Bachelorarbeit, 2011
40 Seiten
I. GRUNDLAGEN DER AUFSICHT UND REGULIERUNG
A. Einleitung
B. Wichtigkeit der Aufsicht und Regulierung
C. Ansteckungsgefahr innerhalb des Finanzsystems bei Schocks
II. AUSGESTALTUNG DES NEUEN EUROPÄISCHEN FINANZAUFSICHTSSYSTEMS
A. Der europäische Ausschuss für Systemrisiken – ESRB
1. Zweck und Aufgaben
2. Organisation und Stellung
B. Die drei neuen Europäischen Aufsichtsbehörden
1. Zweck und Aufgaben
2. Befugnisse
3. Organisation
C. Das Gesamtsystem
III. KRITISCHE WÜRDIGUNG
A. Das ESRB
B. Die ESAs
C. Das Gesamtsystem
Die Arbeit untersucht das neu geschaffene europäische Finanzaufsichtssystem und bewertet, inwieweit die Empfehlungen des de Larosière-Berichts durch die verabschiedeten EU-Verordnungen in die formale Ausgestaltung der Institutionen integriert wurden.
C. Ansteckungsgefahr innerhalb des Finanzsystems bei Schocks
Das regelmäßige Auftreten von Finanzkrisen führt per se schon zu der Annahme, dass der Finanzsektor besonders anfällig für Schocks zu sein scheint. Das nachfolgende Modell wird diese Beobachtung etwas formaler untersuchen. Der Grundgedanke ist, dass Schocks, welche zu Beginn nur wenige Institute oder bestimmte Bereiche der Wirtschaft treffen, über Ansteckungseffekte (Contagion) auf das übrige Finanzsystem übergreifen. Es wird nur ein bestimmter Kanal betrachtet, über den es zu einer Ansteckung kommen kann und zwar der, der aus den sich überschneidenden Forderungen innerhalb des Finanzsystems entsteht. Wenn zum Beispiel nur eine bestimmte Region unter einer Finanzkrise leidet, so würden Institute in anderen Regionen einen Verlust verzeichnen, indem sie gezwungen wären ihre Forderungen gegen jene Region abzuschreiben. Wenn dieser Übertragungseffekt (Spillover Effect) stark genug ist, so führt er zu einer Krise in den angrenzenden Gebieten. Im schlimmsten Fall würde die Krise von Region zu Region getragen und es käme zu einer Ansteckung innerhalb des Gesamtsystems (Contagion).
I. GRUNDLAGEN DER AUFSICHT UND REGULIERUNG: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Gründe für eine staatliche Finanzaufsicht und analysiert die Entstehung von systemischen Risiken durch Vernetzung anhand eines formalen Modells.
II. AUSGESTALTUNG DES NEUEN EUROPÄISCHEN FINANZAUFSICHTSSYSTEMS: Hier werden die Struktur, der Zweck, die Aufgaben und die Befugnisse des neuen Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) sowie der drei neuen europäischen Aufsichtsbehörden detailliert beschrieben.
III. KRITISCHE WÜRDIGUNG: Dieses Kapitel bewertet die neue Architektur der europäischen Finanzaufsicht kritisch anhand der ursprünglichen Empfehlungen des de Larosière-Berichts und diskutiert verbleibende Herausforderungen.
Finanzaufsicht, Regulierung, Europäisches Finanzaufsichtssystem, ESFS, ESRB, Europäische Aufsichtsbehörden, ESAs, Systemrisiko, Ansteckungseffekt, Makroaufsicht, Mikroaufsicht, Finanzkrise, Banken, Finanzmarktstabilität, Contagion.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse und Würdigung des neuen europäischen Finanzaufsichtssystems, welches infolge der globalen Finanzkrise ab 2007/2008 eingeführt wurde.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Finanzregulierung, der Funktionsweise des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) und der Organisation sowie den Befugnissen der neuen europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESAs).
Das Ziel ist zu prüfen, ob die formale Ausgestaltung der neuen EU-Institutionen den Empfehlungen des de Larosière-Berichts entspricht und inwieweit das System als Antwort auf die Finanzkrise wirksam ist.
Der Autor kombiniert eine theoretische Fundierung durch ökonomische Modelle (z.B. Diamond/Dybvig, Allen/Gale) mit einer detaillierten Analyse der rechtlichen EU-Verordnungen und des de Larosière-Berichts.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der institutionellen Ausgestaltung (ESRB und ESAs) und deren anschließende kritische Bewertung hinsichtlich Effizienz, Befugnissen und der Zielsetzung der Harmonisierung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Systemrisiko, Finanzmarktstabilität, Makro- und Mikroaufsicht sowie die europäische Architektur der Finanzkontrolle charakterisiert.
Es ist relevant, da es den Staat politisch zum Eingreifen zwingt, wenn systemrelevante Banken zu scheitern drohen, weshalb eine präventive Regulierung zur Minimierung dieses Risikos unerlässlich ist.
Die EZB übernimmt administrative, statistische und analytische Unterstützungsaufgaben und stellt durch ihre zentrale Rolle im Währungssystem das notwendige Know-how zur Verfügung.
Im Gegensatz zu den früheren Ausschüssen besitzen die ESAs eine eigene Rechtspersönlichkeit, ein eigenes Budget und verfügen über hoheitliche Befugnisse zur Durchsetzung von Standards.
Der Autor bewertet das System insgesamt positiv, da die Kernvorschläge des de Larosière-Berichts umgesetzt wurden, weist jedoch darauf hin, dass die praktische Wirksamkeit noch durch künftige Erfahrungen bewiesen werden muss.
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