Examensarbeit, 2011
66 Seiten, Note: 1,4
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Vorwort
Einleitung
1. Migration, Bildung und Probleme im Zuwanderungsland Deutschland
1.1 Der Begriff Migrant/Ausländer
1.2 Bildung für die Entwicklung des „Menschsein“
1.2.1 Schule und ihre Bildungsaufgabe
1.3 Einwanderungsgeschichte Deutschlands
1.4 Schulsituation für Schüler als Resultat der Einwanderungsgeschichte
1.5 Die PISA-Studie: Ergebnisse und Folgen
1.6 Gründe für schulische Benachteiligung
2. Bildungspolitische Konsequenzen
2.1 Sprachdidaktik
2.2 Schulsprachenpolitik- Umgang mit Zweisprachigkeit
2.2.1 Empfehlungen der ständigen Kultusministerkonferenz
2.2.2 Rahmenpläne für Deutsch als Zweitsprache
3. Sprachförderung des Deutschen als Zweitsprache
3.1 Der Begriff Deutsch als Zweitsprache
3.1.1 Deutsch als Zweitsprache/als Fremdsprache/als Muttersprache
3.2 Zweitspracherwerb
3.2.1 Die Kontrastivhypothese
3.2.2 Die Identitätshypothese
3.2.3 Die Interlanguagehypothese
3.2.4 Die Teachabilityhypothese
3.3 Folgerung für die Zweitsprachendidaktik
3.3.1 Pädagogische Prinzipien
3.3.2 Interkulturelles Lernen
3.3.3 Zielsetzungen für den (Deutsch-) Unterricht
3.3.4 Leistungsermittlung und Korrekturverhalten
3.3.5 Sprachstandserhebung
4. Die Grammatik als Problemfeld des Zweitsprachenerwerbs
4.1 Der Begriff Grammatik/ Grammatikunterricht
4.2 Ziele, Methoden, Schwerpunkte des Grammatikunterrichts
4.3 Schwierigkeiten beim mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch
5. Grammatiktest
5.1 Inhalt und Intention des Grammatiktests
5.2 Versuchsgruppe
5.3 Probleme (Pre-Test)
5.4 Durchführung
5.5 Auswertung und Schlussfolgerung
5.6 Der Grammatiktest und die Grammatik im Zweitspracherwerb
5.7 Befragung türkischer Quereinsteiger
Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund an Hauptschulen. Zentrales Ziel ist es, die bildungspolitische und didaktische Relevanz der Sprachförderung zu beleuchten, aktuelle Schwierigkeiten beim Spracherwerb (insbesondere Grammatik) zu analysieren und mittels eines praxisnahen Grammatiktests sowie einer Schülerbefragung konkrete Erkenntnisse über die Lebens- und Sprachsituation der Lernenden zu gewinnen.
1.3 Einwanderungsgeschichte Deutschlands
In der Zeit zwischen 1959 und 1962 führten viele Faktoren, wie geburtenschwache Kriegsjahrgänge und ein verfrühtes Renteneintrittsalter, zu einem Zustrom von sogenannten Gastarbeitern, die diese Lücken füllen sollten. Man war damals noch der Meinung, dass der entscheidende Vorteil dieser Ausländerbeschäftigung in der Möglichkeit lag, diese wieder in die Heimat zurückzuschicken, sobald man sie zum Arbeiten nicht mehr benötigte. Dieses Denkmuster verhinderte jegliche Integrationsgedanken seitens der Politik. Auch die Gastarbeiter selbst, welche zum Großteil Männer waren, die ohne Familie nach Deutschland kamen, hatten die feste Absicht in das Heimatland zurückzukehren und das mit möglichst vielen Ersparnissen.
Da man noch bis Ende der sechziger Jahre ausreichend Rückwanderer verzeichnen konnte, 1967 waren es beispielsweise 30%, gab es immer noch keinen Anhaltspunkt, über eine Integrationspolitik nachzudenken.
Es kam allerdings zu einer ganz anderen Entwicklung: Gastarbeiter holten ihre Familien nach, bekamen Kinder und verlagerten ihre Heimat nach Deutschland. Dies führte 1973 schließlich zum sogenannten „Anwerbestopp“. Aus bleibenden „Gastarbeitern“ wurden nun „Einwanderer“.
1. Migration, Bildung und Probleme im Zuwanderungsland Deutschland: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Einwanderung in Deutschland ein und beleuchtet die bildungspolitischen Folgen sowie die Gründe für schulische Benachteiligung.
2. Bildungspolitische Konsequenzen: Hier werden didaktische Ansätze und bildungspolitische Empfehlungen zur Sprachförderung im schulischen Kontext diskutiert, unter anderem verschiedene Modelle wie Integration, Assimilation und Segregation.
3. Sprachförderung des Deutschen als Zweitsprache: Das Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen über Spracherwerbshypothesen und leitet daraus notwendige Konsequenzen für eine fundierte Zweitsprachendidaktik ab.
4. Die Grammatik als Problemfeld des Zweitsprachenerwerbs: Es wird die besondere Herausforderung der Grammatikvermittlung im DaZ-Unterricht analysiert und die Rolle von Fehlern als Lernanstoß thematisiert.
5. Grammatiktest: Dieser Teil beschreibt die Konzeption, Durchführung und Auswertung eines Grammatiktests an einer Münchner Hauptschule und enthält zudem eine qualitative Befragung türkischer Schüler.
Sprachförderung, Migrationshintergrund, Deutsch als Zweitsprache, Zweitspracherwerb, Sprachdidaktik, Grammatikunterricht, Schulerfolg, Interkulturelles Lernen, PISA-Studie, Bildungsbenachteiligung, Sprachstandserhebung, Sprachkompetenz, DaZ-Unterricht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der deutschen Sprache als Schlüsselkompetenz für Schüler mit Migrationshintergrund und untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen ihrer Förderung im deutschen Schulsystem.
Die Arbeit umfasst historische Aspekte der Einwanderung, theoretische Grundlagen des Spracherwerbs, didaktische Modelle zur Sprachförderung sowie eine empirische Analyse der Grammatikkenntnisse und Lebenswelt von Hauptschülern.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sprachförderung in der Schulpraxis erfolgreich umgesetzt werden kann, um Schülern mit Migrationshintergrund bessere Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Aufarbeitung aktueller fachdidaktischer Literatur mit einer empirischen Untersuchung in Form eines standardisierten Grammatiktests sowie einer Befragung von Schülern.
Der Hauptteil analysiert die didaktischen Prinzipien des DaZ-Unterrichts, die speziellen Schwierigkeiten bei der Grammatikvermittlung und verknüpft diese theoretischen Erkenntnisse mit den Ergebnissen der eigenen empirischen Tests.
Wichtige Begriffe sind Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Migration, Sprachaneignung, interkulturelle Bildung, sowie Schulsprachenpolitik und Grammatikkompetenz.
Da Schüler mit Migrationshintergrund häufig bereits über eine implizite Grammatik verfügen, stellt die Überführung in eine explizite Grammatik eine Herausforderung dar, die für den schriftsprachlichen Erfolg essenziell ist.
Die Befragung zeigt das subjektive Empfinden der Schüler hinsichtlich ihres Unterrichts, der wahrgenommenen Sprachschwierigkeiten in Sachfächern und den Wunsch nach mehr Verständnis und Unterstützung im Schulalltag.
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