Bachelorarbeit, 2012
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung „Sicherungsverwahrung“
3. Relevanz des Themas
4. Resozialisierung von Haftentlassenen der Sicherungsverwahrung
4.1 Begriffsbestimmung „Resozialisierung“
4.2 Notwendige Ausgestaltung der Resozialisierung anhand ausgewählter Theorien
4.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.4 Praktische Umsetzung der Resozialisierung
4.5 Stigmatisierung
5. Schlussbemerkungen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen und Notwendigkeiten der Resozialisierung für Menschen, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die Soziale Arbeit durch ein ganzheitliches Übergangsmanagement dazu beitragen kann, die gesellschaftliche Wiedereingliederung zu fördern und die Stigmatisierung dieser Personengruppe abzubauen, um ein straffreies Leben in Freiheit zu ermöglichen.
4.2 Notwendige Ausgestaltung der Resozialisierung anhand ausgewählter Theorien
In der Sozialen Arbeit und ihren Bezugswissenschaften gibt es eine Vielzahl an Theorien, mit denen die notwendige Ausgestaltung der Resozialisierung zum Abbau der in der Einleitung skizzierten Stressoren begründet werden kann. All diese theoretischen Ansätze aufzugreifen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, daher werden hier nur die Systemtheorie, die soziale Unterstützungstheorie, die Arbeitsform Gemeinwesenarbeit und zwei ausgewählte Kriminalitätstheorien beschrieben.
Die Systemtheorie nach Peter Lüssi ist ein ganzheitlicher Ansatz. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch sich in unterschiedlichen Systemen bewegt, in denen er verschiedene Rollen einnimmt. In der systemischen Arbeit soll daher nicht nur der Sicherungsverwahrte betrachtet werden, sondern die gesamten Systeme, denen er angehört und die in Wechselwirkung miteinander stehen. Dadurch soll im Rahmen der Resozialisierung über die Arbeit mit dem Maßregelinsassen, beispielsweise in Form von Therapie, hinaus auch mit weiteren wichtigen Systemangehörigen, wie z.B. Familienmitgliedern und der Öffentlichkeit gearbeitet werden. Ursachen, die zur Straffälligkeit geführt haben, werden dabei nicht ausschließlich beim Täter, sondern ebenfalls in seinen Beziehungen gesucht. Es kann beispielsweise sein, dass einzelne seiner Systeme nicht miteinander harmonieren oder ein System sich dysfunktional verhält. Diese Aspekte sind wichtige Anknüpfungspunkte für die Resozialisierung, um einen nachhaltigen Erfolg zu schaffen, der zu dem Klienten mit seinen Rollen in den unterschiedlichen Systemen passt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2011 und definiert die zentrale Rolle der Sozialen Arbeit bei der Resozialisierung nach der Entlassung.
2. Begriffsbestimmung „Sicherungsverwahrung“: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Definitionen und Varianten der Sicherungsverwahrung nach dem Strafgesetzbuch.
3. Relevanz des Themas: Anhand statistischer Daten wird die Bedeutung und der Umfang der Sicherungsverwahrung in Deutschland dargestellt.
4. Resozialisierung von Haftentlassenen der Sicherungsverwahrung: Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die praktischen Herausforderungen der Wiedereingliederung und des Umgangs mit Stigmatisierung.
5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Übergangsmanagements zusammen und betont die gesellschaftliche Verantwortung für eine gelungene Inklusion.
Sicherungsverwahrung, Resozialisierung, Soziale Arbeit, Stigmatisierung, Straffälligenhilfe, Übergangsmanagement, Systemtheorie, Inklusion, Kriminalitätstheorien, Wiedereingliederung, Strafvollzugsgesetz.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Möglichkeiten der Resozialisierung für Personen nach einer Sicherungsverwahrung aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.
Die Themenfelder umfassen rechtliche Rahmenbedingungen, theoretische Resozialisierungskonzepte, das Übergangsmanagement und die Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein ganzheitliches Unterstützungssystem dazu beitragen kann, entlassenen Sicherungsverwahrten ein straffreies Leben in Freiheit zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten, um die aktuelle Situation der Betroffenen darzustellen.
Im Hauptteil werden theoretische Ansätze (z.B. Systemtheorie) mit der praktischen Umsetzung und den rechtlichen Anforderungen für eine gelungene Resozialisierung verknüpft.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sicherungsverwahrung, Resozialisierung, Stigmatisierung und Übergangsmanagement geprägt.
Die Stigmatisierung wird als wesentliches Hindernis für die Integration identifiziert, das sowohl die Betroffenen selbst als auch deren Umfeld negativ beeinflusst.
Das Übergangsmanagement gilt als entscheidende Schnittstelle, um den Bruch zwischen dem voll strukturierten Maßregelvollzug und der Freiheit durch ein kontinuierliches Netzwerk abzufedern.
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