Bachelorarbeit, 2011
47 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
2 Der demographische Wandel
2.1 Situation in Deutschland
2.2 Grundzüge des demographischen Wandels in NRW
3 Der ländliche Raum
3.1 Allgemeine Definition und Funktionen des ländlichen Raums
3.2 Der ländliche Raum in NRW – Bedeutung und Abgrenzung
4 Auswirkungen und Handlungsansätze in ausgewählten ländlichen Räumen NRWs
4.1 Situation im Hochsauerlandkreis
4.1.1 Grundlagen der demographischen Entwicklung im Hochsauerlandkreis
4.1.2 Reaktionen des Hochsauerlandkreises auf den demographischen Wandel
4.2 Situation in Ostwestfalen-Lippe
4.2.1 Überblick zur Bevölkerungsentwicklung in Ostwestfalen-Lippe
4.2.2 Das „Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept“ am Beispiel der Region Lippe-Süd
4.3 Situation in der LEADER-Region Eifel
4.3.1 Allgemeines zur LEADER-Region Eifel
4.3.2 Demographischer Wandel in der LEADER-Region Eifel
4.4 Kritische Betrachtung der Handlungsansätze
5 Zusammenfassung
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf ländliche Räume in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die Herausforderungen für die öffentliche Daseinsvorsorge zu analysieren und kritisch zu beleuchten, mit welchen regionalen Strategien und Handlungsansätzen verschiedenen Gebieten begegnet wird, um ihre Zukunftsfähigkeit und Attraktivität als Lebensraum zu erhalten.
4.1.2 Reaktionen des Hochsauerlandkreises auf den demographischen Wandel
Als Reaktion auf diese komplexe Problemlage hat sich der Hochsauerlandkreis das folgende Leitziel gesetzt: „Den demographischen Wandel aktiv gestalten und dabei Rahmenbedingungen für Wachstum in der Region schaffen“ (HSK, 2009:13). Diese Zielformulierung wirkt zunächst sehr oberflächlich und hat durchaus einen phrasenhaften Charakter. Im Folgenden wird daher betrachtet welche konkreten Vorgehensweisen und Inhalte hinter diesem Ziel stehen.
Im Sinne des Demographiekonzepts wird ein integriertes Vorgehen angestrebt. Dabei sollen möglichst viele Fachbereiche mit einbezogen werden. Des Weiteren geht es im Allgemeinen darum die Standortqualitäten des Kreises zu stärken und an die Erfordernisse des demographischen Wandels anzupassen. Um speziell auf die Situation im Hochsauerlandkreis zu reagieren wurden dazu sieben relevante Handlungsfelder bestimmt. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Handlungsfelder (HSK, 2009:14ff):
• Familie, Kinder, Jugendliche & Integration von Migranten
• Bildung und Ausbildung / Regionale Bildungsoffensive
• Senioren und Gesundheit
• Wirtschaft und Beschäftigung
• Regionale Entwicklung, Infrastruktur, Gewerbeflächen und Umwelt
• Kultur, Freizeit und Tourismus
• Verwaltung
1 Einleitung: Hinführung zum Thema des demographischen Wandels als zentrale Herausforderung und Definition der Forschungsfragen für die ländlichen Räume NRWs.
2 Der demographische Wandel: Theoretische Grundlagen und die spezifische Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und NRW unter Berücksichtigung von Schrumpfungs- und Wachstumsfaktoren.
3 Der ländliche Raum: Erörterung begrifflicher Definitionen und methodischer Ansätze zur Abgrenzung ländlicher Räume in NRW durch Funktionspotentiale.
4 Auswirkungen und Handlungsansätze in ausgewählten ländlichen Räumen NRWs: Detaillierte Untersuchung spezifischer Regionen (Hochsauerlandkreis, OWL, Eifel) hinsichtlich ihrer Konzepte zur Bewältigung des Wandels.
5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über die Vielfalt der Handlungsansätze und die Notwendigkeit integrierter regionaler Kooperationsmodelle.
Demographischer Wandel, ländlicher Raum, Nordrhein-Westfalen, Hochsauerlandkreis, Ostwestfalen-Lippe, LEADER, Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK), Daseinsvorsorge, Bevölkerungsrückgang, Alterung, Infrastruktur, Regionalplanung, Standortqualität, Strukturwandel, Lebensqualität.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demographischen Wandels auf ländliche Gebiete in Nordrhein-Westfalen und evaluiert politische Strategien zu deren Bewältigung.
Neben dem demographischen Wandel stehen die regionale Daseinsvorsorge, Infrastrukturentwicklung, Wirtschaftsförderung und das bürgerschaftliche Engagement im Fokus.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie ländliche Regionen trotz Bevölkerungsrückgangs und Alterung ihre Lebensqualität und Standortattraktivität durch strategische Konzepte sichern können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung regionaler Prognosen und dem Vergleich von Entwicklungskonzepten wie ILEK und LEADER.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Problematik sowie die fallstudienbasierte Analyse des Hochsauerlandkreises, Ostwestfalen-Lippes und der Eifel.
Demographischer Wandel, ländlicher Raum, NRW, Daseinsvorsorge, ILEK, LEADER, Bevölkerungsentwicklung und regionale Standortpolitik.
Der Hochsauerlandkreis gilt als stark schrumpfende Region und hat vergleichsweise früh ein dezidiertes, umfassendes Demographiekonzept auf Kreisebene implementiert.
Die Eifel dient als Beispiel für eine ländliche Region, die trotz moderaterer demographischer Prognosen durch integrierte Ansätze wie das LEADER-Programm versucht, ihre lokale Infrastruktur zu stärken.
Es bietet einen mehrdimensionalen Blick auf den ländlichen Raum, der über rein statistische Dichtewerte hinausgeht und die reale Vielfalt der Funktionen (Wohnen, Arbeiten, Erholung) berücksichtigt.
Sie wird als essenziell erachtet, um komplexe Herausforderungen gemeinsam zu lösen und im Wettbewerb um Zuwanderung und wirtschaftliche Stabilität bestehen zu können.
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