Diplomarbeit, 2011
167 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangspunkt
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2. Theoretische Grundlage des Neuromarketings
2.1 Neuroökonomische Grundlage
2.1.1 Die Entstehung der Neuroökonomie
2.1.2 Das Neuromarketing verknüpft Wirtschaftswissenschaften mit Psychologie
2.1.3 Funktioneller Aufbau des menschlichen Gehirns
2.1.4 Die Chancen und die Notwendigkeit des Neuromarketings
2.1.4.1 Wie die Hirnforschung helfen kann den Kunden besser zu verstehen - Chancen
2.1.4.2 Die Notwendigkeit des Neuromarketings: klassische Marktforschung stößt an ihre Grenzen
2.2 Instrumente der Gehirnforschung – Methodik der Erkenntnisgewinnung
2.2.1 Wahrnehmungsforschung
2.2.1.1 elektromagnetische Methoden: EEG, MEG
2.2.1.2 funktionelle bildgebende Methoden: fMRT, PET
2.2.1.3 Implizite Messverfahren: Impliziter Assoziationstest (IAT)
2.2.2 Blickbewegungsforschung (Eye-Tracking)
2.2.2.1 Eye-Tracking: Mobile Systeme
2.2.2.2 Eye-Tracking: Externe Systeme
2.3 Erkenntnisse des Neuromarketings
2.3.1 Vom „homo oeconomicus“ zum „homo neuro-oeconomicus“
2.3.2 Unterscheidung zw. explizitem und implizitem System: Bewusstsein vs. Unterbewusstsein
2.3.3 Emotionen und Motive im Entscheidungs- und Kaufverhalten
2.3.3.1 Emotionssysteme und deren Motive
2.3.3.2 Zusammenspiel von Emotions- und Motivsystemen: Die Limbic® Map
2.3.3.3 Die neurobiologische Zielgruppen-Segmentierung: Die Limbic® Types
2.3.4 Codes – Die vier Bedeutungsträger der Markenkommunikation: Sprache, Geschichte, Symbole, Sensorik
3. Auswirkung der Erkenntnisse des Neuromarketings auf das Marketing
3.1 Der Wert der Marke: erfolgreiche Marken vs. Kultmarken
3.1.1 Die Marke (Markennetzwerke)
3.1.1.1 Starke Marken und deren Funktionen
3.1.1.2 Lernprozess von starken Marken
3.1.2 Von der Marke zur Kultmarke
3.1.2.1 Neurowissenschaftliche Erklärung: Warum reagiert das Gehirn so?
3.1.2.2. Erfolgsbeispiel einer Kultmarke: Apple
3.2 Bewusste Markenpolitik
3.2.1 Starke Marke: Festlegung der Emotions- und Motivfelder (Markenanalyse)
3.2.2 Produkt wird zur Marke (Produktanalyse)
3.2.3 Brand Code Management: Festlegung der 4 Codes (Codeanalyse)
3.2.3.1 Sprache
3.2.3.2 Geschichten
3.2.3.1 Symbole
3.2.3.4 Sensorik (Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Tasten)
3.2.3.4.1 Multisensory Enhancement – multisensorische Verstärkung
3.2.4 Multisensorische Markenkommunikation am Erfolgsbeispiel Hollister Co.
4. Fazit - Schlussfolgerung: kritische Betrachtung der Chancen und Grenzen des Neuromarketings
Die vorliegende Arbeit analysiert die Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse im Marketing, um die Limitationen klassischer Marktforschungsmethoden zu überwinden und implizite Entscheidungsprozesse der Konsumenten besser zu verstehen und zu beeinflussen.
3.1.2.1 Neurowissenschaftliche Erklärung: Warum reagiert das Gehirn so?
Wie die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse aufgezeigt haben, liebt das menschliche Gehirn Emotionen. Diese werden wiederum in Geschichten und Mythen übersetzt und durch diese kommuniziert. Die Vorliebe des Gehirns für Geschichten, welche man schon an den Schöpfungsgeschichten, Religionen, Märchen, Unterhaltung durch Romane und Kinobesuche erkennen kann, ist im neuronalen Verwaltungsprozess des Gehirns verankert. Dr. Werner Fuchs begründet die Vorliebe mit der Abspeicherung von Informationen in strukturierten Musterfolgen, welche umgangssprachlich als Geschichten bezeichnet werden können. Diese Verknüpfungsmuster neurologischer Netzwerke (vgl. 3.1.1 Die Marke – Markennetzwerke) strukturieren und speichern demnach unser Wissen, reduzieren Komplexität und steuern unser Verhalten.
Geschichten im Marketing (Englisch „Storytelling“) ermöglichen es Gefühle und Emotionen zu kommunizieren und damit eine Marke emotional aufzuladen. Durch Emotionen wird nicht nur die Markenwiedererkennung- und Erinnerung im Konsumentengehirn gesteigert, sondern auch die Markenidentifikation („Zugehörigkeitsgefühl“), an Hand des Andockens der Markengeschichte an eine individuelle Geschichte des Konsumenten (weitere Ausführung im Kap. 3.2.3.2 Geschichten – Das Spiegelneuron).
1. Einleitung: Beleuchtung wirtschaftlicher Trends und der Notwendigkeit des Neuromarketings zur Bewältigung der Informationsüberlastung im Marketing.
2. Theoretische Grundlage des Neuromarketings: Einführung in neuroökonomische Konzepte, die Instrumente der Gehirnforschung sowie die Erkenntnisse über das menschliche Entscheidungsverhalten.
3. Auswirkung der Erkenntnisse des Neuromarketings auf das Marketing: Analyse des Markenwerts, der Markenpolitik und des Einsatzes von Codes in der Praxis anhand erfolgreicher Kultmarken.
4. Fazit - Schlussfolgerung: kritische Betrachtung der Chancen und Grenzen des Neuromarketings: Zusammenfassende Diskussion des Potentials sowie der Risiken und ethischen Aspekte des Neuromarketings.
Neuromarketing, Neuroökonomie, limbische System, Kaufentscheidung, Markenführung, Markennetzwerk, Konsumentenverhalten, Eye-Tracking, fMRT, Storytelling, Marken-Code, Multisensorik, Kultmarke, Emotionen, Motive.
Die Arbeit untersucht, wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse genutzt werden können, um das Marketingverständnis zu verbessern, und welche konkreten Auswirkungen dies auf die Markenführung hat.
Neben theoretischen neuroökonomischen Grundlagen werden methodische Instrumente, die Rolle von Emotionen, Markennetzwerke sowie die Praxis der Markenkommunikation behandelt.
Ziel ist es, die Auswirkungen der Erkenntnisse der Neurowissenschaften auf das klassische Marketing aufzuzeigen und Implementierungsvorschläge für die Marketing-Praxis zu entwickeln.
Es werden verschiedene neuroökonomische Messverfahren wie fMRT, EEG, Eye-Tracking und implizite Assoziationstests als Werkzeuge zur Erkenntnisgewinnung vorgestellt.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Markenführung, den Unterschied zwischen starken Marken und Kultmarken sowie die bewusste Markenpolitik durch den Einsatz von Codes.
Kernbegriffe sind Neuromarketing, Gehirnforschung, Emotionen, Markennetzwerke, Kaufentscheidungen und Multisensorik.
Die Limbic Map segmentiert Zielgruppen anhand neurobiologischer Motivsysteme (Balance, Stimulanz, Dominanz) anstatt lediglich durch demografische Daten.
Er beschreibt die Fähigkeit einer Marke, durch unverkennbare Designs (Farben, Formen, Logos) auch ohne explizite Markennennung sofort im Gehirn identifiziert zu werden.
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