Wissenschaftlicher Aufsatz, 2012
20 Seiten
1. Einleitung
2. Venus von Willendorf
3. Altamira
4. Lasceaux
5. Megalithkultur
6. Stonehenge
6.1 Ausrüstungsgegenstände
6.2 Waffen
7. Ötzi
8. Schatz von Warna
9. Himmelsscheibe von Nebra
10. Sonnenwagen von Trundholm
11. Kleinklein
12. Strettweger Wagen
13. Dürrnberg bei Hallein
14. Königsgrab von Vix
15. Moorleichen
15.1 Lindow Man
16. Hildesheimer Schatz
17. Vindolana Briefe
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine repräsentative Auswahl bedeutender europäischer archäologischer Funde zu präsentieren. Dabei geht es nicht nur um die Beschreibung der Objekte selbst, sondern explizit um die Analyse der Fundumstände sowie der jeweiligen historischen Zeitkontexte, um ein ganzheitliches Verständnis der archäologischen Forschungsergebnisse zu ermöglichen.
Venus von Willendorf:
Es gibt nicht nur eine Venus, sondern es handelt sich dabei um die typische Kunstform des Gravettien. Das Gravettien ist ein Zeitabschnitt der Altsteinzeit. Meistens wurden sie aus Stein, Ton oder Elfenbein gefertigt.
Diese Figuren haben gemeinsam, dass nackte Frauen dargestellt wurden, wobei man auf die Betonung der Geschlechtsmerkmale großen Wert legte. Auffällig ist, dass die Arme winzig sind und die Füße fehlen.
Brust, Bauch und Vulva sind durch waagrechte Gravuren modelliert. Rücken und Schenkel wurden als letztes in senkrechter Richtung bearbeitet. Der Bauchnabel ist eine natürliche Vertiefung des Steines, die auf beiden Seiten erweitert wurde.
Einleitung: Erläutert die Auswahlkriterien für die untersuchten Funde, wobei eine Mischung aus bekannter Popularität und wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn angestrebt wird.
Venus von Willendorf: Beschreibt die Statuette als Ausdruck einer europaweit verbreiteten Vorstellungswelt, vermutlich im Kontext von Fruchtbarkeitsriten.
Altamira: Dokumentiert die Entdeckung und Bestätigung der Höhlenmalereien als bedeutendes Zeugnis der altsteinzeitlichen Kunst.
Lasceaux: Analysiert die Höhlenmalereien und die baulichen Gegebenheiten der kleinen, für die Forschung bedeutenden Höhle.
Megalithkultur: Untersucht Gräber und religiöse Zeremonialorte der Jungstein- und Bronzezeit sowie die damit verbundenen Datierungsschwierigkeiten.
Stonehenge: Erörtert die Bauphasen und die mögliche rituelle Funktion des Monuments, auch im Hinblick auf Skelettfunde aus dem Alpenraum.
Ötzi: Detaillierte Darstellung der konservierten Mumie, ihrer Ausrüstung, der Todesumstände und der lebensgeschichtlichen Informationen durch wissenschaftliche Analysen.
Schatz von Warna: Präsentiert die reichhaltige Sammlung von Goldbeigaben der Kupferzeit als bedeutenden Grabkomplex.
Himmelsscheibe von Nebra: Analysiert die astronomische Bedeutung, die Materialzusammensetzung und die Herstellungsphasen der ältesten konkreten Darstellung des Nachthimmels.
Sonnenwagen von Trundholm: Untersucht die kosmologische Vorstellung der Bronzezeit und die älteste Darstellung eines sonnenziehenden Pferdes.
Kleinklein: Beleuchtet die hallstattzeitlichen Fürstengräber und deren Bedeutung für das Verständnis von sozialen Strukturen und Handel.
Strettweger Wagen: Beschreibt das Prunkgeschirr und die Prozessionsdarstellungen aus dem hallstattzeitlichen Fürstengrab.
Dürrnberg bei Hallein: Analysiert die La-Tene-zeitlichen Gräber und die Veränderungen der Grabsitten im Vergleich zur vorangegangenen Hallstattzeit.
Königsgrab von Vix: Beschreibt das Fürstinnengrab, die Importstücke aus Griechenland und die Herausbildung sozialer Oberschichten am Ende der Hallstattzeit.
Moorleichen: Erörtert das Phänomen der Moorleichen als Zeugnisse ritueller Tötungen oder Bestrafungen in der nordischen Eisenzeit.
Hildesheimer Schatz: Untersucht den römischen Silberfund und die historische Verknüpfung mit der Schlacht im Teutoburger Wald.
Vindolana Briefe: Analysiert die auf Wachstafeln und Holzfragmenten erhaltenen Dokumente als einzigartige Quelle für den militärischen und privaten Alltag in einem römischen Lager.
Archäologie, Funde, Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Grabbeigaben, Ritual, Datierung, Stonehenge, Ötzi, Himmelsscheibe, Hallstattkultur, Fürstengräber, Moorleichen, Vindolana Briefe
Die Arbeit bietet einen Überblick über prägende archäologische Funde in Europa und setzt diese in ihren zeitlichen und kulturellen Kontext.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Ur- und Frühgeschichte, der Bestattungskultur, der materiellen Kultur sowie astronomischen und rituellen Darstellungen der Vorzeit.
Ziel ist es, ein Verständnis für die Fundumstände und die Bedeutung ausgewählter Artefakte zu schaffen, um so die dahinterstehenden Gesellschaftsstrukturen und Wissensstände zu erschließen.
Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus archäologischer Deskription, der Auswertung wissenschaftlicher Studien (C14-Datierungen, Analysen der Materialbeschaffenheit) und dem Vergleich mit antiken schriftlichen Quellen.
Der Hauptteil analysiert chronologisch verschiedene Funde, von altsteinzeitlichen Venusfiguren und Höhlenmalereien bis hin zu römischen Fundkomplexen wie dem Hildesheimer Schatz und den Vindolana Briefen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Archäologie, prähistorische Funde, Bestattungskultur, Astronomie und materielle Kultur der Eisenzeit charakterisiert.
Da es sich bei diesen Bauten meist um keine organischen Bestandteile handelt, ist eine präzise physikalische Datierung schwierig, was Forscher oft auf Indizien wie Erdmaterial oder Pfostenlöcher angewiesen sein lässt.
Sie sind einzigartig, da sie authentische Einblicke in das alltägliche Leben, die Logistik und die soziale Kommunikation innerhalb eines römischen Legionslagers geben.
Sie gilt als die älteste konkrete Darstellung des Nachthimmels und beweist fortgeschrittenes astronomisches Wissen sowie weitreichende Handelsbeziehungen in der Bronzezeit.
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