Examensarbeit, 2011
92 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlage
2.1 Soziale Beziehungen
2.2 Freundschaft
2.3. Soziales Netzwerk
2.4. Peer-Groups
2.5 Computervermittelte Kommunikation
3. Das Phänomen des Social Networking auf der Basis von Web 2.0
3.1. Social Software
3.2. Social Networking Sites
4. Empirische Grundlage: Forschungsstudien
4.1 Kurzer Überblick: Zielsetzung, Datenlage und Methoden der Studien
4.2 Allgemeine Ergebnisse der Studien
5. Betrachtung von kritischen Hypothesen zu den psychosozialen Folgen von SNS
5.1. Sozialer Beziehungsverlust
5.2. Flucht in virtuelle Beziehungen
5.3. Entwicklung neuer Beziehungen
5.4. Freundeslisten
5.5. Freundschaftsbegriff
5.6. Kommunikation
5.7. Zusammenfassung der Thesen und Hypothesen
6. Exkurs: Gefahr der Cybermobbing
7. Medienerziehung in der Schule
8. Resumée: Chancen und Risiken von SNS
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von sozialen Netzwerken im Internet auf Jugendliche und deren soziale Beziehungen. Ziel ist es, kritische Thesen – wie den vermeintlichen Verlust sozialer Kompetenzen oder die Verflachung von Freundschaften – wissenschaftlich zu prüfen und auf ihren Realitätsgehalt zu hinterfragen.
2.2 Freundschaft
Nachdem erarbeitet wurde wie sich soziale Beziehungen definieren, geht es nachfolgend darum, „Freundschaften“, als eine Form der sozialen Beziehungen, genauer zu betrachten. Der Begriff „Freundschaft“ stellt einen wichtigen Baustein des kritischen Ansatzes dieser Arbeit dar. Ein Schüler berichtet, er habe 348 Freunde bei Facebook! Eine solche Aussage ist in vielerlei Hinsicht kritisch zu betrachten. „Freundschaften“ auf Social Networking Sites (SNS) werden oftmals dahingehend kritisiert, dass diese keine „echten Freundschaften“ sein könnten und kein Mensch auf der Welt mehrere hundert Freunde haben kann. Das Schlagwort der Kritik ist der schon erwähnte „soziale Beziehungsverlust“, der vor allem bei Jugendlichen befürchtet wird.
Die damit verbundene Problematik, dass in der heutigen Zeit, die von sozialen Online-Netzwerken geprägt ist, bereits lose und flüchtige Bekanntschaften als Freunde angesehen werden, beschränkt und relativiert den Begriff „Freundschaft erheblich“17, wenn man davon ausgeht, dass ursprünglich von einer verlässlichen, engeren Bindung von zwei Menschen jenseits sexuellen Interesses ausgegangen wurde.
Facebook und andere vergleichbare Programme machen es möglich, dass „Freundschaften“ sehr schnell geknüpft werden.
Eine schnelle Suche, ein paar Klicks und schon ist man mit einem Schulkameraden aus der ersten Klasse befreundet, mit dem man zuletzt vor 10 Jahren Kontakt hatte, oder mit einer Bekanntschaft der Nachbarklasse, mit der man im gesamten bisherigen Leben zwei Sätze gewechselt hat.18
1. Einleitung: Einführung in das Thema soziale Netzwerke bei Jugendlichen und Darstellung der zentralen Fragestellung bezüglich des Einflusses von SNS auf soziale Beziehungen.
2. Theoretische Grundlage: Definition grundlegender Begriffe wie soziale Beziehungen, Freundschaft, soziale Netzwerke, Peer-Groups und computervermittelte Kommunikation als Basis der Untersuchung.
3. Das Phänomen des Social Networking auf der Basis von Web 2.0: Erläuterung der technischen und konzeptionellen Voraussetzungen durch Social Software und Social Networking Sites.
4. Empirische Grundlage: Forschungsstudien: Vorstellung der verwendeten Studien (JIM-Studie 2010 und Jugend 2.0) und deren allgemeine Ergebnisse zur Internetnutzung.
5. Betrachtung von kritischen Hypothesen zu den psychosozialen Folgen von SNS: Detaillierte Analyse und Überprüfung kritischer Thesen bezüglich der sozialen Auswirkungen von SNS auf Jugendliche.
6. Exkurs: Gefahr der Cybermobbing: Untersuchung der spezifischen Gefahr des Cybermobbings als negative Konsequenz der Internetnutzung.
7. Medienerziehung in der Schule: Darstellung der Aufgaben und Möglichkeiten von Schulen und Lehrkräften im Rahmen der Medienerziehung.
8. Resumée: Chancen und Risiken von SNS: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Bedeutung sozialer Netzwerke.
Soziale Netzwerke, Jugendliche, Internet, Social Networking Sites, Freundschaft, Kommunikation, Cybermobbing, Web 2.0, Peer-Groups, Medienkompetenz, Soziale Beziehungen, Identitätsentwicklung, Computervermittelte Kommunikation, JIM-Studie, Jugend 2.0
Die Arbeit analysiert den Einfluss von sozialen Netzwerken im Internet auf Jugendliche und deren soziale Beziehungen, wobei kritische Hypothesen zu möglichen negativen Auswirkungen wissenschaftlich untersucht werden.
Die zentralen Themen sind soziale Interaktion im Internet, die Definition und Veränderung von Freundschaftsbegriffen in digitalen Räumen, die Bedeutung von Peer-Groups sowie die Herausforderungen durch Cybermobbing und Medienerziehung.
Das primäre Ziel ist es, zu eruieren, ob in Bezug auf soziale Netzwerke tatsächlich von einem sozialen Beziehungsverlust bei Jugendlichen gesprochen werden kann oder ob diese Netzwerke eher positive Chancen bieten.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Auswertung aktueller empirischer Studien (u.a. JIM-Studie 2010 und Studie Jugend 2.0).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Auseinandersetzung mit Social Software, die Vorstellung empirischer Daten zur Nutzung und die detaillierte Überprüfung verschiedener Thesen zu psychosozialen Folgen.
Wesentliche Begriffe sind Soziale Netzwerke, Jugendliche, Freundschaft, Kommunikation, Cybermobbing und Medienkompetenz.
Nein. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Hypothese eines sozialen Beziehungsverlusts durch SNS widerlegt werden kann; vielmehr dienen diese Plattformen häufig dem Erhalt und der Intensivierung von Kontakten.
Schulen haben einen klaren Erziehungsauftrag. Die Arbeit betont, dass Wissen über Cybermobbing geschaffen und ein positives Klassenklima gefördert werden muss, um präventiv gegen diese Gefahren vorzugehen.
Die Arbeit zeigt auf, dass Jugendliche trotz großer Freundeslisten sehr wohl zwischen engen Freunden und bloßen Bekanntschaften unterscheiden können, weshalb die reine Quantität der Freunde auf SNS nur bedingt aussagekräftig für die Qualität einer Beziehung ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

