Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Beziehungen in Netzwerken
2.1 Unternehmungsnetzwerk
2.2 Strategische Netzwerke
2.3 Joint Ventures
2.4 Interorganisationale und individual-organisationale Beziehungen
2.4.1 Relational actors
2.4.2 Relational objectives
2.4.3 Relational factors
2.4.4 Relational arrangements
3. Wichtigkeit von Netzwerken in der Automobilindustrie im globalen Kontext
4. Der chinesische Markt der Automobilindustrie
4.1 Veränderungen des chinesischen Automobilmarktes seit 1978
4.2 Relational actors einer Unternehmung auf dem chinesischen Markt
4.2.1 Industriespezifische Akteure
4.2.1.1 Vertikale Lieferbeziehungen
4.2.1.2 Vertikale Abnehmerbeziehungen
4.2.1.3 Direkte horizontale Beziehungen
4.2.1.4 Indirekte horizontale Beziehungen
4.2.2 Kontextspezifische Umweltbeziehungen
4.2.2.1 Soziokulturelle Umweltbeziehungen
4.2.2.2 Ökonomische Umweltbeziehungen
4.2.2.3 Politisch-rechtliche Umweltbeziehungen
4.2.2.4 Technische Umweltbeziehungen
4.3 Zukünftige Entwicklung des chinesischen Automobilmarktes
5. Netzwerkbeziehungen von Volkswagen in China
5.1 Relational actors
5.2 Relational objectives
5.3 Relational factors
5.4 Relational arrangements
5.5 Darstellung von Volkswagen in China
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Netzwerkbeziehungen der Volkswagen AG auf dem chinesischen Automobilmarkt. Ziel ist es, durch die Anwendung betriebswirtschaftlicher Netzwerkkonzepte die strategischen Erfolgsfaktoren sowie die spezifischen Rahmenbedingungen in China zu analysieren, um das erfolgreiche Marktagieren von Volkswagen zu erklären.
2.1 Unternehmungsnetzwerk
Nach Wöhe ist eine Unternehmung ein Betrieb im marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystem (vgl. Wöhe, S. 37). Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf Märkten autonom agiert und durch keine andere Organisation fremdbestimmt ist. Gelenkt wird diese hierarchisch, direkt durch den Unternehmer oder indirekt durch den Manager. Diese hierarchische Organisationsform steht dem Markt gegenüber, auf dem der Preis die Transaktionen steuert (vgl. Sydow 1992, S. 78). In wirtschaftlicher Hinsicht handelt es sich jedoch um eine relative Selbstständigkeit, da Unternehmungen in Beziehungsgeflechte eingebunden sind, welche von Lieferanten und Abnehmern, Verbänden und Staaten geprägt werden. Daher kann es faktisch keine autonome Marktunternehmung geben (vgl. Sydow 1992, S. 79).
Im Folgenden wird der Begriff des Unternehmensnetzwerks definiert. Hierbei kann zunächst das soziale Netzwerk als Ausgangspunkt genommen werden, welches nur das Individuum ausschließt. Durch diesen Ausgangspunkt wird vermieden, sich bei der Betrachtung auf rein ökonomische Austauschbeziehungen zu beschränken. Bei einem Netzwerk handelt es sich somit um soziale Beziehungen zwischen verschiedenen Akteuren. Dieses können Personen, Gruppen, Gemeinschaften, Gesellschaften, Organisationen und Organisationskollektive sein, die in ein heterogenes Netzwerk eingebettet sind. So sind Beziehungen - was Inhalt, Form und Intensität betrifft - zwischen allen Akteuren eines Netzwerkes unterschiedlich (vgl. Sydow 1992, S. 78).
Wenn die Akteure in einem sozialen Netzwerk Organisationen im Sinne einer Institution sind, so handelt es sich um ein interorganisationales Netzwerk. Dementsprechend handelt es sich bei einem Netzwerk von Unternehmungen um ein Unternehmensnetzwerk (vgl. Sydow 1992, S. 78).
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Ambition von Volkswagen, Weltmarktführer zu werden, und begründet die Notwendigkeit, Netzwerkbeziehungen im strategisch wichtigen Markt China zu analysieren.
2. Beziehungen in Netzwerken: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Unternehmensnetzwerken, strategischen Netzwerken und Joint Ventures sowie den interorganisationalen Analysewerkzeugen von de Wit und Meyer.
3. Wichtigkeit von Netzwerken in der Automobilindustrie im globalen Kontext: Hier wird erläutert, warum die Automobilbranche als Vorreiter bei der Bildung von Netzwerken gilt, insbesondere aufgrund sinkender Fertigungstiefe.
4. Der chinesische Markt der Automobilindustrie: Das Kapitel analysiert die historische Entwicklung, die Akteure und die spezifischen Umweltfaktoren des chinesischen Automobilsektors seit 1978.
5. Netzwerkbeziehungen von Volkswagen in China: Dieses Kapitel wendet die zuvor erarbeiteten Analyserahmen explizit auf das Engagement von Volkswagen in China an, inklusive der Joint Ventures und des Vertriebsnetzes.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg Volkswagens durch die konsequente Nutzung von Joint Ventures im Kontext des chinesischen Marktes.
Volkswagen, China, Joint Venture, Automobilindustrie, Netzwerkbeziehungen, Unternehmensnetzwerk, Markteintritt, Zulieferindustrie, Strategie, Standortwahl, interorganisationale Beziehungen, industrielle Entwicklung, Wettbewerbsvorteil, Produktion, Regionalstruktur.
Die Arbeit analysiert die Netzwerkbeziehungen von Volkswagen im Kontext des chinesischen Automobilmarktes unter Anwendung betriebswirtschaftlicher Strategiekonzepte.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen von Unternehmensnetzwerken, die Besonderheiten des chinesischen Markt- und Wirtschaftsumfeldes sowie die konkrete Ausgestaltung der Kooperationen von Volkswagen vor Ort.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Netzwerkstrukturen von Volkswagen in China zu durchleuchten und zu erklären, wie diese maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens auf dem chinesischen Markt beigetragen haben.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen und stützt sich dabei primär auf die von de Wit und Meyer vorgestellten Konzepte zu interorganisationalen und individual-organisationalen Beziehungen als Analysewerkzeug.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse des chinesischen Marktes unter Berücksichtigung von Akteuren und Umweltfaktoren sowie eine praktische Fallbetrachtung der Volkswagen-Aktivitäten in China.
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Volkswagen, China, Joint Venture, Netzwerkbeziehungen, Markteintritt, Strategie und Automobilindustrie.
Joint Ventures waren aufgrund der chinesischen Industrie- und Investitionspolitik (insbesondere der 50%-Obergrenze für ausländische Anteile) die einzige rechtliche Möglichkeit für Volkswagen, auf dem Markt aktiv zu werden und sich den Zugang zu sichern.
Die Arbeit betont, dass Faktoren wie „Gesicht“, Harmonie und eine kollektivistische Orientierung die industriellen Beziehungen maßgeblich beeinflussen und das Management vor die Herausforderung stellen, diese kulturellen Besonderheiten in ihre Strategien zu integrieren.
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