Masterarbeit, 2012
117 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen und Theorien
2.1 Definition Arbeitszufriedenheit
2.2 Definition Psychotherapiestation bzw. stationäre Psycho- therapie
2.3 Vorstellung Bereich Psychosomatik der Kinderabteilung im Wilhelminenspital
2.4 Definition Arbeitsfreude in Abgrenzung zum Begriff Arbeitszufriedenheit
2.5 Theorien und Modelle zur Arbeitszufriedenheit
2.5.1 2-Faktoren-Theorie von Herzberg, Mausner und Syndermann
2.5.2 Modell nach Lawler
2.5.3 Modell von Locke
2.5.4 Modell von Bruggemann
2.5.5 Variable, die die Arbeitszufriedenheit beeinflussen
2.6 Bisherige Studien zum Thema Arbeitszufriedenheit
2.6.1 Allgemeines Pflegepersonal
2.6.2 Psychiatrisches Personal
2.6.3 Leitende Forschungsfrage
3 Vorgangsweise für die empirische Arbeit
3.1 Verwendetes Modell
3.2 Verwendete empirische Methoden
3.2.1 Qualitativ orientiert
3.2.2 Quantitativ orientiert
3.2.3 Durchführung und Setting der empirischen Forschung
4 Ergebnisse
4.1 Quantitative Ergebnisse
4.1.1 Methodik der Auswertung
4.1.2 Univariate, beschreibende Statistik
4.1.3 Bivariate, testende Statistik
4.2 Qualitative Ergebnisse
4.2.1 Methodik und Durchführung der Qualitativen Inhaltsanalyse
4.2.2 Inhaltliche Ergebnisse der Qualitativen Inhaltsanalyse
4.2.3 Häufigkeit der genannten, an der Arbeit geschätzten Faktoren
4.2.4 Häufigkeit der genannten, an der Arbeit nicht geschätzten Faktoren
4.3 Diskussion
4.3.1 Verwendete Methoden
4.3.2 Erhaltene Ergebnisse
5 Resümee
5.1 Quantitative Ergebnisse
5.2 Qualitative Ergebnisse
5.2.1 Gemeinsame Ergebnisse
5.2.2 Bereits ausgeschiedene Mitarbeiter
5.2.3 Tätig-aktive Mitarbeiter
5.2.4 Empfehlungen für die Stationsleitung
5.2.5 Abschließendes Fazit
5.3 Ausblick
5.4 Persönliches
Die vorliegende Masterthesis untersucht die Faktoren, die die Arbeitszufriedenheit von Pflegepersonal auf Kinder- und Jugendpsychotherapiestationen in Wien beeinflussen, um auf Basis dieser Erkenntnisse Handlungsempfehlungen für die Stationsleitung abzuleiten.
2.1 Definition Arbeitszufriedenheit
Weinert definiert Arbeitszufriedenheit folgendermaßen: „Positive Gefühle und Einstellungen eines Beschäftigten gegenüber seiner Arbeit“ (Weinert 2004, 245). Er führt aus, dass sich die Arbeitszufriedenheit aus drei Dimensionen zusammensetzt.(vgl. Weinert 2004). Und weiter: „(1) Es ist eine emotionale Reaktion auf die Arbeitssituation“ (2) Arbeitszufriedenheit wird oft davon bestimmt, in welchem Maße das Arbeitsergebnis die Erwartungen übertrifft; (3) Arbeitszufriedenheit repräsentiert mehreren miteinander in Bezug stehende Einstellungen.“ (Weinert 2004, 246).
Nach Bruggemann, Groskurth und Ulich ist Arbeitszufriedenheit die „Zufriedenheit mit einem gegebenen betrieblichen Arbeitsverhältnis (Bruggeman, Groskurth & Ulich 1975, 13). Näher beschreiben diese Autoren Arbeitszufriedenheit als „eine Attitüde, die das Arbeitsverhältnis, mit allen Aspekten, hinsichtlich der Beurteilungsdimension „zufrieden - unzufrieden“ betrifft“ (Bruggemann, Groskurth & Ulich 1975, 19).
Es gibt zahlreiche Untersuchungen zum Thema Arbeitszufriedenheit. Gruneberg (1979) etwa führt das große Interesse an der Arbeitszufriedenheit darauf zurück, dass durch Faktoren wie die Fluktuation von Arbeitnehmern, Ausfallzeiten und Produktivität direkt beeinflusst werden. Dies wiederum stehe im Zusammenhang mit der Betriebseffektivität. Staw (1984) bestätigt dies, indem er betont, dass es einen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit, Dienstabwesenheiten und Personalwechsel gibt. Dadurch wird Arbeitszufriedenheit für den Pflegeberuf besonders interessant.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Arbeitszufriedenheit bei Pflegepersonal auf Psychotherapiestationen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit vor.
2 Begriffsbestimmungen und Theorien: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen zur Arbeitszufriedenheit sowie verschiedene theoretische Modelle und der Kontext der Psychosomatik im Wilhelminenspital erläutert.
3 Vorgangsweise für die empirische Arbeit: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Kombination aus quantitativer Befragung mittels Fragebögen und qualitativer Inhaltsanalyse von Interviews.
4 Ergebnisse: Hier werden die gewonnenen Daten aus der quantitativen statistischen Auswertung sowie die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse detailliert dargestellt und diskutiert.
5 Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und leitet daraus konkrete Empfehlungen für die Stationsleitung sowie einen Ausblick ab.
Arbeitszufriedenheit, Pflegepersonal, Kinderpsychosomatik, Jugendpsychotherapie, stationäre Therapie, qualitative Inhaltsanalyse, quantitative Befragung, Patientenbeziehung, Arbeitsbelastung, Aggression, Stationsleitung, Teamarbeit, Psychotherapiestation, Wien, Personalmanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Arbeitszufriedenheit von Pflegepersonal auf Kinder- und Jugendpsychotherapiestationen in Wien.
Zentrale Themen sind die Einflussfaktoren auf die Arbeitszufriedenheit, der Umgang mit aggressiven oder autoaggressiven Patienten sowie die Bedeutung des Stationsklimas.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Faktoren bestimmen die Arbeitszufriedenheit von Pflegepersonal auf Kinder- und Jugendpsychotherapiestationen in Wien?“
Es wurde ein methodischer Mix gewählt: eine quantitative Auswertung von 27 Fragebögen sowie eine qualitative Inhaltsanalyse von leitfadengestützten Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung des empirischen Vorgehens und die detaillierte Analyse der quantitativen und qualitativen Ergebnisse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Arbeitszufriedenheit, Pflegepersonal, Psychosomatik, Patientenbeziehung, Arbeitsbelastung und Stationsleitung.
Die qualitativen Ergebnisse zeigen, dass die Möglichkeit, eine intensive Beziehung zu den Patienten aufzubauen und diese im Alltag zu begleiten, eine enorme Bedeutung für die Arbeitszufriedenheit hat.
Als besonders belastend werden aggressive Situationen mit Patienten empfunden, insbesondere dann, wenn Pflegepersonen allein im Nachtdienst tätig sind.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass flache Hierarchien und eine unterstützende Führungskultur für das Empfinden von Zufriedenheit essentiell sind, während intransparente Entscheidungen von übergeordneten Stellen negativ wirken.
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