Bachelorarbeit, 2011
29 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Filmgeschichte als Mediengeschichte
3. Das Cinema of Attractions
4. Die Geschichte des Films in 3D
4.1. Stereoskopische Experimente
4.2. Versuche ohne wirtschaftlichen Erfolg
4.3. Der erste Boom
4.4. Rezession und Stagnation
4.5. IMAX®
4.6. Der zweite Boom durch die Digitalisierung
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des 3D-Films unter Einbeziehung medienwissenschaftlicher Phasenmodelle, um das Medium im Kontext von Technik, Wirtschaft und Kinogeschichte einzuordnen und das aktuelle 3D-Phänomen besser zu verstehen.
3. Das Cinema of Attractions
Durch die Digitalisierung der Produktion kreiert Hollywood seit den neunziger Jahren faszinierende Blockbuster, die weniger durch ihre Narration als durch ihre visuellen Effekte beeindrucken. Das digitale Kino ist ein Spekatakel für die Zuschauer und wurde ähnlich den ersten Filmvorführungen Ende des 19. Jahrhunderts erneut zum Event.
Tom Gunning definiert das frühe Kino in seinen Entstehungsjahren als ein Kino der Attraktionen, dass erst etwa 1906/1907 vom narrativen Kino verdrängt wurde. „I will call this earlier conception of cinema, „the cinema of attractions. I believe that this conception dominates cinema about until 1906-1907.“ Nach Gunning war das Kino der Attraktionen ein Kino, das die Zuschauer fasziniert, indem es etwas zeigt anstatt etwas zu erzählen. Ähnlich den Attraktionen auf Jahrmärkten und in Varietés waren es Kuriositäten und Illusionen, die die Zuschauer angesprochen haben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wirtschaftlichen Aufschwung des 3D-Kinos nach der Jahrtausendwende und stellt die methodische Herangehensweise der Arbeit vor.
2. Filmgeschichte als Mediengeschichte: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Ansätze der Geschichtsschreibung und führt das Phasenmodell von Werner Faulstich ein, um eine strukturierte Orientierung für die Filmgeschichte zu bieten.
3. Das Cinema of Attractions: Es wird Tom Gunnings Theorie des „Cinema of Attractions“ erläutert und als analytischer Rahmen genutzt, um die Faszination digitaler Effekte und 3D-Filme historisch einzuordnen.
4. Die Geschichte des Films in 3D: Das Kapitel bietet eine detaillierte, chronologische Phasenanalyse der 3D-Technik, von den ersten stereoskopischen Experimenten bis hin zum aktuellen, digital getriebenen Boom.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit synthetisiert die gewonnenen Erkenntnisse, reflektiert die Anwendbarkeit der Phasenmodelle auf das 3D-Kino und wagt eine Prognose zur zukünftigen Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Spektakel und Narration.
Filmgeschichte, 3D-Kino, Stereoskopie, Phasenmodell, Digitalisierung, Kino der Attraktionen, Tom Gunning, Werner Faulstich, James Monaco, Kinowirtschaft, Blockbuster, Filmtechnik, Medienwissenschaft, Zuschauerzahlen, IMAX.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des 3D-Films unter Einbeziehung wirtschaftlicher und technischer Parameter, um eine systematische Einordnung in die allgemeine Filmgeschichte vorzunehmen.
Die zentralen Themen sind die Evolution stereoskopischer Techniken, die wirtschaftliche Bedeutung von Kinobesucherzahlen sowie der Wandel des Kinos vom „Cinema of Attractions“ hin zum narrativen Film und zurück zu spektakulären, digitalen Blockbustern.
Ziel ist es, eine historisch fundierte Phasenmodellierung für den 3D-Film zu entwickeln, die analog zu bestehenden Modellen der Filmgeschichte (Faulstich, Monaco) eine übersichtliche Einordnung und wissenschaftliche Diskussion ermöglicht.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Filmgeschichtsmodelle und kombiniert diese mit einer eigenen phasenbasierten Strukturierung unter Verwendung quantitativer Indikatoren wie Zuschauerzahlen und wirtschaftlicher Trends.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Mediengeschichte und das „Cinema of Attractions“ sowie eine detaillierte, sechsphasige historische Aufarbeitung des 3D-Films – von den Anfängen bis zur modernen Digitalisierung.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie 3D-Kino, Filmgeschichte, Phasenmodell, Digitalisierung und Kino der Attraktionen charakterisieren.
3D fungierte in dieser Zeit als technisches Alleinstellungsmerkmal des Kinos gegenüber dem aufkommenden und technisch unterlegenen Fernsehen, was einen unterhaltsamen Vorteil für Kinobetreiber bot.
IMAX gilt als führende 3D-Technik ab den 1980er Jahren, da sie durch hellere Projektion und höhere Auflösung einen deutlichen Qualitätssprung bot, auch wenn die hohen Kosten die Verbreitung zunächst auf eine Nische begrenzten.
Die Digitalisierung löste Synchronisationsprobleme, senkte Produktionskosten und ermöglichte eine schnelle, weltweite Verbreitung, die den zweiten, bis heute andauernden 3D-Boom maßgeblich ermöglichte.
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