Masterarbeit, 2011
88 Seiten, Note: 1,5
0 Einleitung
I Theoretischer Teil
1 Was kann unter Sport verstanden werden?
2 Die individuelle Perspektive des Sportverhaltens
2.1 Die Nutzerinteressen der sportlichen Akteure
2.1.1 Gesundheit und Fitness
2.1.2 Ausdruck, Ästhetik und Gestaltung
2.1.3 Leistung, Wettkampf und Prestige
2.1.4 Spannung, Dramatik und Abenteuer
2.1.5 Miteinander, Geselligkeit, Gemeinschaft und Integration
2.1.6 Spaß und Freude
2.2 Bedingungen der Sportteilnahme
2.2.1 Die biologisch-demographischen Determinanten der Sportteilnahme
2.2.1.1 Das Alter
2.2.1.2 Das Geschlecht
2.2.1.3 Der anthropometrische bzw. konstitutionelle Status
2.2.1.4 Der motorische Zustand
2.2.2 Die sozio-ökonomische Dimension der Sportteilnahme
2.2.2.1 Bildung
2.2.2.2 (Sport-) Sozialisation durch das Umfeld
2.2.2.3 Finanzielle Mittel für Freizeitaktivitäten
3 Der (städtische) Raum und Sport
3.1 Was ist Raum?
3.1.1 Das anthropologische Raumkonzept (Bollnow, 1994) & seine Implikationen für den individuell erlebten Sportraum
3.1.2 Die Soziologie des Raumes nach Löw (2001) & ihre Implikationen für den individuell erlebten Sportraum
3.2 Der Stadtraum als Ermöglichungsraum der sportlichen Aktivität
3.2.1 Die Lesbarmachung des Stadtraumes mit Hilfe des semiotischen 5-Dimensionen Modells (Girmes, 2008)
3.2.2 Das 5-dimensionale Raummodell und der Sportraum
3.2.3 Fragestellungen der Arbeit
II Experimenteller Teil
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Die Vorab-Befragung
4.1.1 Das Narrative Einzelinterview
4.1.2 Der offene Fragebogen
4.1.3 Die Itemgenerierung
4.2 Die Hauptbefragung
4.2.1 Vorüberlegungen zur Nutzung des online-Tools
4.2.2 Das Entfalter-Tool
4.2.2.1 Erfassung der Raumnutzerattribute
4.2.2.2 Erhebung der Sportentfaltungspotentiale der Stadt Magdeburg
4.2.2.3 Auswertungsmöglichkeiten des Tools
5 Befragungsergebnisse
6 Zusammenfassung und Interpretation
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den städtischen Raum in Magdeburg hinsichtlich seiner Eignung als sportlicher Entfaltungsraum. Ziel ist es, aus einer mikrosoziologischen Perspektive heraus zu evaluieren, inwieweit die Stadt Magdeburg mit ihrem Raumangebot die spezifischen Nutzerinteressen und Bedürfnisse ihrer Bürger im Hinblick auf sportliche Aktivitäten befriedigt und zu mehr körperlicher Bewegung animiert.
3.2.1 Die Lesbarmachung des Stadtraumes mit Hilfe des semiotischen 5-Dimensionen Modells (Girmes, 2008)
Wie in den vorherigen Ausführungen klar geworden sein sollte, ist der Raum und besonders der Stadtraum kein stummes Gebilde, sondern sprechend im Sinne seiner symbolisch-semiotischen Artikulation. Auch wenn Rooney (1974) sich zu Beginn der räumlichen Diskussion im Sportsektor eher traditionell geographisch forscht, ist auch ihm schon bewusst, dass ein „[…] symbolic impact of the spatial organization of sport“ nicht von der Hand zu weisen ist. Die Lesbarmachung des (Sport-) Stadtraumes soll hier mit einem Modell gelingen, welches die Stadt als „komplexes sozial-räumliches Gebilde“ bzw. als „Entfaltungsraum“ (Girmes, 2008) definiert. Dem 5-Dimensionen Ansatz von Girmes (2008) liegt dabei die Annahme zugrunde, dass der Raum in seiner symbolischen Besetzung den Handelnden etwas artikulieren kann sowie in ihnen bestimmte Gefühle und Empfindungen etc. hervor ruft (vgl. Bittner, 2001). In Anlehnung an die Überlegungen von Löw (2001) geht es um die Betrachtung einzelner Elemente des Raumes und deren orchestrierte Beziehung.
Die fünf Dimensionen, welche Girmes (2008) für die umfängliche Analyse von Räumen vorschlägt, sind dabei Raumgestalt, Raumgehalt, Umgangsweisen im Raum, Raumimpulse und Rauminszenierung. Die einzelnen Aspekte, welche in Abbildung 2 grafisch dargestellt sind, seien nachfolgend kurz erläutert.
Unter Raumgestalt oder –struktur soll der morphologische Aspekt des Raumes verstanden werden. Dieser korreliert stark mit der gegebenen Infrastruktur und bildet die primäre Betrachtungsquelle über das Gesicht eines Raumes (vgl. Girmes, 2008).
0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung des städtischen Raumes für Sportaktivitäten ein und beschreibt das Forschungsvorhaben im Rahmen des Projekts "otto-motion".
I Theoretischer Teil: Der theoretische Teil begründet die Untersuchung durch die Analyse sportsoziologischer Grundlagen und Konzepte zur individuellen Sportteilnahme sowie zur Wahrnehmung von Raum.
1 Was kann unter Sport verstanden werden?: Dieses Kapitel diskutiert die definitorische Problematik des Sportbegriffs und nähert sich diesem aus einer konstruktivistischen Perspektive.
2 Die individuelle Perspektive des Sportverhaltens: Hier werden die Nutzendimensionen von Sport sowie die biologischen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen beleuchtet, die das Sportverhalten beeinflussen.
3 Der (städtische) Raum und Sport: In diesem Kapitel werden theoretische Raumkonzepte vorgestellt, um den Stadtraum als sportlichen Ermöglichungsraum analysierbar zu machen.
II Experimenteller Teil: Dieser Teil beschreibt die praktische Durchführung der Studie, einschließlich der Vorab-Befragung zur Itemgenerierung und der Hauptbefragung.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die methodische Konzeption der qualitativen Vorab-Befragung und der quantitativen Hauptbefragung mittels des "Entfalter-Tools".
5 Befragungsergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier präsentiert, wobei die Stichprobenmerkmale und die Wahrnehmung des Sportraums durch die Magdeburger Bürger ausgewertet werden.
6 Zusammenfassung und Interpretation: Hier werden die gewonnenen Daten diskutiert, interpretiert und in den Kontext bestehender sportwissenschaftlicher Erkenntnisse eingeordnet.
7 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt wissenschaftliche sowie praktische Handlungsempfehlungen.
Sportpartizipation, Stadtraum, Magdeburg, Nutzerinteressen, Raumqualität, Sportverhalten, Entfaltungsraum, Mikrosoziologie, Raummodell, Bewegungsraum, Sportentwicklung, Stadtplanung, Nutzersicht, Lebenswelt, Sportgelegenheiten
Die Arbeit untersucht, wie der städtische Raum in Magdeburg als Sportraum von den Bürgern wahrgenommen wird und inwieweit er sportliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet.
Die Arbeit verknüpft sportsoziologische Theorien zu Nutzerinteressen und Bedingungen sportlicher Teilhabe mit Konzepten der Stadt- und Raumsoziologie, um Sport im urbanen Umfeld zu analysieren.
Das primäre Ziel ist die Evaluierung der Qualität des Magdeburger Sportraums aus Sicht der Nutzer und die Identifikation von Potenzialen, um Bürger zu mehr sportlicher Aktivität zu animieren.
Es wurde ein methodisch zweistufiger Ansatz gewählt: Zunächst erfolgte eine qualitative Vorab-Befragung zur Itemgenerierung, gefolgt von einer quantitativen Hauptbefragung mittels eines eigens entwickelten Online-Tools, dem "Entfalter-Tool".
Der Hauptteil befasst sich theoretisch mit dem Sport- und Raumbegriff, der individuellen Perspektive des Sportverhaltens sowie dem semiotischen 5-Dimensionen-Raummodell nach Girmes, das die Grundlage für die empirische Analyse bildet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sportpartizipation, urbaner Sportraum, Raumqualität, Nutzerinteressen und sportliche Entfaltungspotenziale im Kontext von Magdeburg.
Das Entfalter-Tool ist ein online-basiertes Befragungsinstrument, das auf dem Informationsstrukturierungssystem "odyssee's end" basiert und dazu diente, die individuellen Wahrnehmungen der Magdeburger zum Sportraum strukturiert zu erfassen.
Die fünf Dimensionen – Raumgestalt, Raumgehalt, Umgangsweisen im Raum, Raumimpulse und Rauminszenierung – ermöglichen eine detaillierte, semiotische Analyse des Stadtraums hinsichtlich seiner Qualität für sportliche Bedürfnisse.
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