Magisterarbeit, 2003
117 Seiten, Note: 1,8
Diese Hausarbeit befasst sich mit der West-Ost-Wanderung von 1949 bis 1961, insbesondere mit der Selbstdarstellung der beiden deutschen Staaten und dem politischen Willensbildungsprozess in der Bundesrepublik. Die Arbeit untersucht, inwiefern die Bundesregierung die Übersiedlung von Menschen in die DDR behandelte, und wie sie die öffentliche Meinung gegenüber diesem Phänomen gestaltete.
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas West-Ost-Wanderung in der deutschen Nachkriegsgeschichte dar und beleuchtet die Unwissenheit darüber in der westdeutschen Bevölkerung. Sie stellt die Fragestellung der Arbeit vor: Inwiefern beeinflusste die Bundesregierung die öffentliche Wahrnehmung der Ostwanderung und wie erklärte sie den Menschen, dass Deutsche aus der BRD freiwillig in die DDR zogen?
Kapitel 2 bietet einen Überblick über die West-Ost-Wanderung von 1949 bis 1961, betrachtet die Zahlen und Verantwortlichen sowie die Entwicklung der Aufnahmepolitik der DDR. Es werden die Sicherheitspolitischen Erwägungen der DDR-Behörden, der restriktive Kurs der DDR-Aufnahmepolitik und die erneute Kehrtwende 1959 beleuchtet.
Kapitel 3 analysiert das Pressewesen in der DDR im Kontext der marxistisch-leninistischen Ideologie und zeigt auf, wie die Zeitungen in der DDR gelenkt und kontrolliert wurden.
Kapitel 4 untersucht die Selbstdarstellung der beiden deutschen Staaten in Bezug auf die West-Ost-Wanderung, fokussiert auf die politische Willensbildung in der Bundesrepublik und beleuchtet die verschiedenen Phasen der deutsch-deutschen öffentlichen Auseinandersetzung.
Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet eine Bewertung der West-Ost-Wanderung im Kontext der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Die Arbeit fokussiert auf die Themen West-Ost-Wanderung, Deutschland Teilung, Kalter Krieg, Selbstdarstellung, Instrumentalisierung, Pressewesen, Ideologie, politische Willensbildung, Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Demokratische Republik, SED-Regime, Flüchtlingspolitik, Aufnahmepolitik, Nachkriegsgeschichte.
Zwischen 1949 und 1961 siedelten über 500.000 Menschen von der Bundesrepublik in die DDR über.
Die Arbeit untersucht, ob die Bundesregierung die Abwanderung in den „totalitären Staat“ bewusst relativierte oder verschwieg.
Neben politischen Überzeugungen spielten persönliche Gründe, die Hoffnung auf Arbeit oder die Rückkehr zur Familie eine Rolle.
Die DDR-Führung nutzte die Rückkehrer als Beweis für die angebliche Überlegenheit des sozialistischen Systems gegenüber dem „kapitalistischen Westen“.
Die Arbeit analysiert die Lenkung der Presse in der DDR als „schärfste Waffe der Partei“ zur ideologischen Deutung der Wanderungsbewegungen.
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