Diplomarbeit, 2011
121 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
Einleitung
Forschungsdesign
Gang der Arbeit
1. Diffusionstheorie – Relevante Aspekte und theoretischer Bezugsrahmen
1.1 Elemente der Diffusionstheorie
1.2 Entwicklungsprozess einer Innovation
1.3 Adoptionsprozess einer Innovation
1.4 Konsequenzen von Innovationen
1.4.1 Klassifikationen von Konsequenzen
2. Das Internet als Innovation
2.1 Relative Vorteile
2.2 Kompatibilität
2.3 Komplexität
2.4 Probierbarkeit
2.5 Beobachtbarkeit
3. Konsequenzen der Innovation Internet für Konsumenten
3.1 Die Individualisierung der Mediennutzung durch das Internet
3.1.1 Nutzungsintensität und -reichweiten
3.1.2 Nutzungsmotivation und -schwerpunkte
3.1.3 Fazit
3.2 Die Veränderung des Marktes
3.2.1 Demokratisierung der Produktions- und Vertriebsmittel und die Verbindung von Angebot und Nachfrage
3.2.2 Fazit
3.3 Die Nutzung von Suchmaschinentechnologien
3.3.1 Filtertechnologien als notwendiges Bindeglied zwischen Angebot und Nachfrage
3.3.2 Suchmaschinen und Informationsmanagement
3.3.3 Fazit
3.4 Die Verbreitung Virtueller Mundpropaganda
3.4.1 Unterschiede zwischen virtueller Mundpropaganda und offline Mundpropaganda
3.4.2 Das Schreiben von Kundenartikulationen als Konsequenz
3.4.3 Das Lesen von Kundenartikulationen als Konsequenz
3.4.4 Fazit
4. Konsequenzen der Innovation Internet für Unternehmen
4.1 Paradigmenwechsel im Marketing
4.2 Beziehungsorientierung in der Kommunikationspolitik
4.2.1 Neue Herausforderungen durch eine beziehungsorientierte Kommunikationspolitik
4.2.2 Neue Funktionen und Aufgaben durch eine beziehungsorientierte Kommunikationspolitik
4.2.3 Neue Zielsetzungen durch eine beziehungsorientierte Kommunikationspolitik
4.2.4 Neue Instrumente durch eine beziehungsorientierte Kommunikationspolitik
4.3 Fazit
Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, welche weitreichenden Konsequenzen die Diffusion des Internets auf das kommunikative Verhältnis zwischen Konsumenten und Unternehmen hat. Im Fokus steht dabei die Transformation von einem produkt- und transaktionsorientierten Marketing hin zu einem beziehungsorientierten und dialogbasierten Ansatz, bedingt durch die zunehmende Autonomie des Konsumenten.
Die Individualisierung der Mediennutzung durch das Internet
Das zunehmende Angebot an medialen Dienstleistungen hat zu einer Fragmentierung des Medienkonsums geführt. Vor allem junge Konsumenten nutzen eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote, um ihre Informations- und Unterhaltungsbedürfnisse zu befriedigen (Wirtz 2006: 43 nach Rayport/Jaworski 2001: 368f). Durch die Diffusion des Netzwerkmediums Internet und die damit einhergehenden technischen Weiterentwicklungen (Digitalisierung, Miniaturisierung, anwenderfreundliche Programmierung) wird die Nutzung von Medien durch den verstärkten Einsatz von persönlichen Informations- und Kommunikationsinstrumenten (Mobiltelefone, Notebook etc.) als Konsequenz der Innovation Internet personalisierter und viel mehr auf die eigenen Informationsbedürfnisse abgestimmt.
1. Diffusionstheorie – Relevante Aspekte und theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen nach Everett M. Rogers, einschließlich der Innovationseigenschaften und Adoptionsphasen, die als Fundament für die weitere Analyse dienen.
2. Das Internet als Innovation: Hier werden die spezifischen Eigenschaften des Internets auf Basis der Diffusionstheorie untersucht, um zu erklären, warum es eine der schnellsten Diffusionsraten in der Geschichte aufweist.
3. Konsequenzen der Innovation Internet für Konsumenten: Der Hauptteil der Arbeit behandelt die Folgen der Internetnutzung für Individuen, wie die Fragmentierung der Mediennutzung, die Entstehung eines Long-Tail-Marktes und die Rolle von Suchmaschinen sowie virtueller Mundpropaganda.
4. Konsequenzen der Innovation Internet für Unternehmen: Abschließend wird der Paradigmenwechsel im Marketing beleuchtet, der Unternehmen dazu zwingt, von transaktionsorientierten zu beziehungsorientierten Strategien zu wechseln, um auf die veränderten Bedürfnisse der Konsumenten zu reagieren.
Diffusionstheorie, Internet, Innovation, Mediennutzung, Konsumentenverhalten, Marketing, Kommunikationspolitik, Long Tail, Suchmaschinen, Informationelle Autonomie, Virtuelle Mundpropaganda, Beziehungsmarketing, Kundenbindung, Dialogorientierung, Marktfragmentierung.
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Innovation Internet auf das Kommunikationsgefüge zwischen Unternehmen und Endverbrauchern unter Anwendung der Diffusionstheorie.
Die zentralen Themen umfassen die Diffusion von Innovationen, die Veränderung des Konsumverhaltens, Suchmaschinentechnologien und die Transformation von Marketingstrategien im Zeitalter des Internets.
Die zentrale Frage lautet: Welche Konsequenzen hat die Diffusion der Innovation Internet für das kommunikative Verhältnis zwischen Konsumenten und Unternehmen?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Diffusionstheorie von Everett M. Rogers und stützt sich auf sekundäranalytische Literatur sowie die Auswertung bestehender Studien, wie z.B. der ARD/ZDF-Langzeitstudie.
Der Hauptteil analysiert, wie die Individualisierung der Mediennutzung und neue Marktgegebenheiten die Machtverhältnisse verschieben und die Notwendigkeit für beziehungsorientiertes Marketing begründen.
Wichtige Begriffe sind Diffusionstheorie, Long Tail, informationelle Autonomie, virtuelle Mundpropaganda und der Paradigmenwechsel von transaktionsorientiertem zu beziehungsorientiertem Marketing.
Suchmaschinen fungieren als Meta-Filter, die in einem Markt ohne Güterknappheit die Verbindung zwischen Angebot und Nachfrage herstellen; für Unternehmen ist ihre Sichtbarkeit darin entscheidend, um den heutigen informationell autonomen Konsumenten überhaupt erreichen zu können.
Es bedeutet, dass Konsumenten durch das Internet in der Lage sind, Informationen über Marken und Produkte selbstbestimmt zu suchen und zu prüfen, weshalb klassische Werbemaßnahmen ohne inhaltlichen Mehrwert an Wirksamkeit verlieren.
Einerseits ermöglicht sie eine unbegrenzte, glaubwürdige Verbreitung positiver Erfahrungen, andererseits können sich negative Bewertungen oder Krisen durch die Vernetzung in sozialen Netzwerken rasend schnell verbreiten und hohen Reputationsschaden verursachen.
Das 3R-System (Recruitment, Retention, Recovery) ersetzt die klassischen 4P's im beziehungsorientierten Marketing, um den Fokus auf Neukundengewinnung, dauerhafte Kundenbindung und die Rückgewinnung enttäuschter Kunden zu legen.
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