Seminararbeit, 2011
17 Seiten
1. Einleitung
2. Afrika vor dem Sklavenhandel
2.1 Inner-afrikanische Sklaverei
2.2 Politische Bildungen
3. Die Mitwirkung von Afrikanern am Transatlantischen Handel
3.1 Allgemeines
3.2 Ablauf des Sklavenhandels in Afrika
4. Auswirkungen des Sklavenhandels
4.1 Allgemeine Auswirkungen
4.2 Politische Auswirkungen
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert die Rolle afrikanischer Akteure innerhalb des Transatlantischen Dreieckshandels, um die Mechanismen des Sklavenhandels in Afrika sowie dessen soziopolitische Konsequenzen für die betroffenen Regionen zu beleuchten.
3.2 Ablauf des Sklavenhandels in Afrika
Wie aus dem vorigen Kapitel klar wurde, war der Schwerpunkt des Sklavenhandels in West-Zentralafrika und damit auf dem Gebiet des ehemaligen Königreichs Kongo. Dieses Königreich machte schon sehr früh Kontakt mit europäischen, nämlich portugiesischen Händlern. Portugal hatte großen Einfluss auf den dortigen König, welcher sich sogar taufen ließ und den Namen Alfonso I. annahm. Der Handel, auch mit Sklaven, setzte ein und hatte alsbald gravierende Auswirkungen, wie Alfonso I. in einer Protestnote an den portugiesischen König ausführt:
“Each day the traders are kidnapping our people - children of this country, sons of our nobles and vassals, even people of our own family. This corruption and depravity are so widespread that our land is entirely depopulated”
Bereits bei dieser Darstellung werden die Folgen des Sklavenhandels für die Bevölkerungen deutlich, indem ganze Landstriche entvölkert sind. Die Rolle der afrikanischen Mittelsmänner fehlt jedoch. Wie Herbert S. Klein in seinen Ausführungen klarstellt, waren die europäischen Händler nämlich „totally dependent on African sellers for the delivery of slaves.“ Im Folgenden sollen zeitgenössische Darstellungen das Mitwirken dieser afrikanischen Mittelsmänner verdeutlichen.
1. Einleitung: Einführung in den Transatlantischen Dreieckshandel und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Rolle afrikanischer Mittelsmänner.
2. Afrika vor dem Sklavenhandel: Untersuchung der vorkolonialen afrikanischen Gesellschaftsstruktur, insbesondere der Existenz inner-afrikanischer Sklaverei und politischer Machtgebilde.
3. Die Mitwirkung von Afrikanern am Transatlantischen Handel: Analyse der Mechanismen, durch die afrikanische Eliten und Mittelsmänner den Handel mit den Europäern organisierten und beeinflussten.
4. Auswirkungen des Sklavenhandels: Erörterung der verheerenden demografischen Folgen sowie der politischen Destabilisierung und Machtverschiebung in afrikanischen Regionen.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Kooperation zwischen europäischen Händlern und afrikanischen Eliten sowie die langfristigen Folgen für den Kontinent.
Transatlantischer Dreieckshandel, Sklavenhandel, Afrika, Westafrika, Königreich Kongo, afrikanische Mittelsmänner, Kolonialismus, Bevölkerungsentwicklung, politische Machtverschiebungen, Subsistenzwirtschaft, Sklaverei, Ashanti-Reich, Demografie, Machtpolitik.
Die Arbeit untersucht die aktive Rolle afrikanischer Akteure im Transatlantischen Dreieckshandel und beleuchtet die Interaktion zwischen europäischen Händlern und afrikanischen Mittelsmännern.
Die zentralen Themen umfassen die vorkoloniale Gesellschaftsstruktur in Afrika, die Logistik des Sklavenhandels vor Ort sowie die daraus resultierenden sozialen und politischen Folgen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Sklavenhandel kein rein europäisches Unterfangen war, sondern dass afrikanische Eliten maßgeblich am Handel beteiligt waren und daraus politischen Nutzen zogen.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Sekundärliteratur und zeitgenössischen Primärquellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Status quo vor der Ankunft der Europäer, die Analyse der Handelsabläufe und die detaillierte Darstellung der politischen sowie demografischen Auswirkungen.
Wichtige Begriffe sind Sklavenhandel, transatlantische Handelsbeziehungen, afrikanische Mittelsmänner, machtpolitische Expansion und die soziokulturellen Folgen der Versklavung.
Der König des Kongos, Alfonso I., protestierte in seinen Schriften gegen die Praxis, da sie zu Entvölkerung und dem Zusammenbruch der sozialen Ordnung in seinem Reich führte.
Das Ashanti-Reich nutzte den Sklavenhandel und den Austausch gegen europäische Waffen zur massiven eigenen Machtausweitung und Zentralisierung in der Region des heutigen Ghana.
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