Bachelorarbeit, 2010
49 Seiten, Note: 2,1
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Frauenleben im Bismarck-Reich und analysiert, wie diese in ausgewählten Werken Theodor Fontanes repräsentiert werden. Ziel ist es, die realen Lebensbedingungen von Frauen in dieser Zeit mit Fontanes fiktiven Figuren in Beziehung zu setzen und somit Einblicke in seine gesellschaftliche Kritik und sein Frauenbild zu gewinnen.
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit anhand von Beispielen aus der Literatur des 19. Jahrhunderts dar und stellt zentrale Fragen zum Verhältnis von Frau und Gesellschaft in den Fokus. Das erste Kapitel analysiert die rechtliche und gesellschaftliche Situation der Frau im Bismarck-Reich, wobei das Allgemeine Preußische Landrecht und zeitgenössische Andachtsbücher wichtige Quellen darstellen. Das zweite Kapitel widmet sich Fontanes Frauenbildern und untersucht die Charakterisierung der Protagonistinnen anhand ihres Wesens, ihrer Stellung in der Ehe und gegenüber der Gesellschaft.
Die Arbeit thematisiert die Darstellung von Frauen im 19. Jahrhundert, insbesondere im Bismarck-Reich. Dabei werden die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Frau, das Frauenbild in Fontanes Werken und der Vergleich von Realität und Fiktion untersucht. Zentrale Begriffe sind Frauenleben, Bismarck-Reich, Frauenrollen, Fontane, Romanfiguren, Gesellschaftskritik, Idealbilder, Rechtsstellung und Frauenbewegungen.
Fontane thematisiert Frauen, die oft im Konflikt mit gesellschaftlichen Konventionen stehen, wie Effi Briest, Melanie van der Straaten oder Cécile.
Die Rechtsstellung war durch das Preußische Allgemeine Landrecht geprägt, das Frauen dem patriarchalischen System unterordnete und ihre Selbstbestimmung stark einschränkte.
Wie Nora Helmer stellen sich viele von Fontanes Protagonistinnen die Frage: „Wer hat recht, die Gesellschaft oder ich?“, wenn sie versuchen, aus unglücklichen Ehen auszubrechen.
Aufgrund der strengen Moralvorstellungen und der sozialen Ächtung nach einem Ehebruch oder einer „unreinen“ Vergangenheit enden ihre Geschichten oft tragisch mit dem Tod.
Ja, Figuren wie Lene und Stine erleben die Härte der Konventionen auf andere Weise, etwa indem sie ihre Liebe zugunsten der Standesgrenzen aufgeben müssen.
Die Arbeit untersucht, inwieweit Fontane durch seine detaillierten Frauenporträts die fragwürdigen Moralvorstellungen und die Enge der wilhelminischen Gesellschaft kritisierte.
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