Bachelorarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 2,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Thementragende Begriffserklärungen
2.1 Begriff Issue(s)
2.1.1 Merkmale von Issues
2.1.2 Idealtypischer zeitlicher Verlauf eines Issue-Lebenszyklus
2.2 Issue Management und seine Einbindung in die Unternehmensstrategie
3 Das Verfahren des Issue Managements
3.1 Identifikation: potentielle Issues entdecken
3.1.1 Scanning
3.1.2 Monitoring
3.1.3 Forecasting
3.2 Analyse: Selektion und Priorisierung von Issues
3.2.1 Selektion und Priorisierung anhand von Analysedimensionen
3.2.2 Selektion und Priorisierung anhand einer Stakeholder-Analyse
3.3 Strategieentwicklung und -umsetzung
3.4 Prozessevaluation und Lernprozesse
4 Chancen und Grenzen des Issue Managements
5 Praxisbeispiel: Nord Stream-Pipeline
5.1 Die Nord Stream-Pipeline
5.2 Kommunikationsbezogene Situationsanalyse
5.2.1 Identifikation und Selektion relevanter Issues
5.2.2 Issue-relevantes Kommunikationskonzept
5.3 Fazit Praxisbeispiel
6 Schlussbetrachtung
7 Quellenverzeichnis
Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Verfahren des Issue Managements als strategisches Instrument der Unternehmenskommunikation zu beschreiben und dessen Beitrag zur Erfolgs- und Risikokontrolle zu erläutern, wobei die praktische Anwendung anhand des Projekts Nord Stream-Pipeline aufgezeigt wird.
3.1 Identifikation: potentielle Issues entdecken
Die Issue-Identifikation ist die wichtigste und anspruchvollste Schlüsselfunktion im Issue Management-Prozess. In diesem ersten Schritt wird vor allem mit Umweltanalysen und -prognosen gearbeitet, die in der Regel die Phasen des Scanning, Monitoring und Forecasting umfassen. Um Issues möglichst frühzeitig zu identifizieren, werden sämtliche Informationen, die für das Unternehmen relevant sein können, gesammelt und analysiert. Auch schwer zu entdeckende schwache Signale, Daten aus der Unternehmensumwelt, müssen erkannt und in unternehmensrelevante Informationen umgewandelt werden. Die besondere Schwierigkeit liegt vor allem darin, nach etwas zu suchen, von dem man noch nicht weiß, dass man es sucht. Spätestens an diesem Punkt werden die Grenzen und Einschränkungen des Issue Managements deutlich.
Denn weder kündigen sich Chancen und Risiken durch schwache Signale an, noch können valide Kriterien festgelegt werden, anhand derer die Suche zu erfolgen hat. Die Kriterien müssen vielmehr im Unternehmenskontext entwickelt und die Wahrnehmung von potentiell relevanten Issues auf breiter Ebene organisiert werden. Für international agierende Unternehmen, wie am Praxisbeispiel der Nord Stream-Pipeline in dieser Arbeit erläutert, gilt dies umso mehr, da sie zusätzlich auf nationale Eigentümlichkeiten und länderübergreifende Vorkommnisse achten müssen. Im Folgenden werden die Instrumente beschrieben, mit denen potentielle Issues identifiziert werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Kommunikation in einer komplexen globalen Welt und führt in die Zielsetzung ein, Issue Management als strategisches Führungsinstrument zu beschreiben.
2 Thementragende Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe "Issue" und "Issue Management" und erläutert den idealtypischen Lebenszyklus eines Issues.
3 Das Verfahren des Issue Managements: Das Kapitel stellt die fünf Kernphasen des Prozesses dar, von der Umfeldbeobachtung über die Identifikation und Analyse bis zur Strategieentwicklung und Evaluation.
4 Chancen und Grenzen des Issue Managements: Hier werden die Möglichkeiten und die systemischen Herausforderungen, insbesondere durch neue Medien und die Unvorhersehbarkeit öffentlicher Diskurse, diskutiert.
5 Praxisbeispiel: Nord Stream-Pipeline: Anhand des Nord Stream-Projekts wird konkret veranschaulicht, wie eine Situationsanalyse zur Identifikation von Issues führt und welche Kommunikationsmaßnahmen abgeleitet werden.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Issue Management als festen Bestandteil der strategischen Unternehmensführung zu etablieren.
Issue Management, Unternehmenskommunikation, Stakeholder-Analyse, SWOT-Analyse, Nord Stream-Pipeline, Issue-Lebenszyklus, Strategische Planung, Krisenprävention, Reputation, Risikopotential, Chancenmanagement, Öffentlichkeit, Medienresonanz, Unternehmensführung, Umfeldbeobachtung.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Anwendung des Issue Managements als Instrument der Unternehmenskommunikation, um Chancen und Risiken in einem komplexen Umfeld zu steuern.
Zentrale Felder sind die Identifikation und Analyse von Issues, die Verknüpfung von Issue Management mit der Unternehmensstrategie sowie die praktische Anwendung im Rahmen der Nord Stream-Pipeline.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch systematisches Issue Management ihre Handlungsfreiheit sichern, Reputationsschäden vermeiden und aktiv Chancen am Markt nutzen können.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu Managementmodellen und setzt konkrete Analyseinstrumente wie die SWOT-Analyse und die Stakeholder-Analyse für das Praxisbeispiel ein.
Im Hauptteil werden die theoretischen Prozessphasen des Issue Managements detailliert erläutert und anschließend auf das Projekt Nord Stream angewendet, um konkrete Kommunikationsstrategien zu entwickeln.
Wichtige Begriffe sind Issue Management, Stakeholder-Management, Unternehmensreputation, Strategische Planung und Kommunikationsanalyse.
Der Lebenszyklus beschreibt die zeitliche Dynamik eines Themas von der Entstehung (Latenzphase) über das Erlangen öffentlicher Aufmerksamkeit bis zur Reife- und Abschwungphase.
Die SWOT-Analyse wird als integrative Methode genutzt, um die interne Leistungsfähigkeit den externen Chancen und Risiken des Pipeline-Projekts systematisch gegenüberzustellen.
Stakeholder wie Umweltschutzverbände oder Behörden sind "Issue-Raiser", deren Ansprüche die strategische Ausrichtung und das Kommunikationskonzept maßgeblich beeinflussen.
Das Internet wird als große Herausforderung beschrieben, da es Themen extrem schnell verbreitet, unkontrollierbar macht und somit die klassische Steuerung erschwert.
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