Magisterarbeit, 2009
150 Seiten, Note: 1,1
Diese Magisterarbeit befasst sich mit der Darstellung von Natur in der italienischen Lyrik des Cinquecento, insbesondere im Werk von weiblichen Autorinnen. Sie untersucht, wie diese Autorinnen sich von der Natur inspirieren ließen und dabei auf Petrarca sowie auf die römische Literatur Bezug nahmen. Das Ziel ist es, die vielseitigen Möglichkeiten der Naturdarstellung aufzuzeigen und Unterschiede zu den männlichen zeitgenössischen Autoren herauszuarbeiten.
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Natur in Petrarcas Canzoniere und stellt fest, dass es kaum Untersuchungen zum Thema der weiblichen Autoren des Cinquecento gibt. Die Arbeit will diese Lücke schließen und die vielfältigen Weisen der Naturinspiration bei den weiblichen Autorinnen erforschen.
Kapitel 1.2 beschäftigt sich mit dem literarhistorischen Kontext des weiblichen Petrarkismus. Es erläutert die Rolle der italienischen Sprache im 16. Jahrhundert und die Bedeutung von Petrarca als Vorbild für die Lyrik des Cinquecento.
Kapitel 2.1 analysiert verschiedene Formen der Verlebendigung der Natur durch Anrede und Zuteilung menschlicher Eigenschaften, z.B. die Naturapostrophe und die Darstellung der Natur als handelnde Instanz. Ein Exkurs betrachtet das Konzept der Seelenlandschaft.
Kapitel 2.2 befasst sich mit dem Topos des locus amoenus in den Gedichten der weiblichen Autorinnen und unterscheidet zwischen vollständigen und unvollständigen loca amoena.
Kapitel 2.3 untersucht die Beziehung zwischen Naturerscheinungen und antiken Mythen, sowohl biblischen als auch griechisch-römischen.
Weiblicher Petrarkismus, Naturlyrik, Cinquecento, italienische Lyrik, Naturapostrophe, locus amoenus, antike Mythen, Seelenlandschaft, literarische Vorbilder, Petrarca.
Die weiblichen Autorinnen nutzten die Natur als Inspiration, wobei sie menschliche Eigenschaften auf Naturerscheinungen übertrugen und diese oft direkt ansprachen (Naturapostrophe).
Ein literarischer Topos, der einen "lieblichen Ort" beschreibt, meist gekennzeichnet durch Bäume, Wasser, Gras und Vogelgesang, der als Rückzugsort dient.
Petrarca war das zentrale Vorbild für den Petrarkismus des 16. Jahrhunderts. Die Poetesse griffen seine Formsprache auf, entwickelten sie aber individuell weiter.
Dabei spiegelt die äußere Natur den inneren Gefühlszustand des lyrischen Ichs wider, ein Verfahren, das bereits im Cinquecento in Ansätzen zu finden ist.
Die Arbeit analysiert Texte von Vittoria Colonna, Gaspara Stampa, Veronica Gambara, Veronica Franco, Isabella di Morra, Laura Battiferri und Chiara Matraini.
Sowohl biblische als auch griechisch-römische Mythen dienen dazu, Naturphänomene zu poetisieren und ihnen eine tiefere, oft symbolische Bedeutung zu verleihen.
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