Bachelorarbeit, 2010
33 Seiten
1 Einleitung
2 Biographien
2.1 Pierre de Fermat
2.2 Marin Mersenne
3 Kryptographie
3.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.2 Theorie der Kryptographie
3.3 RSA mit Mersenne-Primzahlen
4 Primzahlen
4.1 Die Bedeutung von Primzahlen in der Kryptographie
4.2 Voraussetzungen zu den Beweisen
4.3 Mersenne'sche Primzahlen
Satz 4.3.1
Satz 4.3.2
Satz 4.3.3
Zusammenfassung
4.4 Fermat'sche Primzahlen
Satz 4.4.1
Satz 4.4.2
Satz 4.4.3
Zusammenfassung
5 Schlussteil und weiterführende Gedanken
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eigenschaften und die praktische Relevanz von Mersenne- und Fermat-Primzahlen, insbesondere im Kontext moderner kryptographischer Verfahren wie dem RSA-Algorithmus, und hinterfragt deren Effizienz bei der Suche nach sehr großen Primzahlen.
3.2 Theorie der Kryptographie
Die heutige Kryptographie beschäftigt mit sogenannten Kryptosystemen. Diese bestehen aus dem mit m oder p bezeichnetem Klartext (engl. message/plaintext) und dem Geheimtext c (engl. Chiffretext). Die Verschlüsselungsfunktion E (engl. encryption) verschlüsselt den Klartext in den versendenden Geheimtext: E(m) = c. Umgekehrt entschlüsselt D (engl. decryption) den erhaltenen Chiffretext wieder zum Klartext: D(c) = m. Da der Geheimtext eindeutig in den ursprünglichen Klartext umgewandelt werden soll, muss gelten D(E(m)) = m. Ver- und entschlüsselt wird mithilfe eines Schlüssels k (engl. key) aus dem Schlüsselraum. Dadurch ergibt sich für die Verschlüsselung Ek(m) = c und Dk(c) = m für die Entschlüsselung.
Ziel der Kryptographie ist es, eine geheime Kommunikation zwischen Sender und Empfänger zu ermöglichen, die von Außenstehenden nicht abgehört werden soll. Der Sender wird dabei in der Regel mit A für Alice, der Empfänger mit B für Bob bezeichnet. Der sogenannte Lauscher, also die Person, die versucht, durch Knacken der Verschlüsselung in Besitz des Klartextes zu gelangen, wird Eve benannt (nach dem engl. für eavesdropper).
In der Kryptographie wird zudem zwischen symmetrischen und asymmetrischen Schlüsseln unterschieden. Bei der symmetrischen Kryptographie ist der Verschlüsselungsschlüssel der gleiche wie jener zur Entschlüsselung. Wird asymmetrisch verschlüsselt, ist dieser Schlüssel keine Hilfe bei der Entschlüsselung und kann daher öffentlich gegeben werden. In vielen asymmetrischen Kryptosystemen ist die Bekanntgabe des Verschlüsselungsschlüssels Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation. Man spricht daher auch von Public-Key-Verfahren.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Suche nach großen Primzahlen und skizziert den Aufbau der Arbeit hinsichtlich der Untersuchung von Mersenne- und Fermat-Zahlen.
2 Biographien: Dieses Kapitel liefert biographische Hintergründe zu Pierre de Fermat und Marin Mersenne und beleuchtet deren Bedeutung für die Zahlentheorie.
3 Kryptographie: Es werden die geschichtlichen Ursprünge der Kryptographie, grundlegende Funktionsweisen von Verschlüsselungssystemen und die spezielle Anwendung von Mersenne-Primzahlen im RSA-Verfahren erläutert.
4 Primzahlen: Dies ist das Kernkapitel, in dem die mathematische Bedeutung, Testverfahren und die spezifischen Sätze zu Mersenne- und Fermat-Primzahlen bewiesen und diskutiert werden.
5 Schlussteil und weiterführende Gedanken: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert über die Sicherheit moderner Kryptosysteme und gibt einen Ausblick auf die Zukunft geheimer Kommunikation.
Primzahlen, Mersenne-Zahlen, Fermat-Zahlen, Kryptographie, RSA-Verfahren, Public-Key-Verfahren, Faktorisierung, Pierre de Fermat, Marin Mersenne, Lucas-Test, Verschlüsselung, Zahlentheorie, Geheimtext, Sicherheit, Algorithmus
Die Arbeit befasst sich mit den mathematischen Eigenschaften und der praktischen Anwendung von speziellen Primzahlarten, nämlich den Mersenne- und Fermat-Primzahlen, sowie deren Rolle in der modernen Kryptographie.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Kryptographie, die mathematische Theorie hinter Primzahltests (wie dem Lucas-Test) sowie die Analyse von RSA-Verfahren unter Einbeziehung spezieller Primzahlstrukturen.
Das Ziel ist es, effiziente Methoden zur Identifizierung großer Primzahlen zu beschreiben und zu beweisen, unter welchen spezifischen mathematischen Bedingungen Mersenne- und Fermat-Zahlen tatsächlich prim sind.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische, mathematische Beweisführung. Sie nutzt primär zahlentheoretische Methoden, Induktionsbeweise und analysiert mathematische Sätze zur Primzahlprüfung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der mathematischen Grundlagen (Biographien, Kryptographie-Theorie) und eine tiefgehende mathematische Untersuchung der Beweise für die Primalität von Mersenne- und Fermat-Zahlen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Primzahlen, Kryptographie, RSA-Verfahren, Mersenne-Zahlen, Fermat-Zahlen und zahlentheoretische Beweisverfahren charakterisiert.
Der Lucas-Test ist ein spezielles Verfahren, das durch die rekursive Folge der s-Werte in einem modularen Bereich prüft, ob eine Mersenne-Zahl prim ist, was deutlich effizienter ist als allgemeine Faktorisierungsmethoden.
Aufgrund ihrer Struktur und der Schwierigkeit, weitere Fermat-Primzahlen zu finden, spielen sie im Vergleich zu Mersenne-Primzahlen, die bei der Generierung großer Primzahlen im RSA-Kontext eine wichtigere Rolle spielen, eine untergeordnete Rolle.
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