Bachelorarbeit, 2012
199 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Definition des Journalismus
2.2 Journalismus im Wandel
2. 3 Informationsbeschaffung im Zeitalter des Web2.0
3. Der Modejournalismus
3.1 Verortung in den Fachjournalismus
3.2 Definition der Mode
3.3 Definition des Modejournalismus
4. Weblogs
4.1 Definition von Weblogs und ihre Bedeutung in der Modebranche
5. Empirischer Teil
5. 1 Forschungsstand
5.2 Forschungsleitende Frage und theoretische Vorüberlegungen
5. 3 Darstellung der Methodenauswahl: Experteninterviews
5.4 Entwicklung des Interviewleitfadens
5.5 Rahmenbedingungen der Experteninterviews
5.6 Auswertung
6. Forschungsergebnisse
6.1 Darstellung der Forschungsergebnisse
6.2 Interpretation
6.3 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
6.4 Abschließender Interview-Bericht
7. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Relevanz von Weblogs für den Modejournalismus im Zeitalter des Web 2.0, insbesondere im Hinblick auf die Informationsbeschaffung und Arbeitsweise von Modejournalisten. Dabei wird analysiert, ob Modeblogs als ernstzunehmende Informationsquelle dienen oder lediglich als Inspirationsquelle fungieren und inwiefern sie den traditionellen Modejournalismus ergänzen oder herausfordern.
3.3 Definition des Modejournalismus
Mode und Literatur haben eine Eigenschaft gemeinsam, sie versuchen einen Gegenstand durch eine Beschreibung anderen zu vermitteln (vgl. Barthes 1985, 22). Um jemandem zu erklären oder zu erläutern, wie ein Kleidungsstück aussieht, werden Wörter zur Beschreibung benutzt. Die gleichen Wörter, die auch in der Literatur etwas beschreiben. (vgl. Barthes 1985, 22) Grundsätzlich kann eine Modebeschreibung mit Wörtern mündlich, als auch schriftlich erfolgen. Der Modejournalismus findet jedoch seinen Ursprung in der geschriebenen Modebeschreibung.
Der Schriftsteller Jean Donneau de Visé 1672 veröffentlichte in seiner Zeitschrift „Mercure galant“ die ersten Texte über die Mode (vgl. Dernbach 2010, 181). In Frankreich erschien 1785 die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich mit dem Thema Mode befasste. Die erste deutsche Modezeitschrift, das Journal des Luxus und der Moden, erschien 1786. (vgl. Dernbach 2010, 181) Zu dieser Zeit bestanden Modezeitschriften hauptsächlich aus Beschreibungen, Texten und teilweise per Hand gezeichneten Bildern und fanden zunehmend Absatz bei der weiblichen Leserschaft (vgl. Dernbach 2010, 181). Durch die Entwicklung der Drucktechnik und Fotografie schritt auch die Entwicklung der Modezeitschriften im 18. und 19. Jahrhundert voran (vgl. Dernbach 2010, 181). Die im Frankreich des 18. Jahrhunderts entstandenen Modejournale stellten eine wichtige Entwicklung des Modejournalismus dar.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Modeberichterstattung durch Weblogs und formuliert das Erkenntnisinteresse an der Relevanz dieser neuen Medien für professionelle Journalisten.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert Journalismus sowie dessen Wandel im Zeitalter des Web 2.0 und diskutiert grundlegende Methoden der Informationsbeschaffung.
3. Der Modejournalismus: Hier wird der Modejournalismus als Fachjournalismus verortet, der Begriff Mode definiert und die historische sowie aktuelle Entwicklung des Modejournalismus erläutert.
4. Weblogs: Das Kapitel definiert Weblogs als Teil des Web 2.0 und beleuchtet ihre Bedeutung, Funktion und Popularität in der modernen Modebranche.
5. Empirischer Teil: Die Methodik der Experteninterviews wird begründet und das Forschungsdesign zur Untersuchung der Arbeitspraktiken im Modejournalismus dargestellt.
6. Forschungsergebnisse: Die erhobenen Daten aus den Interviews werden präsentiert, analysiert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Arbeitsalltag und die Recherche im Modejournalismus interpretiert.
7. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst zusammen, dass Weblogs zwar keine Verdrängung des klassischen Modejournalismus bedeuten, aber als Inspirationsquelle und Mittel zur Trendbeobachtung zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Modejournalismus, Weblogs, Modeblogs, Web 2.0, Informationsbeschaffung, Experteninterviews, Journalismus im Wandel, Fachjournalismus, Recherche, Online-Journalismus, Mediennutzung, Modeproduktion, Modeberichterstattung, User-generated-content, Social Media.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Weblogs auf den Modejournalismus und wie professionelle Modejournalisten dieses neue Medium in ihre tägliche Arbeit und Informationsbeschaffung integrieren.
Die zentralen Themen sind der Journalismuswandel durch das Web 2.0, die Definition und Praxis des Modejournalismus sowie die Rolle und Glaubwürdigkeit von Modeblogs.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, welche Relevanz Modeblogs für Modejournalisten bei ihrer Arbeit haben und ob diese als Informationsquelle oder lediglich als Inspiration dienen.
Die Arbeit nutzt die qualitative Sozialforschung in Form von Experteninterviews mit zehn Modejournalisten, um fundierte Einblicke in die Branche zu erhalten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Journalismus und Modejournalismus sowie die empirische Untersuchung der Arbeitsweisen, Recherchemethoden und Einstellungen der befragten Experten zu Modeblogs.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Modejournalismus, Weblogs, Informationsbeschaffung, Web 2.0 und Experteninterviews charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass Modeblogs von den meisten Journalisten eher zur Inspiration und zum Themenanstoß genutzt werden; als primäre, verifizierende Informationsquelle werden sie aufgrund fehlender journalistischer Standards oft skeptisch betrachtet.
Es zeigt sich, dass etablierte Magazine beginnen, die Blog-Funktion in ihre eigenen Onlinepräsenzen zu integrieren, anstatt Blogs nur als reine Konkurrenz zu betrachten.
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