Hausarbeit (Hauptseminar), 2011
18 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. EINLEITUNG
1.1 Thema und Eingrenzung
1.2 Literatur und Forschungsstand
1.3 Studie
2. DIE ELEKTRONISCHEN MEDIEN
2.1 Der Begriff Web 2.0 und seine Besonderheiten
2.2 Politiker als Akteur politischer Kommunikation im Web 2.0
2.3 Politiker als Medienproduzenten im Web 2.0
2.4 Zwischenfazit
3. PODCASTING – RADIO DER ZUKUNFT?
3.1 Podcasts als Medium politischer Kommunikation
3.2 Praxisbeispiel: der Videocast der Bundeskanzlerin Angela Merkel
3.3 Fazit Podcasts
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Internets, insbesondere des Web 2.0, als Medium politischer Kommunikation mit Fokus auf die Nutzung durch Politiker. Das primäre Erkenntnisinteresse liegt in der Analyse, ob und wie politische Akteure die Potenziale digitaler Kanäle und neuer Formate wie Podcasts für die direkte Kommunikation mit den Bürgern erkannt und ausgeschöpft haben.
3.2 PRAXISBEISPIEL: DER VIDEOCAST DER BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL
Die Bundeskanzlerin hat die „reichweitenstarke Technik“ (Löser & Peters, 2007, S. 143) als Erste für sich entdeckt: Ihr Podcast "Angela Merkel - die Kanzlerin direkt" enthält wöchentlich Beiträge im Audio- und Videoformat.
Die aktuelle Video-Ausgabe „Kampf gegen den Terrorismus“ von Angela Merkel, in dem diese die Terroranschläge des 11. Septembers thematisiert, ist am 3.09.2011 erschienen (Die Bundeskanzlerin, 2011).
Veröffentlicht und gestartet ist der erste Video-Podcast von Angela Merkel pünktlich zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft am 8. Juni 2006.
Die Sendungen, in denen Merkel jeden Samstag mit kurzen sachlichen, fast schon trockenen und monotonen Videobotschaften die Politik der Bundesregierung veranschaulichen und den Bürgern Motive und Hintergründe der Entscheidungen und Zielsetzungen aktuell erläutern will, sind unter der Adresse www.bundeskanzlerin.de, aber auch in mehreren anderen deutschen Podcast-Portalen zu finden, dazu zählt unter anderem auch Apples iTunes Music Store.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die wachsende Bedeutung des Internets für die politische Kommunikation und legt das Ziel der Arbeit fest, die Rolle politischer Akteure im Web 2.0 zu untersuchen.
2. DIE ELEKTRONISCHEN MEDIEN: Dieses Kapitel definiert das Web 2.0, erläutert die veränderte Rolle von Politikern als Medienproduzenten und zieht ein Zwischenfazit zur Medialisierung der Politik.
3. PODCASTING – RADIO DER ZUKUNFT?: Das letzte Kapitel analysiert das Format Podcasting als Instrument der politischen Kommunikation und untersucht den Videocast der Bundeskanzlerin als Praxisbeispiel.
Politische Kommunikation, Web 2.0, Internet, Politiker, Medienproduzenten, Podcasting, Videocast, Angela Merkel, Online-Kampagne, Medialisierung, Online-Kommunikation, Social Web, Politische Akteure, Digitale Medien, Partizipation.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung des Internets und insbesondere des Web 2.0 durch Politiker zur Kommunikation mit den Bürgern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Medialisierung der Politik, der Rolle von Politikern als eigenständige Medienproduzenten im Netz und dem speziellen Format des Podcastings.
Das Ziel ist festzustellen, ob und inwieweit politische Akteure die Potenziale des Internets bisher erkannt haben und zur direkten Kommunikation nutzen.
Die Arbeit basiert überwiegend auf Literaturstudien sowie der Auswertung aktueller Studien und Erhebungen zum politischen Internetnutzungsverhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Betrachtung der elektronischen Medien und des Web 2.0 sowie in eine Analyse von Podcasts als Medium politischer Kommunikation anhand eines Praxisbeispiels.
Die wichtigsten Begriffe sind Politische Kommunikation, Web 2.0, Podcasting, Online-Kampagne und Medialisierung.
Angela Merkel war die erste Regierungschefin, die dieses innovative Format regelmäßig nutzte, weshalb ihr Podcast als Vorbild für die Untersuchung dient.
Die Arbeit stellt fest, dass die Reichweite des Videocasts im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sehr gering ist, was Fragen zur Rechtfertigung der Produktionskosten aufwirft.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass bisher kaum eine wirkliche Interaktion stattfindet, da die Kommunikation meist unidirektional vom Politiker zum Bürger verläuft.
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