Masterarbeit, 2003
90 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Quellen
1.3 Methoden
1.4 Aufbau
2 Norm und Wirklichkeit des Verhältnisses von Politik und Verwaltungsmanagement in der hessischen Kommunalverfassung
2.1 Rechtsgrundlagen der kommunalen Selbstverwaltung
2.2 Theoretische Modelle politischer Führung
2.3 Entscheidungsstrukturen
2.4 Entscheidungsprozesse
2.5 Kompetenzverteilung und Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung
2.6 Zusammenfassung
3 Auswirkungen des Neuen Steuerungsmodells auf das Kräfteverhältnis zwischen Politik und Verwaltung
3.1 Ziele des Neuen Steuerungsmodells
3.2 Instrumente
3.2.1 Produktorientierter Haushalt und Budgetierung
3.2.2 Controlling und Berichtswesen
3.2.3 Kontraktmanagement
3.3 Reforminteresse
3.4 Modernisierungskonzepte und aktueller Managementansatz
3.5 Verwaltungswirklichkeit
3.6 Umsetzungsprobleme und Reformhindernisse
3.7 Auswirkungen auf die Reformziele
3.8 Lösungsansätze
3.9 Zusammenfassung
4 Schluss
4.1 Zusammenfassung der Untersuchung
4.2 Ergebnis und Schlussfolgerung
4.3 Weiterführende Fragen
Die Masterarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltungsmanagement unter dem Einfluss des Neuen Steuerungsmodells (NSM) am Beispiel der hessischen Kommunalverwaltung und analysiert dabei, wie sich das Kräfteverhältnis durch die Verwaltungsreform faktisch verändert hat.
3.5 Verwaltungswirklichkeit
Das Konzept des Neuen Steuerungsmodells mit seinen Elementen soll nun mit der Verwaltungswirklichkeit konfrontiert werden.
„Verwaltungsreform? Wenn schon, dann soll die Verwaltung sich darum kümmern und die Politik davon verschonen!“ So die in einer Sitzungspause zu hörende Auffassung eines Kommunalpolitikers.
Dieser Ausspruch zeigt deutlich, dass die Politik sich nur schwer vorstellen kann, dass die Managementprobleme und Steuerungsdefizite in den Kommunen auch evident mit den Stadtverordneten zu tun haben und ihre Beseitigung auch von ihrem Verhalten abhängig ist.
Einige der Defizite, die aus Sicht der Politik bestehen, wie beispielsweise der Informationsvorsprung der Verwaltung oder kein an den Bedürfnissen der Politik ausgerichtetes Berichtswesen, lassen sich der Verwaltung anlasten.
Praktische Erfahrungen des Verfassers und die im Rahmen dieser Arbeit ausgewertete Befragung von Stadtverordneten ergab, dass die Kommunalpolitiker sich trotz umfangreicher Sitzungsvorlagen und Berichte unzureichend oder nicht rechtzeitig informiert fühlen, um sachgerechte Entscheidungen treffen zu können. Dies führt dazu, dass verstärkt mündliche und schriftliche Anfragen auf parlamentarischem Weg an die Verwaltung gestellt werden oder durch informelle Kontakte versucht wird, die gewünschten Informationen zu erhalten. Dies alles ist natürlich mit einem zusätzlichen nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden, der dazu führt, dass andere, vielleicht aus strategischer Sicht wichtigere Sachverhalte nicht oder nur unzureichend in die Überlegungen mit einbezogen werden. Dieses Dilemma verstärkt sich bei den Fraktionsvorsitzenden, die zudem die relevanten Themen erarbeiten, strukturieren und den Fraktionsmitgliedern nahe bringen müssen.
1 Einleitung: Definiert das Thema, die Fragestellung und den methodischen Aufbau der Untersuchung zur Verwaltungsreform.
2 Norm und Wirklichkeit des Verhältnisses von Politik und Verwaltungsmanagement in der hessischen Kommunalverfassung: Analysiert die rechtlichen Grundlagen, Entscheidungsstrukturen und theoretischen Modelle der kommunalen Führung.
3 Auswirkungen des Neuen Steuerungsmodells auf das Kräfteverhältnis zwischen Politik und Verwaltung: Untersucht die Implementierung von NSM-Instrumenten und deren Einfluss auf das Machtgefüge sowie die damit verbundenen Umsetzungshürden.
4 Schluss: Fasst die Ergebnisse zusammen, zieht Schlussfolgerungen über den Erfolg der Reform und wirft weiterführende Fragen auf.
Neues Steuerungsmodell, NSM, Kommunalverwaltung, Verwaltungsmanagement, Politik, Kommunalpolitik, Kontraktmanagement, Verwaltungsreform, Budgetierung, Politikverflechtung, Stadtverordnetenversammlung, Führung, Reformhindernisse, Effizienz, Kommunalverfassung
Die Arbeit analysiert das Verhältnis von Politik und Verwaltungsmanagement unter dem Neuen Steuerungsmodell in hessischen Kommunalverwaltungen.
Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse, die Rolle der Kommunalpolitik, das Kontraktmanagement und die Herausforderungen bei der Umsetzung von Verwaltungsreformen.
Es soll geklärt werden, wie sich das Kräfteverhältnis zwischen Politik und Verwaltung durch das Neue Steuerungsmodell de facto verändert hat und welche Konsequenzen dies für die Praxis hat.
Neben der Auswertung von Sekundärliteratur und Rechtsgrundlagen wurden eigene Umfragen unter Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt sowie teilnehmende Beobachtungen genutzt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konfrontation von NSM-Konzepten mit der Verwaltungswirklichkeit, der Analyse von Instrumenten wie dem Kontraktmanagement und der Identifikation von Reformhindernissen.
Die Kernbegriffe sind Neues Steuerungsmodell (NSM), Kommunalpolitik, Verwaltungsmodernisierung, Kontraktmanagement und die politische Steuerung.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Bilanz nach über zehn Jahren eher bescheiden ist und der erhoffte Paradigmenwechsel in der Praxis ausgeblieben ist.
Da die spezifische "unechte Magistratsverfassung" Hessens den Untersuchungsrahmen bildet, ist diese zentral für die Analyse der Entscheidungsabläufe in den betrachteten Kommunen.
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