Magisterarbeit, 2011
158 Seiten, Note: 1.7
Einleitung
Vorüberlegungen
2.1 Entwicklung des organisierten Sports – Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?
2.1.1 Entwicklung der Mitgliedschaften
2.1.2 Entwicklung der Mitgliedschaften Jugendlicher
2.1.3 Vereine und Mehrfachmitgliedschaften
2.1.4 Handlungsfelder für die Zukunft
2.2 Das Bild von Vereinen in der Öffentlichkeit
2.3 Zielvorstellung – Was wollen wir erreichen? Was bedeutet Jugendarbeit?
2.4 Hypothesen / Grundannahmen
Ausprägungsformen - Formelles Vs. Informelles Sporttreiben
3.1 Ein anderes Bildungsverständnis: Dimensionen des Lernens
3.1.1 Definitionen zum Lernen
3.1.2 Formale, non-formale und informelle Bildungssettings
3.1.3 Formales und non-formales Lernen
3.1.4 Definitionen zum informellen Lernen
3.1.5 Bedeutung des informellen Lernens für die Jugendarbeit
3.2 Trendsport & Informelle Szenen
Lebenswelten Jugendlicher - Wer Sind Wir? Wer Wollen Wir Sein?!
4.1 Vorüberlegungen zur Bedürfnisuntersuchung
4.2 Bedürfnisse Jugendlicher in ihrer Lebenswelt
4.3 Werteuntersuchung - Wertewandel vs. Wertepluralisierung
Bindung & Dropout
5.1 Bindungstheorie
5.2 Bindungsfaktoren im formellen und informellen Sektor
Freiwilliges Engagement Im Sportverein
6.1 Motive des freiwilligen Engagement
6.2 Strukturelle Voraussetzungen
Zwischenfazit
Das Modell „Jugendclub“: Ein Fachbereich Speziell Für Jugendliche
8.1 Untersuchungsdesign
8.1.1 Interviewmethode
8.1.2 Stichprobe
8.1.3 Aufbereitungsverfahren
8.1.4 Auswertungsvorgehen
8.2 Vorstellung des Konzepts „ASC-Jugendclub“
8.3 Auswertung der Interviews
8.3.1 Organisatorisch, strukturelle Gestaltung
8.3.2 Informelle Kompetenzaneignung
8.3.3 Jugendarbeit + Freiwilliges Engagement
8.3.4 Mitgliederentwicklung des ASC und Bindungsverhalten
Diskussion
9.1 Organisatorisch, strukturelle Gestaltung
9.2 Informelle Kompetenzaneignung
9.3 Freiwilliges Engagement
9.4 Mitgliederentwicklung des ASC und Bindungsverhalten
Fazit
Anhang
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen formellem Sportverein und den informellen Bedürfnissen Jugendlicher zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwiefern das Modell des „Jugendclubs“ als integrativer Ansatz dienen kann, um Jugendliche langfristig an den organisierten Sport zu binden und informelle Lernprozesse strukturell zu fördern.
3. Ausprägungsformen - Formelles vs. informelles Sporttreiben
Die Begrifflichkeiten formell / informell scheinen in klarem Gegensatz zu stehen. Und bisweilen findet man tatsächlich wenige einheitliche Definitionen zu diesen Termini. Schwierig voneinander abzugrenzen sind diese Begriffe, sobald sie Überschneidungsbereiche aufweisen, wenn sportliches Treiben Züge beider Ausprägungsformen (formell/informell) trägt. Deswegen möchte ich diese Überschneidungsbereiche genauer betrachten und auf Besonderheiten hinweisen, die bei ihrer Verwendung begegnen können.
Als Beispiel möchte ich die sogenannten Wilden Ligen – auch Bunte Ligen genannt – anführen. Bindel findet eine treffende Charakterisierung solcher Wilden Ligen: „Raus aus dem organisierten Sport, rein in den organisierten Sport, aber bitte schön, so wie wir es wollen." (Bindel 2009, S. 212). Es gibt unterschiedliche Arten, auf die sich informeller Sport darstellt. Dabei ist vor allem die Sportart prägend. Individualsportarten und fitnessorientierter Sport können problemlos alleine ausgeübt werden. Schwieriger ist es dagegen in den Mannschaftssportarten. Mehrere Spieler müssen sich unter anderem auf einen Zeitpunkt und einen Trainingsort einigen. Allerdings ist dies noch nicht der Beginn der Wilden Liga.
Denn man differenziert zudem zwischen dem gelegentlichen Bolzen, welches mehr oder weniger ungebunden organisiert ist und dem organisierten Spielbetrieb in einer Freizeitliga (Wikipedia 2011a). Bezogen auf das Beispiel Freizeitfußball zeigt sich, dass informeller Sport völlig unterschiedliche Ausprägungsformen haben und auch zu einem bestimmten Ausmaß organisiert sein kann. Und freilich folgt der Freizeitsport auch Regeln, aber eben „so wie wir es wollen.“ Das heißt die Regeln sind veränderbar und werden den jeweiligen Bedingungen angepasst. Das kann soweit gehen, dass es keine Foul-Regeln oder einmal Schiedsrichter gibt, wie zum Beispiel beim Ultimate Frisbee. In dieser Sportart werden die Regeln von den Spielern untereinander auf Einhaltung überprüft.
Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik des Rückgangs jugendlicher Mitglieder in Sportvereinen und legt das Ziel fest, informelle Ansätze wie den Jugendclub als Zukunftsmodell zu untersuchen.
Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden die Entwicklung der Mitgliederzahlen im organisierten Sport analysiert, das öffentliche Image von Vereinen reflektiert und erste Zielvorstellungen für die Jugendarbeit entwickelt.
Ausprägungsformen - Formelles Vs. Informelles Sporttreiben: Hier wird der theoretische Rahmen zwischen formalem Training und informellen Szenen abgesteckt sowie die Bedeutung von informellem Lernen für die Jugendarbeit erörtert.
Lebenswelten Jugendlicher - Wer Sind Wir? Wer Wollen Wir Sein?!: Dieses Kapitel widmet sich den sich wandelnden Lebenswelten Jugendlicher und den Bedürfnissen, die ihre Motivation zur Teilnahme an organisierten Angeboten beeinflussen.
Bindung & Dropout: Hier werden psychologische Bindungstheorien auf den Sportkontext übertragen, um Dropout-Ursachen zu verstehen und Ansätze zur langfristigen Bindung im Verein zu identifizieren.
Freiwilliges Engagement Im Sportverein: Der Fokus liegt auf den Motiven und strukturellen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um Jugendliche zu ehrenamtlichem Engagement zu motivieren.
Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen und bereitet den empirischen Teil vor, der das Jugendclub-Modell näher betrachtet.
Das Modell „Jugendclub“: Eine Fachbereich Speziell Für Jugendliche: Dieses Kapitel stellt das spezifische Untersuchungsmodell des ASC Göttingen vor, inklusive der qualitativen Analyse der Interviews mit Verantwortlichen und Teilnehmern.
Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und die Stärken sowie Herausforderungen des untersuchten Modells im Hinblick auf die Zukunft der Sportvereinsarbeit reflektiert.
Jugendarbeit, Sportverein, informelles Lernen, Bindung, Dropout, Freiwilliges Engagement, Jugendliche, ASC Göttingen, Vereinsorganisation, Sportvermittlung, Trendsport, Partizipation, Jugendclub, Vereinsbindung, Motivationspsychologie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, dass Sportvereine Schwierigkeiten haben, Jugendliche langfristig an sich zu binden. Sie untersucht, wie sich informelle Strukturen in den formellen Vereinsbetrieb integrieren lassen.
Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen formellem und informellem Sport, die Untersuchung jugendlicher Lebenswelten, die Analyse von Bindungsprozessen sowie die Rolle des freiwilligen Engagements.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob das Modell des „Jugendclubs“ die Attraktivität von Sportvereinen für Jugendliche steigern kann, um so Dropout-Tendenzen entgegenzuwirken.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus problemzentrierten Leitfadeninterviews, die im Anschluss mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Bildungsbegriff, Bindungstheorien) und einen empirischen Teil, in dem das Modell des ASC Göttingen anhand von Experteninterviews detailliert analysiert wird.
Wichtige Begriffe sind Jugendarbeit, informelles Lernen, Vereinsbindung, Dropout-Prävention, ehrenamtliches Engagement und organisierte Sportentwicklung.
Die Akteure sehen den Jugendclub als einen notwendigen „geschützten Raum“, der den Jugendlichen Autonomie und Mitbestimmung ermöglicht, was wiederum die Identifikation mit dem Verein stärkt.
Die Rolle wandelt sich vom instruierenden Lehrer hin zum Coach oder Begleiter, der den Jugendlichen Freiräume lässt, anstatt sie durch starre Hierarchien zu reglementieren.
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