Examensarbeit, 2003
126 Seiten, Note: 1,0
1. Stellung der Pilze im System der Lebewesen
2. Zytologie und Morphologie der Pilze
2.1 Morphologie des vegetativen Thallus
2.2 Zytologie
2.3 Morphologie der reproduktiven Strukturen
2.3.1 Anamorphe
2.3.2 Teleomorphe
2.3.2.1 Zygomycota
2.3.2.2 Ascomycota
2.3.2.3 Basidiomycota
3. Nomenklatur und Klassifizierung
4. Lebensweise der Pilze
4.1 Abiotische Faktoren
4.1.1 Temperaturansprüche
4.1.2 Wassergehalt
4.1.3 Ansprüche auf Acidität
4.1.4 Sauerstoff
4.1.5 Licht
4.1.6 Mineralstoffe
4.2 Verbreitung der Pilze
4.3 Unterschiedliche Lebensweisen
4.3.1 Saprophytische Pilze
4.3.1.1 Holzzersetzer
4.3.2 Symbiontische Pilze
4.3.2.1. Mykorrhizaformen
4.3.2.2 Ökologische Verbreitung der Mykorrhiza
4.3.2.3 Flechten
4.3.3 Parasitische Pilze
4.4 Wachstum der Pilze
5. Stoffwechsel der Pilze
5.1 Die Stoffklassen
5.2 Der Primärstoffwechsel
5.2.1 Erschließen von Kohlenstoffverbindungen
5.2.2 Der Kohlenhydratstoffwechsel
5.2.3 Abbau von Lipiden
5.2.4 Abbau von Proteinen
5.3 Der Sekundärstoffwechsel
5.3.1 Zeitpunkt der Sekundärmetabolitbildung
5.3.2 Stoffe und Stoffgruppen des Sekundärstoffwechsels
5.3.3 Verknüpfung zwischen Primär- und Sekundärstoffwechsel
6. Die Art Penicillium camemberti
6.1 Systematische Einordnung
6.2 Charakterisierung der Art
6.3 Herstellung von Camembertkäse und Rolle der Mikroorganismen
6.4 Mycotoxin Cyclopiazonsäure
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein experimentell fundiertes Unterrichtsmodell für die gymnasiale Oberstufe zu entwickeln, das mykologische Inhalte anhand des Schimmelpilzes Penicillium camemberti vermittelt, um die bestehende wissenschaftliche Ausgrenzung dieses Themengebiets an Schulen zu kompensieren.
2. Zytologie und Morphologie der Pilze
Pilze gehören zu den Eukaryonten. Damit besitzen die Zellen einen echten Zellkern, der durch die Kernhülle vom Cytoplasma abgetrennt ist. Auch sind die Organellen in der Zelle durch Membranen vom Cytoplasma abgetrennt. Durch den Besitz einer Zellwand unterscheiden sich die Pilze von den Animalia; durch das Fehlen von Chromoplasten und anderen Plastiden unterscheiden sich die Pilze von den Plantea. Grundformen der Pilzzellen sind entweder Hyphen oder die Sprosszellen der Hefen. Einheitliche Pilzzellen gibt es wegen der Polyphenie nicht; sie lassen sich aber auf Grund von Besonderheiten, insbesondere in Bau von Zellkern und Zellwand, von anderen Eukaryonten abgrenzen.[11]
Zellkern: Pilzzellen haben meist mehrere Zellkerne (polykarytisch) in einer Zelle, die auch genetisch verschieden (heterokaryotisch) sein können. Die Kernhüllen werden während der Mitose nicht aufgelöst (geschlossene Mitose). Die Nucleoli werden während der Prophase i.d.R aufgelöst und in der Telophase neu gebildet. Die Zellkerne der Pilze enthalten vergleichsweise wenig DNA (Saccharomyces cerevisiae enthält etwa 0,9% der DNA, die ein durchschnittliches Säugetierchromosomen trägt). Aufgrund dieser Tatsache sind Pilze befähigt Mitosen sehr schnell durchzuführen (5-25 Minuten). [12]
Zellwand: Höhere Pilze besitzen genau wie die Plantae eine Zellwand. Die Zellwand der Pflanzen ist mehrschichtig und besteht hauptsächlich aus den folgenden Gruppen von Kohlenhydraten: Protopektin (D-Galaktose, L-Arabinose), Cellulosane (D-Glucose, D-Mannose, D-Galaktose, D-Xylose und L-Arabinose), sowie aus Cellulose (D-Glucose) [13]
Stellung der Pilze im System der Lebewesen: Dieses Kapitel erläutert die Einordnung der Fungi als eigenständiges Reich innerhalb der Eukaryonten unter Abgrenzung zu anderen Reichen.
Zytologie und Morphologie der Pilze: Hier werden der Aufbau des vegetativen Thallus sowie die zytologischen Besonderheiten und Fortpflanzungsmechanismen der Pilze detailliert beschrieben.
Nomenklatur und Klassifizierung: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen und dynamischen Prozesse bei der systematischen Klassifizierung der Pilze.
Lebensweise der Pilze: Es wird auf die vielfältigen abiotischen Wachstumsfaktoren sowie auf saprophytische, symbiontische und parasitische Lebensweisen eingegangen.
Stoffwechsel der Pilze: Dieses Kapitel analysiert den Primärstoffwechsel, inklusive der Kohlenhydrat- und Proteinverwertung, sowie die spezifischen Prozesse des Sekundärstoffwechsels.
Die Art Penicillium camemberti: Der abschließende Hauptteil widmet sich der systematischen Charakterisierung von Penicillium camemberti und dessen spezifischer Bedeutung bei der Camembertherstellung sowie der Mykotoxinbildung.
Mykologie, Penicillium camemberti, Biologieunterricht, Sachanalyse, Didaktische Analyse, Pilzstoffwechsel, Mykorrhiza, Saprophyten, Konidien, Sekundärmetabolite, Camembertherstellung, Experimentelle Biologie, Eukaryonten, Schulbiologie.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines experimentellen Unterrichtsmodells zum Thema Pilze für die gymnasiale Oberstufe, fokussiert auf Penicillium camemberti.
Die Sachanalyse umfasst die Systematik, Zytologie, Morphologie, Lebensweisen und den Stoffwechsel der Pilze, mit einem speziellen Fokus auf Penicillium camemberti.
Das Ziel ist es, das Wissensdefizit über mykologische Inhalte in der Schule durch ein praxisnahes, auf Experimenten basierendes Unterrichtskonzept zu verringern.
Es werden kinetische Wachstumsuntersuchungen in Abhängigkeit von pH-Wert, Temperatur und Nährsubstraten durchgeführt und mathematisch ausgewertet.
Behandelt werden die Rolle der Mikroorganismen, insbesondere Penicillium camemberti, bei der Reifung sowie die biochemischen Abbauprozesse von Proteinen und Fetten.
Wichtige Begriffe sind Mykologie, Penicillium camemberti, Unterrichtseinheit, experimentelle Biologie, Stoffwechsel, Symbiose und Käseherstellung.
Die Arbeit verknüpft biologische Sachverhalte direkt mit dem alltagsnahen Beispiel des Camemberts und ermöglicht den Schülern durch konkrete Laborversuche einen direkten Bezug zur Praxis.
Der Sekundärstoffwechsel spielt eine entscheidende Rolle bei der Anpassung an Substratbedingungen und beinhaltet die Bildung von Antibiotika sowie Mykotoxinen wie Cyclopiazonsäure.
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