Diplomarbeit, 2008
107 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Kurzergebnis
2 Grundlagen des Qualitätsmanagements
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Qualität
2.1.2 Qualitätsmanagement
2.1.3 Freigabe
2.2 Prämissen, Aufgaben und Relevanz des Qualitätsmanagements
2.3 Ziele des Qualitätsmanagements
2.4 Total Quality Management (TQM)
2.4.1 Begriffsbestimmung Total Quality Management
2.4.2 Aspekte des Total Quality Management
2.4.3 Realisierung eines Total Quality Managements
2.5 Normanforderungen an die Freigabe
2.5.1 Geltende Normen
2.5.2 Leitfaden nach ISO 9001:2000
2.5.3 Forderungen nach ISO/TS 16949
2.5.4 Forderungen nach VDA Band 6
3 Methoden des Qualitätsmanagements
3.1 Grundlagen zu den Qualitätsmanagementmethoden
3.1.1 Mathematische Grundlagen
3.1.2 Grundlagen der Mess- und Prüfmittel
3.2 Quality Function Deployment
3.3 Fehlermöglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA)
3.4 Statistische Versuchsplanung (DoE)
3.5 Statistische Prozessregelung (SPC)
3.5.1 Six Sigma
3.5.2 Vorläufige Prozessfähigkeit oder Maschinenfähigkeit
3.5.3 Prozessfähigkeit
3.5.4 Prozessanalyse
3.6 Qualitätsaudit
3.6.1 Auditarten
3.7 Kritische Betrachtung
3.7.1 Beurteilung der Normanforderungen und Grundlagen
3.7.2 Ergänzende Begriffsdefinition
4 Qualitätsmanagement bei Mercedes-Benz Cars
4.1 Das Center Qualitätsmanagement Produktion
4.2 Die Center Qualitätsmanagement der Mercedes-Benz Werke
5 Ist-Analyse des Freigabeprozess bei Mercedes-Benz
5.1 Begriffsdefinitionen
5.2 Ablauf der Vorserienproduktion:
5.3 Q-Freigabe
5.3.1 QM-Freigabe
5.3.2 QM-Freigabe Produkt
5.3.3 QM-Freigabe Prozess
5.4 Analyse des IST- Zustandes
6 Konzept für die Freigabe
6.1 Anforderungen an das neue Konzept
6.2 Q-Freigabe Produktion
6.3 Prozessablauf der QM-Freigabe Prozess
6.4 Messgrößen der QM-Freigabe Prozess
6.4.1 Serienabsicherung
6.4.2 Arbeitsdokumente
6.4.3 Personal
6.4.4 Teilebereitstellung
6.4.5 Prüfmittelfähigkeit
6.4.6 Anlagen und Betriebsmittel
6.4.7 Mehrarbeitsaufwand
6.4.8 Qualitätsfähigkeitsnachweis
6.5 Durchführung des Prozessaudits
6.6 Bewertung des Auditergebnisses
6.7 Zentrale Koordinations- und Lenkungsfunktion
7 Praxiserprobung des neuen Leitfadens
8 Fazit und Schlussfolgerungen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen standardisierten Leitfaden zur Freigabe von Herstellprozessen bei Mercedes-Benz Cars zu entwickeln, um eine einheitliche, qualitätsorientierte Vorgehensweise sicherzustellen. Dabei wird analysiert, wie bestehende Normanforderungen und interne Richtlinien in einen praxisnahen, werksübergreifenden Prozess überführt werden können, der sowohl die Prozessstabilität als auch die Produktqualität kontinuierlich verbessert.
3.3 Fehlermöglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA)
Die Fehlermöglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA) gehört zu den vorbeugenden Methoden des Qualitätsmanagements, um eine frühzeitige Fehlervermeidung in der planerischen Phase des Produktentstehungsprozesses durchzuführen. Dabei sollen potentielle Produktfehler und Mängel bei neuen Fertigungsverfahren bereits während der Planung aufgedeckt und durch Ableiten geeigneter Maßnahmen vermieden werden.
Zusätzlich ist mittels der FMEA einem Unternehmen möglich, vorliegendes Erfahrungswissen hinsichtlich Fehlerzusammenhänge und Qualitätseinflussfaktoren systematisch zu sammeln und verfügbar zu machen.
Gerade die Nutzung des Erfahrungswissens ist für eine prozesssichere Fertigung von entscheidender Bedeutung.
Je nach Schwerpunkt, Zielsetzung und Zeitpunkt der Durchführung werden verschiedene Arten der FMEA unterschieden:
- die Konstruktions- FMEA
- die System FMEA Produkt
- die System FMEA Prozess
Der Begriff der Konstruktions- FMEA wird seit 1996 vom VDA nicht mehr verwendet und formell wird nur noch zwischen System FMEA Produkt und System FMEA Prozess unterschieden.
Die System FMEA Produkt wird nach Fertigstellung eines Produktentwurfs durchgeführt. Die Aufgabe besteht in der Ermittlung potentieller Fehler des Entwurfs und sie nach ihrer Bedeutung zu bewerten und geeignete Lösungsmaßnahmen zu generieren. Das Ziel ist es einen aus konstruktiver Sicht fehlerfreien Entwurf zu erhalten, der zu einem fehlerfreien Produkt führen soll.
Die System FMEA Prozess betrachtet die potentiellen Fehlerquellen aus Sicht der Fertigung. Die FMEA wird nach Fertigstellung der Arbeitspläne zur Herstellung des Produktes durchgeführt. Ziel ist es hierbei die Schwachstellen in den Arbeitsplänen zu identifizieren und die Bedeutung zu bewerten und Abstellmaßnahmen zu initiieren (TIETJEN 2003: 25).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Qualitätssicherung in der Automobilindustrie ein und definiert das Ziel, einen einheitlichen Leitfaden für die Prozessfreigabe zu schaffen.
2 Grundlagen des Qualitätsmanagements: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements, die zentralen Normen sowie die Konzepte des TQM für den Kontext der Automobilindustrie erarbeitet.
3 Methoden des Qualitätsmanagements: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Qualitätsmethoden, deren Einsatzmöglichkeiten und deren Relevanz für die Prozessbeurteilung.
4 Qualitätsmanagement bei Mercedes-Benz Cars: Es erfolgt eine Darstellung der Organisationsstruktur des Qualitätsmanagements bei Mercedes-Benz und dessen Kernaufgaben.
5 Ist-Analyse des Freigabeprozess bei Mercedes-Benz: Dieses Kapitel analysiert den derzeitigen Freigabeprozess und identifiziert die Unterschiede in der Anwendung durch die verschiedenen Werke.
6 Konzept für die Freigabe: Hier wird das neue, standardisierte Konzept für die Prozessfreigabe inklusive der Messgrößen und der zentralen Koordinationsfunktion detailliert beschrieben.
7 Praxiserprobung des neuen Leitfadens: Dieses Kapitel erläutert die praktische Anwendung und Evaluierung des neuen Konzepts anhand eines Beispielprozesses.
8 Fazit und Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der erzielten Vorteile durch das neue Konzept und einem Ausblick auf die zukünftige Prozessentwicklung.
Qualitätsmanagement, Freigabeprozess, Automobilindustrie, Mercedes-Benz Cars, Prozessaudit, Prozessstabilität, FMEA, Total Quality Management, TQM, Serienproduktion, Prozessanalyse, Qualitätsfreigabe, Standardisierung, ISO/TS 16949, Prozessfähigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines standardisierten Leitfadens zur Freigabe von Herstellprozessen bei Mercedes-Benz Cars, um eine einheitliche Qualitätsbewertung über alle Fahrzeugwerke hinweg sicherzustellen.
Zentrale Themen sind das Qualitätsmanagement in der Automobilproduktion, die Anwendung von Qualitätsnormen, die Analyse bestehender Freigabeprozesse und die Einführung standardisierter Messgrößen zur Sicherung der Prozessstabilität.
Das primäre Ziel ist die Eliminierung von Diskrepanzen in der Prozessbewertung zwischen verschiedenen Produktionsstandorten durch ein neues, verbindliches Konzept zur Prozessfreigabe.
Es wird eine Ist-Analyse der bestehenden Prozesse durchgeführt, gefolgt von einer Ableitung neuer Bewertungskriterien auf Basis von Normvorgaben (wie ISO/TS 16949) und Prozessanalysemethoden wie dem Ishikawa-Diagramm.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse des Ist-Zustands, die Konzeption des neuen Freigabeverfahrens sowie die Praxiserprobung und Evaluierung des neuen Leitfadens.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Freigabeprozess, Prozessaudit, Prozessstabilität und Standardisierung charakterisieren.
Die bisherige Praxis zeigte mangelnde Transparenz und uneinheitliche Bewertungsmethoden an verschiedenen Standorten, was einen Vergleich der Prozessreife zwischen unterschiedlichen Baureihen erschwerte.
Die Messgrößen sind entscheidend, da sie eine objektive und vergleichbare Beurteilung der Herstellprozesse ermöglichen und damit als objektive Grundlage für die Erteilung oder Verweigerung der Prozessfreigabe dienen.
"Rot" bedeutet, dass der Prozess nicht kundenfähig ist und keine Freigabe erteilt wird; "gelb" signalisiert eine bedingte Kundenfähigkeit, bei der die Freigabe unter Auflagen und unter der Bedingung der Nachbesserung erfolgt.
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