Bachelorarbeit, 2011
46 Seiten
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
3. Nutzen einer Währungsunion
3.1. Erweiterung der Geldfunktionen
3.2. Wegfall der Transaktionskosten
3.3. Beseitigung von Preisdiskriminierung
3.4. Wegfall der Wechselkursunsicherheit
4. Kosten einer Währungsunion
4.1. Umstellungskosten
4.2. Verlust von autonomer Geldpolitik und Wechselkursflexibilität
5. Die Theorie der optimalen Währungsräume
5.1. Arbeitskräftemobilität (Mundell)
5.2. Offenheitsgrad (McKinnon)
5.3. Produktionsdiversifizierung (Kenen)
6. Vergleich von Kosten und Nutzen
7. Die Anwendung auf Großbritannien
7.1. Konvergenz
7.2. Flexibilität
7.3. Investment
7.4. Finanzdienstleistungen
7.5. Wachstum, Stabilität und Beschäftigung
8. Fazit der fünf ökonomischen Tests
9. Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Sinnhaftigkeit eines Beitritts Großbritanniens zur Eurozone. Unter Rückgriff auf die Theorie der optimalen Währungsräume sowie die vom britischen Finanzministerium veröffentlichten „fünf ökonomischen Tests“ wird analysiert, inwieweit die britische Wirtschaft die notwendigen Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung erfüllt.
3.1. Erweiterung der Geldfunktionen
Ein wesentlicher Vorteil einer gemeinsamen Währung ist die Stärkung und Erweiterung der Geldfunktionen. Als Geldfunktionen bezeichnet man die verschiedenen Formen von Nutzen, die Geld stiften kann. Man unterscheidet hierbei die Zahlungsmittel- oder Tauschfunktion, die Wertaufbewahrungs- und die Recheneinheitsfunktion von Geld. Als Zahlungs- oder Tauschmittel macht Geld den aufwändigen und mit hohen Suchkosten verbundenen Naturaltausch zwischen Käufer und Verkäufer überflüssig. Die Wertaufbewahrungsfunktion ermöglicht es Konsumentscheidungen von heute in die Zukunft zu verlagern. Und die Recheneinheitsfunktion erlaubt es den Wert von Gütern in Einheiten derselben Bezugsgröße zu benennen (Mankiw/Taylor 2008:709). Mit zunehmender Größe des Währungsgebietes steigen auch die Geldfunktionen, da mehr Transaktionen ohne zusätzlich entstehende Kosten durchgeführt werden können (Paape 2000:112). Je mehr Menschen eine Währung akzeptieren, umso nützlicher wird sie. Ökonomen bezeichnen dies als Netzwerkeffekt (Baldwin/Wyplosz 2009:316).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Länder ihre nationale Souveränität aufgeben und sich einer Währungsunion anschließen sollten, und skizziert die wissenschaftliche Herangehensweise der Arbeit.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel erfolgt eine ökonomische Spezifikation des Begriffs der Währungsunion anhand der Evolutionsstufen monetärer Integration.
3. Nutzen einer Währungsunion: Hier werden die wesentlichen theoretischen Vorteile einer gemeinsamen Währung dargelegt, insbesondere die Erweiterung der Geldfunktionen und der Wegfall von Transaktionskosten.
4. Kosten einer Währungsunion: Dieses Kapitel thematisiert die makroökonomischen Risiken, vor allem den Verlust der geldpolitischen Autonomie und der Anpassung durch Wechselkursflexibilität bei asymmetrischen Schocks.
5. Die Theorie der optimalen Währungsräume: Die Arbeit erläutert hier die klassischen Kriterien von Mundell, McKinnon und Kenen, die definieren, wann ein Raum für eine einheitliche Währung geeignet ist.
6. Vergleich von Kosten und Nutzen: Die theoretischen Erkenntnisse werden in diesem Abschnitt grafisch zusammengeführt, um den optimalen Punkt der Handelsintegration für den Beitritt zu einer Währungsunion zu bestimmen.
7. Die Anwendung auf Großbritannien: Das umfangreichste Kapitel analysiert anhand der fünf ökonomischen Tests von Gordon Brown die spezifische Eignung Großbritanniens für den Euro-Beitritt.
8. Fazit der fünf ökonomischen Tests: Dieses Kapitel zieht das Resümee aus den Analysen der vorangegangenen Tests und kommt zu einer negativen Beitrittsempfehlung für den damaligen Zeitpunkt.
9. Schlussfolgerungen: Zum Abschluss wird hervorgehoben, dass die Theorie der optimalen Währungsräume eine praktische ökonomische Entscheidungshilfe bietet, die weit über rein akademische Überlegungen hinausgeht.
Währungsunion, Eurozone, Großbritannien, Theorie der optimalen Währungsräume, Kosten-Nutzen-Analyse, Konvergenz, Geldpolitik, Wechselkursflexibilität, Arbeitsmarkt, Finanzdienstleistungen, asymmetrische Schocks, Wirtschaftsraum, BIP, Inflation, Fiskalpolitik.
Die Arbeit analysiert die ökonomische Sinnhaftigkeit einer Einführung des Euro in Großbritannien unter Anwendung wissenschaftlicher Theorien über Währungsräume.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Nutzen- und Kosteneffekte von Währungsunionen sowie die empirische Prüfung der Konvergenz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens im Vergleich zur Eurozone.
Ziel ist es zu beantworten, ob es für Großbritannien ökonomisch ratsam ist, der Eurozone beizutreten, basierend auf den fünf ökonomischen Tests des britischen Finanzministeriums.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Kosten-Nutzen-Analyse auf Basis der Theorie der optimalen Währungsräume und ergänzt diese durch die empirische Auswertung makroökonomischer Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Währungsunionen und eine detaillierte Anwendung dieser Theorie auf die spezifische wirtschaftliche Situation Großbritanniens.
Währungsunion, Konvergenz, optimale Währungsräume, Geldpolitik und Euro-Beitritt.
Der Test prüft, ob die Konjunkturzyklen und wirtschaftlichen Strukturen Großbritanniens mit denen der Eurozone kompatibel sind, um asymmetrische Schocks zu vermeiden; die Analyse zeigt deutliche Divergenzen auf.
London profitiert als "Multi-Währungsmarkt" von Cluster-Effekten, die nicht zwingend von der Mitgliedschaft in der Eurozone abhängen, weshalb ein Beitritt für diesen Sektor nicht zwingend vorteilhaft ist.
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