Diplomarbeit, 2011
91 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Definition von Begriffen
2.2 Explizite und implizite Staatsverschuldung
2.3 Insolvenz und Illiquidität
2.4 Staatsausfallrisiko und Länderrisiko
3 Ökonomische Theorien zur Staatsverschuldung
3.1 Klassische Schule der Nationalökonomie
3.2 Keynesianische Theorie
3.3 Neoklassische Theorie
3.4 Ricardinische Theorie
4 Wirkungen der Staatsverschuldung
5 Struktur von staatlicher Verschuldung
5.1 Inländische und ausländische Verschuldung
5.2 Instrumente öffentlicher Verschuldung
5.3 Gläubigerstruktur
5.4 Struktur von staatlicher Verschuldung anhand von Beispielen
5.4.1 Deutschland
5.4.2 Österreich
6 Ursachen für einen Staatsbankrott
6.1 Zahlungsfähigkeit von Staaten
6.1.1 Zahlungsfähigkeit aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
6.1.2 Zahlungsfähigkeit aus außenwirtschaftlicher Sicht
6.1.3 Tragfähigkeit von Staatsschulden
6.2 Zahlungswilligkeit von Staaten
6.3 Überschuldung
6.4 Externe Schocks
6.5 Bankenkrisen
6.6 Politische und Militärische Ereignisse
7 Staatsausfallrisiko
7.1 Scoring- und Faktormodelle
7.2 Regressionsmodelle
7.3 Berechnung anhand von Marktdaten
8 Historische Staatsbankrotte
9 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Ursachen, die zu drohenden Staatsbankrotten führen können, unter Verwendung theoretischer Modelle und praktischer Beispiele aus der Vergangenheit, und untersucht Methoden zur Messung des Ausfallrisikos von Staaten.
2.1 Definition von Begriffen
Die Einnahmequellen eines Staates setzen sich hauptsächlich aus Steuern und Krediten zusammen, wobei wir Steuern als ordentliche und die öffentliche Kreditaufnahme als außerordentliche Einnahmen bezeichnen, da es bei einem Kredit in Zukunft zu Zins- und Tilgungszahlungen kommt. Ein weiterer Unterschied liegt insofern vor, dass Steuern einem staatlichen Zwang unterliegen und bei der öffentlichen Kreditaufnahme der Staat sich als privatwirtschaftlicher Akteur am Markt beteiligt und den Regeln des freien Marktes unterliegt. Weiters implizieren öffentliche Schulden eine spätere Ausgabenbelastung, welche durch Steuereinnahmen in späteren Perioden refinanziert werden müssen.
Öffentliche Kredite dienen dem Staat zur Einnahmenerzielung um einen Überschuss der Ausgaben über die ordentlichen Einnahmen zu finanzieren. Somit wirken sie stabilisierend im Fall von Wirtschaftsrückgängen und nehmen auf diese Art eine wichtige Stellung für das Funktionieren des staatlichen Budgets ein. In diesem Fall spricht man von kurzfristigen Kassenkrediten, welche die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben eines Staates decken sollen. Diese treten aufgrund ihrer Definition am Ende einer Budgetperiode auf. Demgegenüber stehen öffentliche Kredite, welche im Vorhinein für eine Budgetperiode geplant werden. Auf diese richtet sich unsere weitere Betrachtung und die Kritik und Fürsprache in Literatur, Medien und Wirtschaftsleben.
Nun können wir den Begriff Staatsverschuldung als die Summe aller Verbindlichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen eines Staates gegenüber seinen Gläubigern definieren. Im Regelfall wird dieser Begriff brutto angegeben, d.h. dass die Verbindlichkeiten nicht um die Forderungen vermindert werden. Zusätzliche Begriffe, welche für das Verständnis der Zusammenhänge von Staatsverschuldung und Staatsbankrotten wichtig erscheinen, sind Schuldenstand und Schuldenstandsquote, Zins-Ausgabenquote, Primär- und Nettodefizit.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Problematik der Staatsverschuldung im Kontext der Finanzkrise und definiert das Ziel der Arbeit, Ursachen und Risikomodelle von Staatsbankrotten zu analysieren.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Staatsverschuldung, Insolvenz und Illiquidität sowie die Unterscheidung zwischen expliziter und impliziter Verschuldung.
3 Ökonomische Theorien zur Staatsverschuldung: Es werden die verschiedenen Sichtweisen klassischer, keynesianischer, neoklassischer und ricardinischer Denkschulen gegenübergestellt.
4 Wirkungen der Staatsverschuldung: Das Kapitel behandelt die verschiedenen fiskalischen, allokativen, distributiven und stabilitätspolitischen Ziele staatlicher Schuldenpolitik.
5 Struktur von staatlicher Verschuldung: Hier werden die Instrumente und die Gläubigerstruktur detailliert analysiert und anhand von Deutschland und Österreich veranschaulicht.
6 Ursachen für einen Staatsbankrott: Dieses zentrale Kapitel untersucht Gründe wie fehlende Zahlungsfähigkeit, mangelnde Zahlungswilligkeit, Überschuldung, externe Schocks, Bankenkrisen und politische Ereignisse.
7 Staatsausfallrisiko: Die Methoden zur Quantifizierung und Bewertung von Ausfallrisiken werden in Scoring-Modelle, Regressionsmodelle und marktdatenbasierte Ansätze unterteilt.
8 Historische Staatsbankrotte: Ein Überblick über die historische Entwicklung von Staatsbankrotten seit dem 13. Jahrhundert bis heute.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet die aktuellen Herausforderungen der Staatsschuldenpolitik.
Staatsverschuldung, Staatsbankrott, Ausfallrisiko, Kreditaufnahme, Budgetdefizit, Gläubigerstruktur, Länderrisiko, Finanzkrise, Zahlungsfähigkeit, Zahlungswilligkeit, ökonomische Theorien, Ratingagenturen, Schuldenstandsquote, Fiskalpolitik, Staatsanleihen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Staatsverschuldung, analysiert mögliche Ursachen für Zahlungsschwierigkeiten und Staatsbankrotte und stellt verschiedene Modelle zur Messung des Ausfallrisikos vor.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Staatsverschuldung, die Struktur staatlicher Verbindlichkeiten, Faktoren für Zahlungsunfähigkeit sowie quantitative Methoden zur Risikobewertung von Staaten.
Das Ziel ist es, mittels theoretischer Modelle und praktischer Beispiele zu analysieren, warum Staaten in die Zahlungsunfähigkeit geraten und wie man dieses Risiko wissenschaftlich fundiert messen kann.
Es werden Literaturanalysen, die Anwendung ökonomischer Modelle (z.B. Domar-Modell, Blanchard-Modell) sowie die Darstellung statistischer Daten und Regressionsanalysen zur Risikobewertung genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomischen Theorien, die Analyse der Verschuldungsstruktur, die detaillierte Untersuchung der Ursachen für Staatsbankrotte sowie eine umfassende Klassifizierung und Bewertung von Ausfallrisiko-Modellen.
Wichtige Begriffe sind Staatsverschuldung, Staatsbankrott, Ausfallrisiko, Primärdefizit, Gläubigerstruktur, Länderrisiko und die verschiedenen ökonomischen Denkschulen.
Die explizite Verschuldung umfasst die ausgewiesene, offene Staatsverschuldung, während sich die implizite Verschuldung auf versteckte Verpflichtungen bezieht, etwa zukünftige Ansprüche aus umlagefinanzierten Sozialversicherungs- und Rentensystemen.
Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Staaten mittels Scoring- und Faktormodellen und ordnen diese in verschiedene Kategorien ein, was für den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten von entscheidender Bedeutung ist.
Das Domar-Modell dient als erster Ansatz, um zu erklären, wie Staatsverschuldung in Relation zum BIP langfristig tragfähig bleibt und unter welchen Bedingungen die Schuldenstandsquote konvergiert.
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