Diplomarbeit, 2011
100 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die gesellschaftliche Ausgangssituation
2.1 Der demographische Wandel
2.2 Die Wissensgesellschaft und lebenslanges Lernen
2.3 Der Strukturwandel der Lebensformen älterer Menschen
3. Die Zielgruppe älterer Menschen in der nachberuflichen Lebensphase
3.1 Definitionen von Alter und Altern
3.2 Das Bildungsverhalten älterer Menschen in der nachberuflichen Lebensphase
3.2.1 Die Bildungsbeteiligung
3.2.2 Die Bedeutung von Computer und Internet
3.2.3 Die Teilnahmebarrieren
3.2.4 Die Teilnahmemotive
3.2.5 Die bevorzugten Themenbereiche
3.2.6 Die bevorzugten Bildungsinstitutionen und Angebotsformen
4. Lerntheorien und -modelle als Basis für die Weiterbildung
4.1 Die Bedeutung des Lernbegriffs
4.2 Drei zentrale Lernparadigmen
4.2.1 Der Behaviorismus
4.2.2 Die Entwicklung des Kognitivismus
4.2.3 Der Konstruktivismus
4.3 Modelle des Lernens im Alter
5. Lernen auf der Grundlage neurologischer Erkenntnisse
5.1 Lernen und Gehirn
5.2 Lernen und Gedächtnis
5.2.1 Das sensorische Gedächtnis
5.2.2 Das Arbeitsgedächtnis
5.2.3 Das Langzeitgedächtnis
5.2.4 Das Vergessen
5.3 Neurologische Grundlagen des Lernens älterer Menschen
6. Grundlegende Aspekte der Neurodidaktik
6.1 Die allgemeine Bedeutung der Neurodidaktik
6.2 Die Bedeutung der Neurodidaktik für die Gestaltung von Bildungsangeboten
7. Gestaltungsmöglichkeiten von gehirngerechten Weiterbildungsangeboten für ältere Menschen in der nachberuflichen Lebensphase
7.1 Die Rahmenbedingungen der Bildungsangebote
7.1.1 Das Kursangebot
7.1.2 Der Ankündigungstext
7.1.3 Die Veranstaltungszeit und -dauer
7.1.4 Der Veranstaltungsort und die Raumgestaltung
7.2 Lernförderliche Aspekte der Gestaltung der Bildungsveranstaltung
7.2.1 Der Lehrende
7.2.2 Die Seminargestaltung
8. Fazit
Diese Diplomarbeit untersucht, wie Weiterbildungsangebote für ältere Menschen in der nachberuflichen Lebensphase so gestaltet werden können, dass sie sowohl zielgruppengerecht als auch gehirngerecht sind. Dabei wird erforscht, welchen Beitrag neurodidaktische Erkenntnisse zur effektiven Gestaltung solcher Bildungsangebote leisten können, um den wachsenden Bildungsbedarf dieser Generation zu decken.
3.2.2 Die Bedeutung von Computer und Internet
Einen besonderen Bereich stellen dabei die Themen Computer und Internet dar. Denn trotz der in Kapitel 2.2 dargestellten zunehmenden Bedeutung von PC und Internet in der Gesellschaft, entziehen sich noch viele ältere Menschen dieser Thematik.
In allen Altersklassen zwischen 10 und 64 Jahren liegt die regelmäßige Computer- und Internetnutzung zwischen 44 und 63%-Punkte höher, als die der über 64-Jährigen (vgl. Statistisches Bundesamt, 02/2011, S. 546). Mit steigendem Alter sinkt auch das Interesse an Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema PC und Internet (vgl. Infas 2001, S. 92).
Die geringe Internetnutzung der älteren Menschen und deren dürftige Beteiligung an entsprechenden Bildungsangeboten lassen sich durch verschiedene Faktoren erklären. Eine große Hürde stellt zunächst das Beschaffen und Einrichten des Computers und des Internetzugangs sowie das Erlernen des Umgangs mit deren Systemen und Techniken dar (vgl. Schweiger/Ruppert 2009, S.172). Dies wird häufig zusätzlich durch mangelndes Technikvertrauen der älteren Menschen erschwert. Große Skepsis und die Angst vor einem Missbrauch persönlicher Daten halten viele ältere Menschen von der Internetnutzung ab. Hinzu kommt, dass ältere Menschen es gewohnt sind persönlich zu kommunizieren. E-Mails und Chatrooms sind deswegen für die wenigsten älteren Menschen ein Ersatz für Gespräche beispielsweise beim Einkaufen (vgl. Schweiger/Ruppert 2009, S. 173).
Als Ergänzung zu den traditionellen Kommunikationswegen kann das Internet jedoch durchaus auch für ältere Menschen sinnvoll sein. Trotz großer Entfernung oder eingeschränkter Mobilität können darüber soziale Kontakte aufrechterhalten oder neu geknüpft werden (vgl. Mollenkopf/Doh 2002, S. 389). Auch zur Informationssuche über Waren und Dienstleistungen und zu dessen Bestellung kann das Internet unabhängig von Gesundheits- und Mobilitätszustand genutzt werden (vgl. Statistisches Bundesamt 02/2011, S. 546). Zudem ist eine große Fülle an allgemeinen Informationen zu den verschiedensten (auch seniorenspezifischen) Themen meist kostenlos verfügbar (vgl. Schweiger/Ruppert 2009, S. 173).
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Weiterbildung älterer Menschen aufgrund des demografischen Wandels und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen vor.
2. Die gesellschaftliche Ausgangssituation: Das Kapitel beleuchtet den demografischen Wandel, die Entwicklung zur Wissensgesellschaft und den Wandel der Lebensformen älterer Menschen, woraus sich ein gestiegener Bildungsbedarf ableitet.
3. Die Zielgruppe älterer Menschen in der nachberuflichen Lebensphase: Hier wird das heterogene Bildungsverhalten der Zielgruppe analysiert, inklusive Motivationsfaktoren, Barrieren und Präferenzen bei Bildungsinstitutionen sowie dem besonderen Stellenwert von Computern.
4. Lerntheorien und -modelle als Basis für die Weiterbildung: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über zentrale Lernparadigmen (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus) und stellt Modelle des Lernens im Alter vor.
5. Lernen auf der Grundlage neurologischer Erkenntnisse: Das Kapitel verknüpft Lernprozesse mit Gehirnfunktionen, Gedächtnissystemen und den spezifischen neurobiologischen Voraussetzungen des Lernens bei älteren Menschen.
6. Grundlegende Aspekte der Neurodidaktik: Hier findet eine Auseinandersetzung mit der Neurodidaktik statt, wobei Möglichkeiten und Grenzen dieses Ansatzes für die didaktische Gestaltung kritisch beleuchtet werden.
7. Gestaltungsmöglichkeiten von gehirngerechten Weiterbildungsangeboten für ältere Menschen in der nachberuflichen Lebensphase: Das Kapitel liefert konkrete Gestaltungsempfehlungen für Rahmenbedingungen, das Kursangebot, die methodisch-didaktische Durchführung und die Raumgestaltung.
8. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Weiterbildungspraxis sowie den künftigen Umgang mit neurodidaktischen Ansätzen.
Weiterbildung, Ältere Menschen, nachberufliche Lebensphase, demographischer Wandel, Neurodidaktik, gehirngerechtes Lernen, Lernmotivation, Gedächtnis, Erwachsenenbildung, SOK-Modell, Bildungsbeteiligung, Wissensgesellschaft, Bildungsgestaltung, kognitive Alternsforschung.
Die Arbeit untersucht, wie Bildungsangebote für die wachsende Gruppe der älteren Menschen in der nachberuflichen Lebensphase so gestaltet werden können, dass sie deren spezifischen Bedürfnissen und neurologischen Voraussetzungen gerecht werden.
Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Situation des Alterns, dem Bildungsverhalten älterer Generationen, grundlegenden Lerntheorien, neurologischen Prozessen des Lernens und Gedächtnisses sowie praktischen Gestaltungsfragen für Bildungsveranstaltungen.
Das primäre Ziel ist es, Gestaltungsmöglichkeiten für Weiterbildungsangebote zu identifizieren, die unter Berücksichtigung neurodidaktischer Erkenntnisse eine hohe Lernqualität und Teilhabe für Menschen im Rentenalter ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Gerontologie, Neurobiologie, Pädagogik und Psychologie, um darauf aufbauend eine Checkliste für die Bildungspraxis zu entwickeln.
Der Hauptteil analysiert die Zielgruppe, lerntheoretische und neurobiologische Grundlagen, hinterfragt kritisch den Begriff der Neurodidaktik und leitet aus diesen theoretischen Erkenntnissen praktische Empfehlungen für die Gestaltung von Bildungsangeboten ab.
Kernbegriffe sind Weiterbildung, ältere Menschen, Neurodidaktik, demographischer Wandel, gehirngerechtes Lernen und die Lebensspanne.
Die Arbeit ordnet die Neurodidaktik als interdisziplinäres Feld ein, stellt fest, dass es noch keine fertige "Neurodidaktik" als eigenständige Fachdidaktik gibt, nutzt jedoch deren Erkenntnisse über das Gehirn, um eine "gehirngerechte" Gestaltung von Bildungsangeboten zu begründen.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus Theorie und Neurologie werden im abschließenden Kapitel in Form einer praktischen Checkliste strukturiert, die Kursplanern hilft, Bildungsangebote für Ältere gezielt zu verbessern.
Die Arbeit zeigt auf, dass ältere Menschen keine homogene Masse sind; besonders die Gruppe der "Jungen Alten" zeigt anderes Bildungsverhalten als Hochbetagte, was bei der Angebotsplanung zwingend berücksichtigt werden muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

