Bachelorarbeit, 2011
45 Seiten, Note: 13 Punkte
1 Basel II allgemein
1.1 Von Basel I zu Basel II
1.2 Chronologie Basel II
1.3 Umsetzung von Basel II (allgemein)
1.4 Das 3-Säulen-Konzept
2 Mindestkapitalanforderungen (Säule 1)
2.1 Kreditrisiko
2.1.1 Standardansatz
2.1.2 Bankinterne Ratings (IRB)
2.1.3 Besonderheiten bei der Berechnung des Kreditrisikos
2.2 Marktrisiko
2.3 Operationelles Risiko
2.3.1 Basisindikatoransatz (BIA)
2.3.2 Standardansatz (STA)
2.3.3 Fortgeschrittene Messansätze (AMA)
3 Bankenaufsicht (Säule 2)
3.1 Interne Aufsicht
3.2 Externe Aufsicht
3.3 Dialog zwischen Banken und Aufsichtsbehörden
3.4 Maßnahmen
3.5 Grundsätze des SRP
3.5.1 Anforderungen an die Banken
3.5.2 Anforderungen an die Aufsicht
4 Marktdisziplin (Säule 3)
5 Rating
5.1 Externes Rating
5.1.1 Ratingprozess
5.1.2 Anerkennung von Ratingagenturen
5.1.3 Bedeutung der Ratingklassen
5.2 Internes Rating
6 Kritik an Basel II
7 Gewinner und Verlierer
8 Ausblick auf Basel III
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert das Regelwerk Basel II, das zur Stärkung der Stabilität des internationalen Bankensektors eingeführt wurde. Ziel ist es, die Funktionsweise des 3-Säulen-Konzepts, die Methoden zur Berechnung der Mindestkapitalanforderungen und die aufsichtsrechtlichen sowie marktbezogenen Mechanismen kritisch zu beleuchten und eine Einordnung in das Umfeld von Basel III vorzunehmen.
1.1 Von Basel I zu Basel II
Seit Inkrafttreten von Basel I im Jahre 1988 haben sich die Kapitalmärkte stark verändert, was auch eine Erneuerung der Eigenkapitalrichtlinien notwendig machte. Die Anleger sind risikosensitiver geworden und erwarten für riskante Engagements entsprechend höhere Renditen.7
Die Neuerungen von Basel II sollten vor allem die Mängel von Basel I hinsichtlich der Erfassung des Kreditrisikos beseitigen.8 Vorher konnten Institute ihre regulatorische Eigenkapitalanforderung auf ein niedrigeres Niveau senken, als für die vorhandenen Risiken angemessen wäre. Bei der Bewertung bankgeschäftlicher Risiken wurde pauschal vorgegangen (mit einer 8%-Quote für Forderungen gegenüber dem privaten Sektor), wodurch es teilweise zur Eigenkapitalarbitrage kam. Das heißt Banken mussten auch bei geringeren Risiken hohe Eigenkapitalanforderungen erfüllen, was sie dazu veranlasste, risikoärmere werthaltige Aktiva aus der Bilanz zu entfernen und gegen risikoreichere Aktiva auszutauschen.9 Das führt jedoch zu einer durchschnittlich schlechteren Qualität der Bankkreditportfolios und ist kontraproduktiv für die Stabilität der Finanzmärkte. Basel II beseitigt diese Fehlanreize, in dem es,
• die für die Bankenaufsicht nach wie vor elementaren Kapitalanforderungen stärker als bisher an die tatsächlichen ökonomischen Risiken der Banken anpasst,
• neuere Entwicklungen an den Finanzmärkten und im Risikomanagement der Institute berücksichtigt sowie
• durch den regulatorischen Handlungsrahmen adäquate Anreize für eine risikosensitive Geschäftspolitik der Banken schafft.10
1 Basel II allgemein: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und Chronologie von Basel II als Nachfolge von Basel I sowie die Einführung des 3-Säulen-Konzepts.
2 Mindestkapitalanforderungen (Säule 1): Hier werden die detaillierten Methoden zur quantitativen Erfassung von Kredit-, Markt- und operationellen Risiken zur Bestimmung der Eigenkapitalunterlegung beschrieben.
3 Bankenaufsicht (Säule 2): Das Kapitel behandelt den Aufsichtsprozess (SRP), der sicherstellt, dass Banken über angemessene Risikomanagementverfahren und Kapitalausstattungen verfügen.
4 Marktdisziplin (Säule 3): Hier wird die Bedeutung von Transparenz und Offenlegungspflichten als marktwirtschaftliches Korrektiv gegenüber den Banken dargelegt.
5 Rating: Dieses Kapitel beschreibt sowohl das externe Rating durch Agenturen als auch die Bedeutung interner Ratingverfahren für die Risikobewertung.
6 Kritik an Basel II: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Belastungen durch Publizitätspflichten und den Auswirkungen auf kleinere Institute.
7 Gewinner und Verlierer: Hier werden die Institute identifiziert, die durch ihre Größe und Portfolioqualität von Basel II profitieren, sowie jene, die durch hohe Anforderungen eher belastet sind.
8 Ausblick auf Basel III: Ein kurzer Ausblick auf die durch die Finanzkrise motivierten Anpassungen und Ergänzungen durch das Nachfolgeabkommen.
9 Fazit: Eine abschließende Bewertung der Zielerreichung von Basel II hinsichtlich der Finanzmarktstabilität und der Herausforderungen durch das Regelwerk.
Basel II, Bankenaufsicht, Eigenkapital, Kreditrisiko, Marktrisiko, Operationelles Risiko, Rating, IRB-Ansatz, Marktdisziplin, Säulenmodell, Risikomanagement, Finanzstabilität, Publizitätspflichten, Basel III, Solvabilitätsverordnung
Die Arbeit befasst sich mit dem Regelwerk Basel II, welches internationale Eigenkapitalstandards für Banken definiert, um die Stabilität des Finanzsektors zu erhöhen.
Die zentralen Themen sind das Drei-Säulen-Modell (Mindestkapital, Bankenaufsicht, Marktdisziplin), verschiedene Risikoberechnungsansätze und die Rolle von Ratings.
Ziel ist es, die Funktionsweise von Basel II umfassend zu erklären und die regulatorischen Auswirkungen auf die Praxis der Kreditinstitute zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der bankfachlichen Umsetzung.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der drei Säulen von Basel II, die verschiedenen Ratingmethodiken sowie die kritische Reflexion des Akkords.
Die wichtigsten Begriffe sind Eigenkapitalunterlegung, Säulen-Konzept, Kreditrisiko, Operationelles Risiko und bankaufsichtliche Transparenz.
Der IRB-Ansatz erlaubt Banken die Verwendung interner Ratingsysteme zur Risikobestimmung, während der Standardansatz auf externe Ratings und pauschale Risikogewichte setzt.
Die Marktdisziplin (Säule 3) zwingt Institute zur Offenlegung ihrer Risikosituation, wodurch Marktteilnehmer informierte Entscheidungen treffen können, was einen indirekten Steuerungsdruck auf die Banken ausübt.
Basel III wird als Reaktion auf die Erfahrungen der Finanzkrise verstanden, welche Basel II nicht ersetzt, sondern in Bereichen wie Liquiditäts- und Kapitalpuffer entscheidend ergänzt.
Das deutsche Recht integrierte die Anforderungen über das Kreditwesengesetz (KWG), die Solvabilitätsverordnung (SolvV) und die MaRisk, um die europäischen Richtlinien national bindend zu machen.
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