBI bei der medialen Konstruktion des Phänomens.
4 DER FILM ALS NARRATIVER TEXT: Theoretische Grundlagen zur Narratologie, zur Definition von Genres und spezifisch des Psychothrillers als erzählendes Konstrukt.
5 SERIENMÖRDER ALS FILMFIGUREN: Analyse der filmischen Entwicklung der Serienmörderfigur, Kategorisierung verschiedener Figurentypen und Definition der für die Arbeit relevanten Begriffe.
6 FIGURENANALYSE IM FILM: Detaillierte theoretische Betrachtung von Methoden zur Figurenanalyse, darunter Personenwissen, Funktionsrollen, Backstory, Backstorywound und Charakterentwicklung.
7 UNTERSUCHUNGSZIELE: Definition der Ziele der empirischen Untersuchung, insbesondere die Identifikation von Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Entwicklungstendenzen.
8 THEORIEN IM KONTEXT DER UNTERSUCHUNG: Erläuterung, wie die zuvor vorgestellten theoretischen Modelle auf die Analyse der Serienmörder im Film konkret angewendet werden.
9 FORSCHUNGSFRAGEN: Präzise Formulierung der zentralen Forschungsfragen zu Darstellung und Eigenschaftsentwicklung der untersuchten Serienmörderfiguren.
10 METHODE: FILMANALYSE: Beschreibung der filmanalytischen Methode, inklusive der Verwendung von Sequenzprotokollen und Schlüsseldialogen zur Datenaufbereitung.
11 OPERATIONALISIERUNG UND FORSCHUNGSDESIGN: Detaillierte Darstellung der Stichprobenziehung, der Filmauswahlkriterien und des Untersuchungsdesigns.
12 UNTERSUCHUNG: Durchführung der Einzelanalysen ausgewählter Filme ("The Silence of the Lambs", "Se7en", "American Psycho", "Saw II", "Untraceable") und Zusammenführung der Ergebnisse.
13 FIGURENVERGLEICH: Gegenüberstellung der analysierten Figuren zur Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Bezug auf Darstellung und Entwicklung.
14 ERKENNTNIS: Diskussion der gewonnenen Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit zur Figurendarstellung und -entwicklung.
15 SCHLUSSWORT: Zusammenfassender Rückblick und Ausblick auf die Bedeutung der Serienmörderfigur im modernen Filmkontext.
Serienmörder, Hollywoodkino, Psychopath, Figurenanalyse, Charakterentwicklung, Filmanalyse, The Silence of the Lambs, Backstorywound, Narratologie, Psychothriller, Filmfigur, Repräsentation, Sozialkritik, Gewalt, Mord
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Entwicklung männlicher, fiktionaler und realistisch dargestellter psychopathischer Serienmörder im Hollywoodkino seit dem Film "The Silence of the Lambs".
Die zentralen Themen umfassen die filmanalytische Untersuchung der Figurendarstellung (Physis, sozialer Status, Psyche), die Identifikation narrativer Muster und die kritische Analyse der Motivation hinter den Taten der Serienmörder.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob sich die Darstellung des psychopathischen Serienmörders in Hollywood seit 1991 verändert hat und wie sich die Eigenschaften dieser Figuren über diesen Zeitraum entwickelt haben.
Die Autorin nutzt Methoden der filmanalytischen Figurenanalyse, basierend auf Theorien von Lothar Mikos und Lajos Egri, und erstellt Sequenzprotokolle sowie Vergleichstabellen zur systematischen Auswertung.
Im Hauptteil erfolgen Einzelanalysen von fünf ausgewählten Filmen (u.a. "Se7en", "American Psycho", "Saw II"), deren Ergebnisse anschließend in einer vergleichenden Gegenüberstellung zusammengeführt werden.
Wesentliche Begriffe sind "Psychopath", "Backstorywound", "gameplayer" (als Figurentypus), "Serienmörder-Typ" und die filmanalytischen Konzepte zur Beschreibung fiktionaler Charaktere.
Die Unterscheidung ist zentral, um zu verdeutlichen, dass Filmfiguren narrativen Gesetzmäßigkeiten folgen und nicht direkt mit realen Psychopathen gleichgesetzt werden können, auch wenn sie realistisch dargestellt sind.
Hannibal Lecter dient als Ausgangspunkt und Vergleichsmaßstab der Analyse, da er die Figur des psychopathischen Serienmörders im Mainstreamkino entscheidend etabliert hat.
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