Diplomarbeit, 2009
143 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Wertorientierte Unternehmenssteuerung und wertorientiertes Controlling
2.1 Grundlagen
2.2 Wertorientierte Unternehmensführung
2.3 Wertorientiertes Controlling
3. Theoretische Grundlagen wertorientierter Kennzahlen
3.1 Grundlagen und Definition von Anforderungskriterien
3.2 Das EVA-Konzept
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Berechnung des investierten Kapitals und des NOPAT
3.2.3 Berechnung der Kapitalkosten
3.2.3.1 Grundlagen
3.2.3.2 Berechnung der Fremdkapitalkosten
3.2.3.3 Berechnung der Eigenkapitalkosten
3.2.4 Beurteilung des EVA-Konzept in der Literatur
3.3 Das ERIC-Konzept
3.3.1 Grundlagen des ERIC-Konzepts
3.3.2 Planung mit ERIC
3.3.2.1 Ermittlung der EBIAT und des investierten Kapitals
3.3.2.2 Ermittlung des Sicherheitsäquivalents der EBIAT
3.3.2.3 Ermittlung der risikofreien Verzinsung
3.3.3 Performancemessung mit den ERIC
3.3.4 Managemententlohnung mit den ERIC
3.3.5 Beurteilung des ERIC-Konzepts in der Literatur
3.4 Konzeptionelle Gegenüberstellung ERIC vs. EVA
4. Fallstudie: Risiko AG
4.1 Prämissen des Modells
4.2 Ausgangsdaten
4.3 Ex post-Performancemessung
4.3.1 Ex post-Performancemessung mit dem EVA
4.3.1.1 Berechnung der Fremdkapitalkosten
4.3.1.2 Berechnung der Eigenkapitalkosten
4.3.1.3 Berechnung des EVA von 2004 bis 2008
4.3.2 Ex post-Performancemessung mit den ERIC
4.3.3 Vergleich der Ergebnisse
4.4 Ex ante-Performancemessung
4.4.1 Planung mit dem EVA
4.4.2 Planung mit den ERIC
4.4.3 Vergleich der Ergebnisse
4.5 Beurteilung des ERIC-Konzept auf Basis der Fallstudie
4.5.1 Beurteilung der ex post-Performancemessung
4.5.2 Beurteilung der ex ante-Unternehmenswertberechnung
4.5.3 Abschließende Gesamtbeurteilung
5. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Informations- und Verhaltenssteuerungsfunktion des ERIC-Konzepts für die wertorientierte Unternehmensführung aus Sicht eines Unternehmens zu untersuchen und dieses mit dem EVA-Konzept zu vergleichen.
3.2.1 Grundlagen
Der Economic Value Added wurde Anfang der 1990er Jahre von der New Yorker Unternehmensberatung Stern Stewart & Co. erstmals ausführlich vorgestellt. Stewart definiert den EVA als „operating profits less the cost of all of the capital employed to produce those earnings”51. Die Berechnung des EVA lässt sich durch die sog. Capital Charge-Formel (Formel Nr. 1) oder die sog. Value Spread-Formel (Formel Nr. 2) darstellen, welche in Ergebnis und Methode identisch sind.
Dabei steht NOPATt für den „Net Operating Profit After Taxes“ der betrachteten Periode t, also den betrieblichen Gewinn nach Abzug der Steuern. Ein auf der Basis von operativen freien Cash Flows ermittelter Gewinn nach Steuern wird auch als „Net Operating Profit less Adjusted Taxes“ (NOPLAT) bezeichnet, er entspricht dem NOPAT, lediglich die Berechnungsbasis unterscheidet sich. Der Ausdruck rWACC steht für die „Weighted Avarage Cost of Capital“ (WACC) und damit für die Summe der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der betrachteten Periode t. Für den Rest dieser Arbeit soll aus Vereinfachungsgründen angenommen werden, dass Renditen, die mit Eigenkapitalrisiko behaftet sind, mit dem WACC-Ansatz ermittelt werden, da dieser als die Standardmethode gesehen werden kann.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung und des Untersuchungsganges im Kontext der wertorientierten Unternehmensführung.
2. Wertorientierte Unternehmenssteuerung und wertorientiertes Controlling: Erläuterung der Grundlagen und Notwendigkeit der Wertorientierung für Unternehmen.
3. Theoretische Grundlagen wertorientierter Kennzahlen: Detaillierte Darstellung und Analyse der Performancemaße EVA und ERIC inklusive ihrer Berechnungsgrundlagen.
4. Fallstudie: Risiko AG: Praxisorientierter Vergleich von EVA und ERIC anhand eines fiktiven Unternehmensmodells zur ex post und ex ante Performanceanalyse.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse und Bewertung der praktischen Anwendbarkeit der untersuchten Konzepte.
Wertorientierte Unternehmensführung, Controlling, Shareholder Value, EVA, ERIC, Performance, Kapitalkosten, WACC, NOPAT, Sicherheitsäquivalent, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkt, Fallstudie, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten.
Die Arbeit analysiert das ERIC-Konzept zur wertorientierten Unternehmenssteuerung im direkten Vergleich zum etablierten EVA-Konzept, um dessen Informations- und Steuerungsfunktion zu bewerten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Wertorientierung, die detaillierte Berechnungsmethodik beider Konzepte sowie die praktische Anwendung in einer Fallstudie.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit das ERIC-Konzept eine valide Alternative zum EVA-Konzept darstellt, insbesondere im Hinblick auf die Steuerungswirkung.
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer praxisorientierten Fallstudie (Modell eines fiktiven Unternehmens) kombiniert.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Kennzahlen und deren Anwendung auf eine Fallstudie zur ex post- und ex ante-Performancemessung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Shareholder Value, Residualgewinn, Kapitalkosten und Performancemessung einordnen.
Dies ermöglicht eine realitätsnahe, aber kontrollierte Analyse, bei der nur die für den direkten Vergleich zwischen ERIC und EVA relevanten Sachverhalte isoliert betrachtet werden können.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das ERIC-Konzept dem EVA-Konzept bestenfalls ebenbürtig, jedoch keinesfalls überlegen ist, da es keine wesentlichen Neuerungen bietet.
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