Bachelorarbeit, 2009
149 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Persönliche Erfahrungen im Forschungsfeld
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Zur Definition und Bedeutung von Schulbauernhöfen
2.1.1 Definition Schulbauernhof
2.1.2 Der Schulbauernhof – Nur eine pädagogische Idylle?
2.1.3 Konzept des Schulbauernhofes Hutzelberg
2.1.4 Die besondere Rolle der Landwirtschaft
2.1.5 Zusammenfassung
2.2 Nachhaltigkeit, Bildung und Ernährung
2.2.1 Definition Nachhaltigkeit
2.2.2 Nachhaltige Bildung
2.2.3 Nachhaltige Landwirtschaft, Ernährung & Gesundheit
2.2.4 Zusammenfassung
2.3 Umweltbewusstsein
2.3.1 Umwelt
2.3.2 Bewusstsein
2.3.3 Bedeutungsumfang des Umweltbewusstseins
2.3.4 Faktoren für eine Förderung des Umweltbewusstseins
2.3.5 Zusammenfassung Umweltbewusstsein
2.4 Einzelkomponenten des Umweltbewusstseins
2.4.1 Das Verhalten
2.4.2 Das Wissen
2.4.3 Werte und Einstellungen
2.4.4 Betroffenheit
2.4.5 Wohlbefinden
3. Methode
3.1.1 Forschungsmethodische Positionierung
3.1.2 Interviewform
3.1.3 Stichprobe
3.1.4 Ablauf der Interviews
3.1.5 Aufbau des Interviewleitfadens
3.1.6 Transkription & Geräte
3.1.7 Analyse der Daten
3.1.8 Kategorisierung der theoretischen Grundlagen
4. Ergebnisse
4.1 Verhalten auf dem Schulbauernhof
4.1.1 Umweltverhalten
4.1.2 Persönliches Verhalten
4.1.3 Zusammenfassung Verhalten
4.2 Wohlbefinden
4.2.1 Physisches Wohlbefinden
4.2.2 Psychisches Wohlbefinden
4.2.3 Soziales Wohlbefinden
4.2.4 Zusammenfassung Wohlbefinden
4.3 Betroffenheit
4.3.1 Physische Betroffenheit
4.3.2 Psychische Betroffenheit
4.3.3 Soziale Betroffenheit
4.3.4 Zusammenfassung Betroffenheit
4.4 Exkurs Kreativität
4.5 Wissen, Können und Verstehen
4.5.1 Besonderheiten der Wissensvermittlung
4.5.2 Zusammenschau vermittelbarer Wissensgebiete
4.5.3 Zusammenfassung Wissen
4.6 Wertevermittlung auf dem Schulbauernhof
4.6.1 Übergeordneter Standarttyp Selbsttranszendenz
4.6.2 Übergeordneter Standardtyp Selbstfokussierung / Selbstwerterhöhung
4.6.3 Übergeordneter Standardtyp Offenheit gegenüber Veränderungen
4.6.4 Übergeordneter Standardwert Konservatismus
4.6.5 Sonderwert Nachhaltigkeit
4.6.6 Zusammenfassung der Werte
5. Diskussion der Ergebnisse
6. Implikationen für Forschung, Praxis und Politik
6.1 Praxis
6.1.1 Schulische Praxis
6.1.2 Praxis auf einem Schulbauernhof
6.1.3 Landwirtschaftliche Praxis
6.2 Forschung
6.3 Politik
7. Zusammenfassung
8. Persönliche Schlussbemerkung und Danksagung
9. Quellenverzeichnis
9.1 Literatur
9.2 Internetquellen
9.3 Allgemeine Literaturhinweise
10. Anhang
Diese Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Schulbauernhöfen für die Förderung des Umweltbewusstseins bei Kindern. Ziel ist es, durch eine qualitative Fallstudie aufzuzeigen, wie pädagogische Lernarrangements auf landwirtschaftlichen Betrieben dazu beitragen können, nachhaltige Werthaltungen und Verhaltensweisen bei Schülern zu entwickeln und zu festigen.
4.1.1.1 Essverhalten
„Zu wenig Gemüse, Obst und kohlenhydratreiche pflanzliche Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot und Co., aber deutlich zu viel Süßigkeiten, Salz und proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Käse – dies sind die Schwachstellen in Sachen Ernährung von Kleinkindern“ (DGE 2008). So lauten jedenfalls die Botschaften des aktuellen Ernährungsberichts 2008, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) im Dezember 2008 der Öffentlichkeit vorstellte.
Das Essverhalten während des Schulbauernhofbesuches ist eine der am auffälligsten veränderten Verhaltensweisen der Schüler - darin waren sich alle Lehrer einig - und steht in starkem Kontrast zu der von der DGE beschriebenen Problematik.
Die Lehrer konnten beobachten, wie die Kinder teils durch ihre immer vorhandene Neugier und durch die neue und aufregende Umgebung motiviert, teils aber auch durch die Entdeckung dass "gesunde" Kost auch gut schmecken kann, vermehrt zu "gesunder" Kost griffen. Unter dem Stichwort "gesund" wurde von Ihnen vor allem die Frische der Lebensmittel hervorgehoben. Frisches Brot, Milch, Käse, Obst und das von Kindern üblicherweise so gerne verschmähte Gemüse:
"Die Kinder machen ganz viel die Erfahrung, dass es sehr lecker schmeckt. Die sind im strömenden Regen vorher rausgeturnt und haben Petersilie geerntet. [...] Und haben Berge von Tomaten gegessen! Ich musste Tomaten nachholen! [...] Also das ist so eine Hauptbeobachtung die ich gemacht habe!" (E/34)
Das Ausprobieren von neuen Nahrungsmitteln wird dadurch begünstigt, dass - im Gegensatz zum oftmals städtischen Alltag - ein vollkommen anderes Nahrungsmittelangebot besteht. Sowohl auf der "geschmacklichen" Seite als auch von der "Art her was wir gegessen haben" befindet eine Lehrerin (F/53). Die Süßigkeiten bleiben in der Regel, auf Empfehlung der Lehrer und Hofbesitzer, bis auf kleine "Notreserven" zuhause und außerhalb des Bauernhofes gestaltet sich die Versorgung mit Nachschub aufgrund der ländlichen Lage des Hofes beschwerlich. Auch "Mc Donalds" oder "Fertigsachen aus der Packung" sind weit entfernt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des mangelnden Umweltbewusstseins ein und stellt die Ziele sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Schulbauernhof, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein und bildet das theoretische Fundament der Arbeit.
3. Methode: Hier werden die qualitative Vorgehensweise, die Auswahl der Stichprobe und die methodische Aufbereitung der Interviews dargelegt.
4. Ergebnisse: Der Ergebnisteil analysiert das Verhalten, Wohlbefinden, Wissen und die Wertevermittlung bei Schülern während des Schulbauernhofaufenthalts.
5. Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel reflektiert die empirischen Befunde im Kontext der umweltbewusstseinswissenschaftlichen Theorien.
6. Implikationen für Forschung, Praxis und Politik: Hier werden konkrete Empfehlungen für die schulische Praxis, die Landwirtschaft und politische Rahmenbedingungen formuliert.
7. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Studie hinsichtlich des Potenzials von Schulbauernhöfen.
8. Persönliche Schlussbemerkung und Danksagung: Ein abschließender Kommentar des Autors zur Entstehung der Arbeit und Danksagung an Beteiligte.
9. Quellenverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Literatur und Internetquellen.
10. Anhang: Enthält ergänzende Dokumente wie Adressübersichten, Kompetenzbeschreibungen und den Interviewleitfaden.
Umweltbewusstsein, Schulbauernhof, Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltverhalten, Sozialverhalten, Landwirtschaft, Naturpädagogik, Werterziehung, Ernährung, Qualitative Sozialforschung, Kompetenzentwicklung, Lebenswelt, Ökologischer Landbau, Kreislaufwirtschaft
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern der Aufenthalt auf einem Schulbauernhof das Umweltbewusstsein von Kindern positiv beeinflussen kann.
Die zentralen Themen sind Bildung für nachhaltige Entwicklung, der pädagogische Wert von Landwirtschaft, die Förderung von umweltverantwortlichem Handeln und die Entwicklung von Werthaltungen bei Kindern.
Das Ziel ist es, ein wissenschaftlich bisher wenig erforschtes Gebiet explorativ zu erschließen und eine Grundlage für weiterführende Forschungen zu schaffen.
Der Autor nutzt qualitative Methoden, insbesondere leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften sowie teilnehmende Beobachtungen auf dem Schulbauernhof.
Der Hauptteil analysiert das Verhalten der Kinder, ihr Wohlbefinden, ihr erworbenes Wissen sowie die Entwicklung von Werten während und nach dem Aufenthalt auf dem Schulbauernhof.
Schlüsselwörter sind Umweltbewusstsein, Schulbauernhof, Nachhaltigkeit, Umweltbildung und Werterziehung.
Durch die aktive Mitarbeit an der Lebensmittelherstellung und das neue Angebot an frischen, regionalen Produkten entwickeln Kinder eine höhere Wertschätzung für Nahrungsmittel, was zu gesünderem Essverhalten und weniger Abfall führt.
Der Autor betont, dass die Einbeziehung der Eltern entscheidend ist, da diese eine Vorbildfunktion ausüben und die emotionalen Erlebnisse des Kindes durch Informationsabende oder Material wertschätzen sollten.
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