Bachelorarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Forschungsstand und Forschungsfrage
III. Theoretische Grundlagen
1. Emotionen – ein Fundament menschlichen Lebens
1.1 Emotionen und geistige Behinderung
1.2 Emotionstheorien
1.3 Die Entwicklung von Emotionen
1.4 Bedeutung der Emotionsforschung für Menschen mit geistiger Behinderung
2. Angst
2.1 Die Entstehung von Ängsten
2.1.1 Angst als erlerntes Verhalten
2.1.1.1 Klassische Konditionierung
2.1.1.2 Operante Konditionierung
2.1.1.3 Zwei Faktoren-Modell nach Mowrer
2.1.2 Die Entstehung fundamentaler Ängste in der kindlichen Entwicklung
2.2 Klassifikation und Angstdiagnostik
3. Ängste bei Menschen mit geistiger Behinderung
3.1 Berücksichtigung zusätzlicher Wirkfaktoren
3.1.1 Einflussfaktoren
3.1.2 Entwicklungspsychologische Aspekte
3.2 Das Dilemma der ‚Doppeldiagnose‘ und der ‚fehlenden Diagnose‘
3.3 Besonderheiten in der Diagnostik bei Menschen mit geistiger Behinderung
4. Umgang mit Ängsten bei Menschen mit geistiger Behinderung
4.1. Grundlagen und Grundhaltung der therapeutisch-pädagogischen Arbeit
4.2 Ansätze aus der Verhaltenstherapie
4.2.1 Grundprinzipien und Vorgehen
4.2.2 Konkrete Umgangsmöglichkeiten
4.2.3 Verhaltenstherapeutische Prozesse und Therapiegrundlagen bei Angststörungen
4.3 Ansätze aus der tiefenpsychologisch-psychoanalytischen Therapie
4.4 Entspannungsverfahren
4.4.1 Fantasiereisen
4.4.2 Snoezelen
4.4.3 Basale Stimulation
4.5 Ressourcenorientierte Ansätze
4.5.1 Ressourcen
4.5.2 Ressourcenaktivierung
4.5.3 Resilienz
4.5.4 Ressourcendiagnostik
4.5.5 Ressourcenorientierte Methoden und Techniken
IV. Einzelfallstudie
1. Methodisches und inhaltliches Vorgehen
2. Informationen zur Person
2.1 Anamnestische Daten und Diagnose
2.2 Biografie
2.3 Alltag, Beruf und Freizeit
2.4 Emotional-soziale Entwicklung
2.5 Kognitive Entwicklung
3. Ressourcen- und Angstanalyse
3.1 Ressourcenanalyse
3.2 Angstanalyse
4. Die therapeutisch-pädagogische Arbeit
4.1 Ressourcenaktivierung im Alltag
4.2 Projekt ‚Visueller Emotionsplan‘
4.3 Situative Interventionen im Alltag
5. Auswertung
5.1 Auswertung der Ressourcenaktivierung im Alltag
5.2 Auswertung des Projekts ‚Visueller Emotionsplan‘
5.3 Auswertung der situativen Interventionen im Alltag
5.4 Abschließende Erkenntnisse
6. Ausblick
V. Resümee
VI. Literaturverzeichnis
VII. Abbildungsverzeichnis
VIII. Tabellenverzeichnis
IX. Anhang
1. Ressourcen-Checkliste
2. Leitfaden zum Gespräch mit der Mutter
3. Auswertung ‚Ressourcen-Checkliste‘
4. Strukturierte Beobachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Möglichkeiten für einen ressourcenorientierten Umgang mit Ängsten bei Menschen mit geistiger Behinderung zu untersuchen und aufzuzeigen, wie vorhandene Potenziale zur Verbesserung der Lebensqualität und Angstbewältigung genutzt werden können.
3.3 Besonderheiten in der Diagnostik bei Menschen mit geistiger Behinderung
Die möglichen Methoden der Diagnosefindung bei einem Menschen mit geistiger Behinderung unterscheiden sich grundsätzlich nicht von denen, die bei Menschen ohne Behinderung angewendet werden. Allerdings gibt es besondere Merkmale, die berücksichtigt werden müssen und strukturell-methodische Probleme, die sich bei diesem Personenkreis auftun. Überdies hinaus stehen diagnostische Testmaterialen, die speziell auf diesen Personenkreis ausgelegt sind, zur Verfügung.
Durch häufig wechselnde Betreuungspersonen und der dadurch erschwerten Verlaufsbeurteilung (vor allem in institutionellen Einrichtungen) erschwert das das Erkennen von Störungsanzeichen oftmals erheblich. Gibt es Anzeichen, für eine mögliche Störung, erfolgt die Zuführung zur Diagnostik und Behandlung durch Dritte und nicht durch den Betroffenen selbst. Durch die häufig eingeschränkte Kommunikation, aufgrund von vermindertem Sprachausdruck, vermindertem Verständnis und Sprech- und Sprachstörungen, gestaltet sich die Eigenanamnese schwierig. Erschwerend kommt hinzu, dass bei Menschen mit einer geistigen Behinderung die Introspektionsfähigkeit eingeschränkt ist. Hiermit ist die Selbstbeobachtung gemeint, die durch Betrachten, Beschreiben und Analysieren des eigenen Erlebens und Verhaltens geschieht.
I. Einleitung: Einführung in das Thema, Motivation der Arbeit und Darstellung des ressourcenorientierten Fokus.
II. Forschungsstand und Forschungsfrage: Auseinandersetzung mit der höheren Auftretenswahrscheinlichkeit von Ängsten bei Menschen mit geistiger Behinderung und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.
III. Theoretische Grundlagen: Fundierung zu Emotionen, Entstehung von Angst und Besonderheiten der Diagnostik bei dieser Personengruppe.
IV. Einzelfallstudie: Anwendung ressourcenorientierter Ansätze und Methoden an einer jungen Frau mit Down-Syndrom.
V. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen.
Ressourcenorientierung, Angst, geistige Behinderung, therapeutisch-pädagogische Arbeit, Ressourcenaktivierung, Emotionsregulation, Verhaltensanalyse, Diagnostik, Resilienz, Einzelfallstudie, Angststörungen, Bewältigungsstrategien, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht, wie ein ressourcenorientierter Ansatz professionell genutzt werden kann, um Menschen mit geistiger Behinderung bei der Bewältigung von Ängsten zu unterstützen.
Zentrale Felder sind die psychologische Angsttheorie, die Bedeutung von Ressourcenaktivierung, sowie spezifische diagnostische und therapeutische Strategien im heilpädagogischen Kontext.
Ziel ist es zu klären, wie Ressourcen gestärkt und aktiviert werden können, um eine Verbesserung der Angstsituation bei Menschen mit geistiger Behinderung zu erreichen und welche praktischen Methoden dabei unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu theoretischen Grundlagen sowie einer qualitativen Einzelfallstudie zur praktischen Erprobung und Auswertung der Methoden.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Aufarbeitung von Emotionstheorien und Angstmodellen als auch die detaillierte Darstellung einer Fallstudie inklusive Ressourcenanalyse und Interventionsplanung.
Wichtige Begriffe sind Ressourcenorientierung, Angst, geistige Behinderung, Ressourcenaktivierung und Einzelfallstudie.
Sie schlägt vor, den Fokus von rein pathologisierenden Störungsbegriffen hin zu einer differenzierten deskriptiven Diagnostik zu verlagern, die das Wohlbefinden und die Potenziale des Individuums in den Mittelpunkt stellt.
Die Beziehung wird als eine der zentralen Ressourcen angesehen. Sie dient als Basis für alle therapeutischen Interventionen und ist entscheidend für den Erfolg der pädagogischen Arbeit.
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