Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 2,5
1.Einleitung
2.Theoretischer Teil
2.1.Begriffsdefinitionen
2.1.1.Definition Motive, Motivstruktur, Motivation
2.1.2.Definition intrinsische und extrinsische Motivation
2.2.Allgemeine Vorüberlegungen
2.3.Intrinsische und extrinsische Motivation
2.4.Psychologische Verträge
2.4.1.Definition
2.4.2.Entwicklung des Erwartungskataloges
2.4.3.Zusammensetzung des Erwartungskataloges bei Angestellten
2.4.4.Zusammensetzung des Erwartungskataloges bei Ehrenamtlichen
2.4.5.Allgemeine Verpflichtungen von Angestellten gegenüber dem Unternehmen
2.4.6.Allgemeine Verpflichtungen von Ehrenamtlichen gegenüber dem Unternehmen
2.5.Vier-Handlungstypen nach Max Weber
2.5.1.Definition
2.5.2.Charakterisierung des zweckrationalen Angestellten
2.5.3.Psychologischer Vertrag des zweckrationalen Angestellten
2.5.4.Personalmanagement im Umgang mit zweckrationalen Angestellten
2.5.5.Charakterisierung des zweckrationalen, ehrenamtlichen Mitarbeiters
2.5.6.Psychologischer Vertrag des zweckrationalen, ehrenamtlichen Mitarbeiters
2.5.7.Personalmanagement im Umgang mit zweckr., ehrenamtlichen Mitarbeitern
2.5.8.Charakterisierung des wertr. Angestellten
2.5.9.Psychologischer Vertrag des wertr. Angestellten
2.5.10.Personalmanagement im Umgang mit wertrationalen Angestellten
2.5.11.Charakterisierung des wertr. ehrenamtlichen Mitarbeiters
2.5.12.Psychologischer Vertrag des wertr.ehrenamtlichen Mitarbeiters
2.5.13.Personalmanagement im Umgang mit wertr. ehrenamtlichen Mitarbeitern
2.6.Zusammenfassung
3.Praktischer Teil
3.1.Lebenshilfe Leverkusen e.V.
3.2.Die Interviewpartner
3.3.Befragungsmethode
3.4.Durchführung der Befragung
3.5.Auswertung der Befragung
3.6.Ergebnisse der Befragung
4.Resümee der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Arbeitsmotivation und Erwartungshaltung von ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeitern am Beispiel der Lebenshilfe Leverkusen e.V., um zu klären, ob unterschiedliche Ansätze im Personalmanagement für diese Gruppen erforderlich sind.
2.5.1.Definition
Max Weber unterteilt soziales Handeln in vier Handlungstypen: zweckrationales Handeln, wertrationales Handeln, affektuales und traditionales Handeln (vgl. Max Weber, 1984, S.44).
Zur weiteren Untersuchung sollen, aufbauend auf dem in Kapitel 2.4 bereits erlangten Wissen, Ehrenamtliche und Angestellte in diese vier Handlungstypen eingeteilt werden. Hier sollten innerhalb dieser Handlungstypen relativ konsistente und homogene Motivstrukturen und Erwartungen zu finden sein (vgl. Max Weber, 1984, S.44). Unter zweckrationalem Handeln versteht Weber, dass das Individuum seine Handlung und das damit einhergehende Ergebnis gegeneinander abwägt und Erwartungen bezüglich Handlungsergebnis und Außenwelt dahingegen analysiert, dass es das für sich optimale Ergebnis wählen kann (vgl. Max Weber, 1984, S.44). Wertrationales Handeln bedeutet für Weber, dass ein Mensch bestimmte Handlungen durchführt, da für ihn der Eigenwert der Sache im Vordergrund steht. Somit führt er seine Handlungen unabhängig von dessen Ergebnis aus. Oft stellt der Mensch auch selber Bedingungen oder Anforderungen an sich, die er dann erfüllen möchte. Dies kann weitergedacht, aus altruistischen oder egoistischen Zielen heraus erfolgen (vgl. Max Weber, 1984, S.44).
Affektuales Handeln versteht Weber insbesondere als durch Emotionen und Gefühle geleitetes Handeln und ist meistens unbewusst. Sobald es bewusster wird, nährt sich das affektuale Handeln an den Typus des wertrationalen Handelns an (vgl. Max Weber, 1984, S.44). Traditionales Handeln nach Weber bezieht sich oftmals auf Regeln, die ein Individuum schon längere Zeit befolgt und an die es bewusst oder unbewusst festhält. Weber beschreibt das traditionale Handeln als Reaktion auf gewohnte Reize (vgl. Max Weber, 1984, S.44).
Da es in dieser Arbeit um die Arbeitsmotivation und das damit einhergehende, längerfristige Arbeitsverhältnis bzw. Engagement geht, ist der Typus des affektualen Handelns nicht relevant für diese Themenstellung. Es kann sehr wohl einen affektualen, unbewussten Grund geben, warum jemand ein Ehrenamt anfängt, allerdings wird dieser unbewusste Beweggrund nach einiger Zeit bewusst und nähert sich damit dem wertrationalen Typus an. Aus diesem Grunde wird der affektuale Typ in der weiteren Analyse vernachlässigt. Dasselbe gilt für den Typus des traditionalen Handelns, da dieser sich dem wertrationalen Typus ebenfalls annähert.
1.Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Ehrenamtsmotivation ein und stellt die Forschungsfrage nach den Unterschieden in der Erwartungshaltung zwischen Angestellten und Ehrenamtlichen.
2.Theoretischer Teil: Es werden grundlegende Begriffe definiert, das Konzept der psychologischen Verträge erläutert sowie die Handlungstypen nach Max Weber zur Klassifizierung von Motiven herangezogen.
3.Praktischer Teil: Die theoretischen Erkenntnisse werden anhand von Experteninterviews bei der Lebenshilfe Leverkusen e.V. empirisch überprüft und analysiert.
4.Resümee der Arbeit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und Handlungsempfehlungen für ein differenziertes Personalmanagement abgeleitet.
Arbeitsmotivation, Ehrenamt, Angestellte, Lebenshilfe Leverkusen e.V., Psychologischer Vertrag, Max Weber, Zweckrationales Handeln, Wertrationales Handeln, Personalmanagement, NPO, NGO, Erwartungshaltung, Mitarbeiterbindung, Altruismus, Qualitative Befragung.
Die Arbeit untersucht die Arbeitsmotivation und die Erwartungshaltung von angestellten Mitarbeitern sowie Ehrenamtlichen in einer Non-Profit-Organisation.
Zentral sind die Themengebiete Motivation, psychologische Verträge zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Max Webers Handlungstypen sowie deren Anwendung im Personalmanagement.
Das Ziel ist herauszufinden, ob ehrenamtliche Mitarbeiter andere Erwartungen an eine Organisation stellen als Angestellte und welche Konsequenzen dies für die Personalführung hat.
Die Untersuchung nutzt eine qualitative Befragung in Form von teilstrukturierten Interviews mit Mitarbeitern der Lebenshilfe Leverkusen e.V.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Motivation und Verträgen erarbeitet, auf deren Basis eine Typisierung der Mitarbeiter erfolgt, die anschließend empirisch untersucht wird.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arbeitsmotivation, Ehrenamt, Psychologischer Vertrag und Personalmanagement beschreiben.
In der Praxis zeigte sich, dass eine klare Unterscheidung zwischen zweckrationalen und wertrationalen Typen schwierig ist, da oft Mischformen auftreten.
Die Ergebnisse könnten durch den speziellen Kontext der Behindertenarbeit beeinflusst sein, weshalb die Verfasser weitere Untersuchungen in anderen sozialen Sektoren empfehlen.
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