Bachelorarbeit, 2011
100 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
Teil A Theoretischer Teil
2. Psychoanalyse
2.1.1. Von den Anfängen bis zur Gegenwart
2.2. Das Menschenbild nach Freud
2.3. Stellung der Psychoanalyse innerhalb der Wissenschaften
2.4. Grundüberzeugungen der Psychoanalyse
3. Die psychoanalytische Theorie der Gegenübertragung
3.1. Die Entdeckungsgeschichte der Gegenübertragung
3.2. Definition der Übertragung
3.3. Definition der Gegenübertragung
3.4. Definition der Gegenübertragung nach C.G. Jung
3.5. Beispiel zur Übertragung
3.6. Beispiel zur Gegenübertragung
3.7. Formen der Gegenübertragung
3.8. Gegenübertragungswiderstand
3.9. Beispiel zum Gegenübertragungswiderstand
3.10. Die Gegenübertragungsanalyse
3.11. Die Gegenübertragungsbereitschaft
3.12. Die Gegenübertragung als analytische Methode
3.13. Die Gegenübertragung im Bild
4. Sandspieltherapie
4.1. Geschichte der Sandspieltherapie
4.2. Theoretischer Hintergrund der Sandspieltherapie
4.2.1. Das Selbst
4.2.2. Ich-Komplex
4.2.3. Persona
4.2.4. Schatten
4.2.5. Das Unbewusste
4.2.6. Komplexe
4.2.7. Archetypen
4.2.8. Symbolik
4.2.9. Individuation
4.2.10. Das Bild
4.2.11. Kreativität
4.3. Die Methode des Sandspiels
4.3.1. Die Gestaltung des Sandspielraumes
4.3.2. Der Sandkasten als Übertragungsraum
4.3.3. Die Haltung des Therapeuten
4.3.4. Wirksamkeit der Sandspieltherapie
4.3.5. Praktische Durchführung
4.3.6. Therapiebeginn
4.3.7. Verlauf der Stunde
4.3.8. Abschluss der Stunde
4.3.9. Dokumentation
4.3.10. Interpretation
4.3.11. Indikation
Teil B Praktischer Teil
5. Forschungsmethode
5.1. Zum Forschungsstand
5.2. Motivation und Vorgehensweise
5.3. Die Studienteilnehmer
5.4. Qualitative empirische Sozialforschung
5.5. Die Methodentriangulation
5.6. Die schriftliche Befragung
5.6.1. Die Datenerhebung
5.6.2. Die Datenerfassung
5.6.3. Die Datenauswertung
5.7. Das Sandbild
5.7.1. Die Datenerhebung
5.7.2. Die Datenerfassung
5.7.3. Die Datenauswertung
6. Auswertung
6.1. Auswertungsschritte zum Fragebogen nach Kriterien der qualitativen Inhaltsanalyse
6.2. Auswertungsschritte zum Sandbild B
6.3. Hypothesenbildung
6.4. Ergebnisdarstellung
7. Diskussion
8. Weiterführende Fragestellungen
9. Fazit
10. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob sich Gegenübertragungsprozesse in einem Sandbild visualisieren lassen. Dabei wird die Verbindung zwischen einem vorgegebenen Sandbild A aus einem therapeutischen Kinderspiel und einem von Probanden gestalteten Sandbild B analysiert, um zu klären, ob durch diesen Prozess therapeutische Interaktionen verständlich und bewusst gemacht werden können.
3.1. Die Entdeckungsgeschichte der Gegenübertragung
Wie der Begriff der „Übertragung“ ist auch die „Gegenübertragung“ eine Wortschöpfung Sigmund Freuds. Das Wort taucht erstmalig im Jahre 1909 in einem Brief an C.G. Jung auf, der sich mit einer Patientin in eine Liebesbeziehung verstrickt hatte. Verständnisvoll rät Freud seinem jüngeren Kollegen, sich jene „nötige harte Haut“ wachsen zu lassen, mit deren Hilfe es gelinge, „der Gegenübertragung, in die man doch jedes Mal versetzt“ werde, „Herr“ zu werden (Freud-Jung Briefwechsel 1974, S. 255, zit. nach Oberhoff 2009, S. 112). Freuds Beschäftigung mit dem Konzept der Gegenübertragung als emotionalem Vorgang im Analytiker - analog zum primären Begriff der Übertragung als psychischem Vorgang im Patienten - war ursächlich möglicherweise ausgelöst durch die Schwierigkeiten seiner ersten Schüler Jung und Ferenczi in der psychoanalytischen Behandlung. Die Frage des Umgangs mit bestimmten erotisch- sexuell getönten Formen der Übertragung, die für den Analytiker eine entsprechende Distanzierung, Verarbeitung und Bewältigung der eigenen emotionalen Verstrickung erforderte, beunruhigte Freud. Boten doch diese Formen der so genannten Liebesübertragung, die für den Analytiker verständlicherweise oft schwer zu bewältigen, heftig und verführerisch zugleich waren, eine Angriffsfläche für die damaligen zahlreichen Feinde der Psychoanalyse.
1. Einführung: Hinführung zur Fragestellung, ob Gegenübertragungsprozesse in Sandbildern visualisiert werden können, eingebettet in den Kontext der Heilpädagogik und Psychoanalyse.
2. Psychoanalyse: Darstellung der historischen Entwicklung und der Grundüberzeugungen der Psychoanalyse sowie des Menschenbildes nach Freud.
3. Die psychoanalytische Theorie der Gegenübertragung: Eingehende theoretische Auseinandersetzung mit der Gegenübertragung, ihrer Definition, ihrer historischen Wandlung vom Hindernis zum diagnostischen Instrument sowie ihrer Rolle im therapeutischen Prozess.
4. Sandspieltherapie: Erläuterung der Methode des therapeutischen Sandspiels nach Dora Kalff, inklusive des theoretischen Hintergrunds sowie der praktischen Anwendungsmöglichkeiten.
5. Forschungsmethode: Beschreibung des Studiendesigns, der Datenerhebung durch das Sandspiel und der qualitativen Auswertung der Ergebnisse.
6. Auswertung: Detaillierte Analyse der Ergebnisse aus den Fragebögen und den gestalteten Sandbildern der Probanden.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und der Eignung des Sandspiels zur Erfassung von Gegenübertragungsprozessen.
8. Weiterführende Fragestellungen: Ausblick auf mögliche vertiefende Forschungsansätze bezüglich der Dynamik zwischen Übertragung und Gegenübertragung.
9. Fazit: Zusammenfassende Würdigung der Bedeutung der Gegenübertragung für das professionelle Handeln in therapeutischen und heilpädagogischen Kontexten.
10. Ausblick: Einschätzung zur Notwendigkeit der Schulung der Selbstwahrnehmung in sozialen und therapeutischen Berufen.
Psychoanalyse, Gegenübertragung, Sandspieltherapie, Visualisierung, Heilpädagogik, C.G. Jung, Freud, Übertragung, Sandbild, Analytische Psychologie, Individuation, Projektive Verfahren, Qualitative Inhaltsanalyse, Therapeutische Interaktion, Selbstreflexion
Die Arbeit untersucht, ob sich unbewusste Gegenübertragungsprozesse, die in einer therapeutischen Beziehung entstehen, mittels der Sandspieltherapie sichtbar machen und analysieren lassen.
Die Schwerpunkte liegen auf der psychoanalytischen Theorie, dem Konzept der Gegenübertragung sowie der praktischen Anwendung des Sandspiels als projektives diagnostisches Medium.
Primäres Ziel ist es, zu klären, ob Probanden durch die Gestaltung eines eigenen Sandbildes auf ein vorgegebenes Sandbild eines Kindes reagieren und ob diese Reaktion als Spiegelung der Gegenübertragung interpretiert werden kann.
Es handelt sich um eine qualitative empirische Sozialforschung, in der die Daten (Fragebögen und Fotografien der Sandbilder) mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der theoretische Teil erläutert die Grundlagen der Psychoanalyse und der Sandspieltherapie, während der praktische Teil das Studiendesign und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse präsentiert.
Zu den zentralen Begriffen zählen Gegenübertragung, Sandspieltherapie, Visualisierung, therapeutische Interaktion und die analytische Psychologie nach C.G. Jung.
Das Sandspiel eignet sich besonders gut, da es eine nonverbale Ausdrucksebene bietet und dem Unbewussten nähersteht als rein sprachliche Methoden.
Das Wasser und das Krokodil werden als Kernkategorien verwendet, da sie in den Darstellungen der Probanden zentrale Rollen in Bezug auf Bedrohung und Sicherheit einnehmen.
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