Examensarbeit, 2011
49 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Allgemeine fachliche Überlegungen
2.2 Schreibkompetenz und prozessorientiertes Schreiben
2.3 Förderung der Schreibkompetenz in der Sekundarstufe I
3. Unterrichtsvoraussetzungen
3.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen
3.2 Lerngruppenanalyse
3.3 Rahmenlehrplanbezug und Kompetenzstand
3.4 Zielsetzungen der Unterrichtssequenz
4. Planung der Unterrichtssequenz
4.1 Konzeption der Unterrichtseinheit
4.2 Auswahl und Begründung des Themas
4.3 Sachstrukturanalyse und didaktische Reduktion
4.4 Didaktisch- methodische Überlegungen
5. Durchführung der Unterrichtssequenz
5.1 Übersicht über den Verlauf der Unterrichtssequenz
5.2 Aspekte zur Förderung der Schreibkompetenz
5.3 Fehlerkorrektur
6. Analyse relevanter Unterrichtsphasen
6.1 Schreibprozess Stufe I
6.2 Schreibprozess Stufe II
6.3 Schreibprozess Stufe III und IV
7. Auswertung der Unterrichtssequenz
7.1 Ergebnisse der Unterrichtssequenz
7.2 Kompetenzentwicklung
7.3 Überprüfung der Zielsetzungen
8. Gesamtreflexion
8.1 Evaluation durch die Schüler und eigene Überlegungen
8.2 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Förderung der Schreibkompetenz im Englischunterricht einer 7. Klasse an einem Berliner Gymnasium durch prozessorientierte Methoden am Beispiel der Textgattung „Märchen“.
2.2 Schreibkompetenz und prozessorientiertes Schreiben
Das Schreiben gehört zu den hochkomplexen Kulturtechniken (Haß 2010) bzw. als komplexe Handlungskompetenz in eigenaktiven Prozess (Becker/Böttcher 2011) in ihrer Wichtigkeit und ihrer offensichtlichen Komplexität gepriesen, aber was ist nun unter Schreibkompetenz zu verstehen und welche Aspekte sind zu beachten? Zunächst einmal ist die Schreibfähigkeit ein Teilbereich der kommunikativen Kompetenz. Es ist ein Mitteilungsprozess, der einen Empfänger voraussetzt, der am Endprodukt interessiert ist. Die Problematik, die im Unterricht entsteht, ist, dass es keine wirklichen Adressaten gibt – die Schüler sollten nicht für den Lehrer schreiben – und die Authentizität des Schreibvorgangs ist somit nicht mehr gegeben, deshalb müssen Formen innerhalb des Schullebens gewählt werden, die ein Publikum bereitstellen.
Anders als Sprechen hat Schreiben den Vorteil, dass es langsamer abläuft als andere Ausdrucksformen und durch die Nachhaltigkeit auch ein Lernen am vorhandenen Produkt ermöglicht. Schreiben erfordert im Vorfeld eine Organisation und eine Entwicklung der Ideen, ebenso wie die sprachliche Richtigkeit was z.B. Grammatik anbetrifft, die Wahl des Vokabulars und die stilistische Erarbeitung. Zuerst sollten die Schüler planen, dann ihre Ideen durch sprachliche und stilistisch versierte Mittel gestalten. Die Fähigkeit des Überarbeitens muss eingeübt werden. Die Notwendigkeit der Korrektur sollte jedoch nicht die Freude auf die Textproduktion trüben oder die Absicht, die Erwartungen des späteren Lesers zu erfüllen, schmälern.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz der Förderung schriftlicher Produktionskompetenzen im Englischunterricht und stellt die methodische Ausrichtung anhand des Märchen-Themas vor.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Kompetenzbegriff im Fremdsprachenunterricht und führt das Modell des prozessorientierten Schreibens ein.
3. Unterrichtsvoraussetzungen: Hier werden der institutionelle Rahmen, die Lerngruppe und die curricularen Anforderungen für die konkrete Unterrichtssequenz analysiert.
4. Planung der Unterrichtssequenz: Es werden die methodisch-didaktischen Entscheidungen dargelegt, die zur Konzeption der Märchen-Einheit führten.
5. Durchführung der Unterrichtssequenz: Dieser Teil enthält den detaillierten Verlaufsplan und erläutert die eingesetzten Arbeitsformen sowie Ansätze zur Fehlerkorrektur.
6. Analyse relevanter Unterrichtsphasen: Die Umsetzung des Schreibprozesses wird in verschiedenen Stufen (von der Ideensammlung bis zur finalen Überarbeitung) analysiert.
7. Auswertung der Unterrichtssequenz: Anhand von Schülerarbeiten und Leistungsvergleichen wird der Erfolg der Intervention überprüft.
8. Gesamtreflexion: Abschließend erfolgt eine Evaluation durch die Schüler sowie ein Fazit zur Wirksamkeit des gewählten methodischen Ansatzes.
Schreibkompetenz, Fremdsprachenunterricht, Englisch, Märchen, Prozessorientiertes Schreiben, Scaffolding, Binnendifferenzierung, Peer Correction, Lernmotivation, Schreibprozess, Sprachproduktion, Feedback, Handlungsorientierung, Textproduktion, Evaluation.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Verbesserung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit von Siebtklässlern im Fach Englisch durch die Einführung prozessorientierter Schreibmethoden im Kontext der Textsorte Märchen.
Zentral sind die Vermittlung von Strukturierungshilfen, der Umgang mit dem Schreibprozess (Planen, Schreiben, Überarbeiten) und die Gestaltung eines motivierenden, schülerzentrierten Unterrichts.
Das Hauptziel ist die Steigerung der Schreibkompetenz, sodass Schüler in der Lage sind, zusammenhängende, logisch strukturierte und sprachlich korrekte Texte selbstständig zu verfassen.
Es handelt sich um eine handlungsorientierte Unterrichtssequenz, die durch eine begleitende Diagnose und qualitative Auswertung (Evaluation) der Schülerleistung dokumentiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die Planung, die methodische Durchführung der verschiedenen Schreibphasen (Ideenfindung, Entwurf, Revision) sowie die anschließende Ergebnisanalyse.
Die zentralen Schlagworte sind Schreibkompetenz, Prozessorientierung, Binnendifferenzierung, Märchen, Scaffolding und Peer-Feedback.
Fehlerkorrektur wird als integraler Bestandteil des Lernprozesses begriffen, wobei insbesondere die Methode des Peer-Feedbacks eingesetzt wird, um die Schüler für sprachliche Korrektheit zu sensibilisieren, ohne die Schreibmotivation zu unterdrücken.
Märchen bieten eine klare, motivierende Struktur, sind den Schülern aus der Kindheit bekannt und ermöglichen durch ihre einfache Sprache einen leichten Einstieg in die fremdsprachliche Produktion komplexerer Texte.
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