Diplomarbeit, 2010
82 Seiten, Note: 1,3
1 Die Bedeutung steuerlicher Verlustvorträge in der Krise
1.1 Zielsetzung und Abgrenzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Bilanzierungskonzeption nach IFRS
2.1 Rechnungslegungsgrundsätze nach IFRS
2.2 Bilanzierung von Steuern nach IAS 12
2.2.1 Anwendungsbereich
2.2.2 Terminologie des IAS 12
2.2.3 Das Konzept latenter Steuern nach IFRS
2.2.3.1 Temporary-Konzept
2.2.3.2 Bilanzorientierter Ansatz
2.2.3.3 Liability-Methode
2.3 Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
2.3.1 Steuerrechtliche Grundlagen
2.3.2 Ungenutzte steuerliche Verluste
2.3.3 Ansatz
2.3.3.1 Ansatzkriterien
2.3.3.2 Ansatzwahrscheinlichkeit
2.3.4 Gewinnprognosen
2.3.4.1 Planungsrechnung
2.3.4.2 Verlusthistorie
2.3.4.3 Planungshorizont
2.3.5 Bewertung
2.3.5.1 Anzusetzender Steuersatz
2.3.5.2 Neubewertung
2.3.6 Bilanzieller Ausweis
2.4 Wirtschaftliche Zusammenhänge steuerlicher Verlustvorträge
2.5 Bilanzpolitische Möglichkeiten
3 Auswirkungen steuerlicher Verlustvorträge auf das Eigenkapital
3.1 Überblick über bisherige Studien
3.2 Hypothesen
3.2.1 Bilanzierung von aktivierten Verlustvorträgen
3.2.2 Eigenkapitalwirkungen
3.3 Konzeption und Untersuchung
3.3.1 Abgrenzung der empirischen Datengrundlage
3.3.2 Branchenzugehörigkeit
3.3.3 Prämissen
3.4 Deskriptive Ergebnisse der Untersuchung
3.4.1 Abgrenzung latenter Steuern
3.4.1.1 Häufigkeitsanalyse
3.4.1.2 Quantitative Analyse
3.4.2 Latente Steuern auf Verlustvorträge
3.4.2.1 Bilanzierte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
3.4.2.2 Gesamtvolumina steuerlicher Verlustvorträge
3.4.3 Wirtschaftliche Entwicklung
3.5 Entwicklung der steuerlichen Verlustvorträge
3.5.1 Verlustansatzverhältnis
3.5.1.1 Modell
3.5.1.2 Berechnete VAV für 2005-2009
3.5.1.3 Analyse nach Supersektoren
3.5.1.4 Zwischenergebnisse
3.5.2 Auswirkung auf das Eigenkapital
3.5.2.1 Modell
3.5.2.2 Berechnung der Effekte für 2005-2009
3.5.2.3 Analyse nach Sektoren
3.5.2.4 Zwischenergebnisse
4 Bilanzierungstendenzen durch die Finanzkrise
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Ansatzverhalten aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge bei kapitalmarktorientierten Unternehmen und analysiert deren Einfluss auf das Eigenkapital über den Zeitraum von 2005 bis 2009.
1.1 Zielsetzung und Abgrenzung
Die Existenz höherer steuerlicher Verluste führt also c.p. entweder durch die Aktivierung zu einem besseren Ergebnis (Sky Deutschland AG bis 2005) oder zu einem schlechteren Ergebnis (Sky Deutschland AG in 2006) als ohne Berücksichtigung latenter Steuern (Sky Deutschland AG ab 2007). Dies hat unmittelbar Auswirkungen auf das Eigenkapital. Ein Ziel der empirischen Analyse ist es daher, herauszufinden, ob sich eine Tendenz in eine der beiden Richtungen feststellen und sich so der von SCHILDBACH als offen bewertete Nettoeffekt latenter Steuern in Krisenzeiten bestimmen lässt.
Besonderes Augenmerk wird auf die Auswirkung der Bilanzierung von latenten Steuern auf Grund steuerlicher Verlustvorträge auf das Eigenkapital gelegt. Es soll herausgefunden werden, ob es in Krisenzeiten durch die Aktivierung tendenziell erhöht oder durch die Wertberichtigung tendenziell verringert wurde. Im Mittelpunkt steht also die Frage nach den krisenbedingten Effekten steuerlicher Verlustvorträge auf das Eigenkapital. Im Vorfeld soll untersucht werden, ob sich das Ansatzverhalten steuerlicher Verlustvorträge durch die Krise verändert hat, was bereits erste Indizien für den Effekt auf das Eigenkapital liefert kann. In diesem Zusammenhang wird auf die Bilanzierungsspielräume einzugehen sein, um herauszuarbeiten, inwieweit sie existieren und darüber hinaus von den Unternehmen bei der Bilanzaufstellung genutzt wurden.
Vor diesem Hintergrund versucht die vorliegende Arbeit über den Zeitraum der letzten fünf Jahre eine Aussage über die Bilanzierung latenter Steuern auf Verlustvorträge im Trend zu machen. Dazu erfolgt eine Analyse der Geschäftsberichte ab dem Jahr 2005, die nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt worden sind. Die IFRS stehen allgemein für die Summe der verpflichtend anzuwendenden Verlautbarungen des IASB und bestehen aus den IFRS, IAS, IFRIC und SIC. Im Folgenden wird der Begriff „IFRS“ ebenso verwandt.
1 Die Bedeutung steuerlicher Verlustvorträge in der Krise: Einführung in die Problematik von Verlustvorträgen vor dem Hintergrund der Finanzkrise und Darlegung des Aufbaus der Untersuchung.
2 Bilanzierungskonzeption nach IFRS: Theoretische Erläuterung der Bilanzierung von Steuern nach IAS 12, insbesondere der Ansatzkriterien und Bewertungsmethoden für latente Steuern auf Verlustvorträge.
3 Auswirkungen steuerlicher Verlustvorträge auf das Eigenkapital: Empirische Analyse der Auswirkungen der Finanzkrise auf den Ansatz von Verlustvorträgen und deren Effekte auf das Eigenkapital bei DAX- und MDAX-Unternehmen.
4 Bilanzierungstendenzen durch die Finanzkrise: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Reaktion der Unternehmen auf die Finanzkrise im Hinblick auf ihre Bilanzierungspraxis.
Latente Steuern, Steuerliche Verlustvorträge, IFRS, IAS 12, Finanzkrise, Eigenkapital, Verlustansatzverhältnis, VAV, Verlustansatzeffekt, VAE, Bilanzpolitik, Gewinnprognose, Ansatzkriterien, Wertberichtigung, Konzernabschluss
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen in Deutschland ihre steuerlichen Verlustvorträge unter IFRS-Rechnungslegung in Zeiten der Finanzkrise bilanziert haben.
Im Fokus stehen die Bilanzierung aktiver latenter Steuern, die Anforderungen an Gewinnprognosen sowie die Auswirkungen dieser Bilanzierung auf das ausgewiesene Eigenkapital.
Das Ziel ist es, empirisch zu untersuchen, ob die Finanzkrise zu einer vorsichtigeren Aktivierung von Verlustvorträgen geführt hat und wie sich dies auf das Eigenkapital der untersuchten Unternehmen auswirkt.
Es handelt sich um eine empirische Analyse der Geschäftsberichte von 54 DAX- und MDAX-Unternehmen über den Zeitraum von 2005 bis 2009.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der IFRS-Bilanzierungsvorschriften und eine detaillierte empirische Untersuchung anhand deskriptiver Statistiken, VAV-Analysen und VAE-Berechnungen.
Kernbegriffe sind latente Steuern, steuerliche Verlustvorträge, Finanzkrise, IFRS, IAS 12, VAV, VAE und Bilanzpolitik.
Die Arbeit zeigt, dass die Unternehmen in der Krise ab 2008 tendenziell vorsichtiger bilanziert haben, was sich in einem Rückgang des Verlustansatzverhältnisses (VAV) widerspiegelt.
Das VAV ist ein in der Arbeit gebildetes Verhältnis aus aktivierten Verlustvorträgen zum Gesamtbestand an Verlustvorträgen, das als Indikator für die Zuversicht des Managements in zukünftige Gewinne dient.
Der Ansatz führt zu einer erfolgswirksamen Erhöhung des Eigenkapitals, wobei die Arbeit zeigt, dass dieser Effekt (VAE) in Krisenzeiten variiert und tendenziell abnimmt.
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