Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Hypothese
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Gliederung der Arbeit
1.5 Motivation
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition von Nachbetreuung
2.2 Theoretischer Ansatz: Lebensweltorientierung
2.2.1 Prävention
2.2.2 Dezentralisierung/Regionalisierung
2.2.3 Alltagsnähe
2.2.4 Integration
2.2.5 Partizipation
2.2.6 Weitere Aspekte der Lebensweltorientierung
2.3 Verschiedene Wohnformen
2.3.1 Aussenwohngruppe
2.3.2 Betreutes Wohnen
2.3.3 Milieunahe Heimerziehung
2.4 Sozialpädagogische Familienbegleitung
2.5 Heimaustritt als kritisches Lebensereignis
2.6 Grenzen der Nachbetreuung
3. Angewandte Methode
3.1 Qualitative Forschungsmethode
3.2 Art der Interviews
3.3 Setting
3.4 Auswahl der zu befragenden Personen
3.5 Vorbereitung
3.5.1 Vorbereitungen im Vorfeld
3.5.2 Vorbereitungen unmittelbar vor dem Interview
3.6 Auswertungsmethode
3.6.1 Kodierung
3.6.2 Zusammenfassende Inhaltsanalyse
4. Ergebnisse der Interviews
4.1 Interviews mit ehemaligen Klientinnen/Klienten eines Schulheimes
4.1.1 Interview mit Christoph
4.1.2 Interview mit Anna
4.1.3 Interview mit Jonas
4.1.4 Interview mit Daniel
4.2 Experteninterviews
4.2.1 Interview mit Andres Frosch
4.2.2 Interview mit Urs Dürr
4.2.3 Interview mit Ralf Messmer
5. Fazit
5.1 Hypothese
5.2 Nachbetreuung im Bezug zum Lebensweltorientieren Ansatz
5.2.1 Prävention
5.2.2 Dezentralisierung/Regionalisierung
5.2.3 Alltagsnähe
5.2.4 Integration
5.2.5 Partizipation
5.3 Aufgaben der Nachbetreuung
5.4 Persönliches Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Ausgestaltung der Nachbetreuung für Jugendliche nach dem Verlassen eines Schulheims. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Nachbetreuung definiert werden kann, welches Bedürfnis ehemalige Jugendliche und Experten danach äußern und welche Qualitätsstandards für solche Konzepte gelten sollten, um den Übergang in die Selbstständigkeit erfolgreich zu gestalten.
2.3.1 Aussenwohngruppe
Bei den Aussenwohngruppen ist die Dezentralisierung der wichtige Punkt (vgl. Freigang/Wolf 2001: 89f). Aus Sicht der Heimerziehung wird die Dezentralisierung als Verlagerung von Gruppen in Häusern ausserhalb von einem zentralen Heimgeländes verstanden. Dies ist ein Prozess, der bedeutet, dass eine Verlagerung der Kompetenzen von der Heimleitung auf die Mitarbeitenden stattfindet und die eine räumliche Zersiedelung mit sich bringt. Jedoch bleiben die Aussenwohngruppen organisatorisch und rechtlich Teil der Einrichtung und bleiben der Heimleitung unterstellt.
Zentrale Vorsorgeeinrichtungen, wie zum Beispiel eine Grossküche, existieren in Aussenwohngruppen nicht. Die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten finden nicht hinter den Kulissen statt. Inwieweit die Kinder und Jugendlichen in diese Arbeiten miteinbezogen werden, hängt stark vom Betreuungspersonal ab.
Auf Aussenwohngruppen treffen folgende Merkmale zu:
Die Gruppen sind nicht in einem zentralen Heim und auf einem zentralen Heimgelände platziert, sondern in normalen Wohngegenden.
Die Häuser und Wohnungen sind in der Regel nicht für Heimerziehungszwecke erbaut worden und könnten grundsätzlich auch von anderen Menschen als privater Lebensort genutzt werden.
Die Gruppen werden im Schichtdienst betreut. In der Regel arbeiten dort drei bis fünf pädagogische Mitarbeitende, oft zusätzlich eine hauswirtschaftliche Kraft.
Sie sind Teil einer grösseren Einrichtung, die mehrere Gruppen umfasst.
1. Einleitung: Hier werden die Fragestellung, die zentrale Hypothese sowie die Zielsetzung der Bachelor Thesis dargelegt und die persönliche Motivation des Autors erläutert.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Nachbetreuung, beleuchtet den lebensweltorientierten Ansatz mit seinen fünf Strukturmaximen und analysiert verschiedene Wohnformen sowie den Heimaustritt als kritisches Lebensereignis.
3. Angewandte Methode: Der Autor erläutert seine Entscheidung für eine qualitative Forschung mit Leitfadeninterviews sowie die Vorgehensweise bei der Kodierung und der zusammenfassenden Inhaltsanalyse.
4. Ergebnisse der Interviews: Dieser Teil präsentiert die transkribierten und ausgewerteten Erfahrungen von ehemaligen Klienten sowie von Fachpersonen aus dem Bereich der Nachbetreuung.
5. Fazit: Die erhobenen Daten werden mit der Ausgangshypothese und dem theoretischen Modell verknüpft, um daraus konkrete Aufgaben für die Nachbetreuung abzuleiten und ein persönliches Fazit zu ziehen.
Nachbetreuung, Heimaustritt, Sozialpädagogik, Lebensweltorientierung, Übergang, Selbstständigkeit, Schulheim, Coaching, Integration, Leitfadeninterviews, Wohnformen, Jugendhilfe, Autonomie, Krisenbewältigung, Sozialpädagogische Familienbegleitung
Die Arbeit untersucht das Thema der Nachbetreuung von Jugendlichen, die nach einem stationären Aufenthalt in einem Schulheim in die Selbstständigkeit übergehen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Übergangsprozess aus der Institution, der theoretischen Einordnung durch das Konzept der Lebensweltorientierung und der praktischen Ausgestaltung der Nachbetreuung.
Das Ziel ist es, Definitionen und Betreuungsformen zu klären, das Bedürfnis der Betroffenen und Experten zu eruieren und Standards für ein effektives Nachbetreuungskonzept zu formulieren.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode angewandt, bestehend aus Leitfadeninterviews mit ehemaligen Klienten und Experteninterviews, die anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition und Einordnung, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die ausführliche Darstellung und Diskussion der Interviewergebnisse.
Die zentralen Begriffe umfassen Nachbetreuung, Heimaustritt, Sozialpädagogik, Lebensweltorientierung, Übergang und Selbstständigkeit.
Nach Ansicht des Autors erfordert der Austritt eine signifikante Neuausrichtung des Person-Umwelt-Gefüges, für die Betroffene oft keine erprobten Verhaltensmuster besitzen, was eine unterstützende Nachbetreuung notwendig macht.
Alle befragten Experten betonen, dass Nachbetreuung ein freiwilliges Angebot sein muss; ohne die Motivation der Betroffenen oder der Eltern zur Zusammenarbeit ist eine effektive Unterstützung kaum möglich.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

