Bachelorarbeit, 2012
74 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Risikokultur einer Branche im Wandel
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Offenes Immobilienfondsgeschäft
2.1 Der offene Immobilienfonds
2.1.1 Der Immobilien-Publikumsfonds
2.1.2 Der Immobilien-Spezialfonds
2.2 Das „Investmentdreieck“
2.2.1 Begriffserklärung und Struktur
2.2.2 Die Investmentgesellschaft
2.2.3 Der Investmentfonds
2.2.4 Die Depotbank
2.3 Problematik offener Immobilienfonds
2.4 Neue Regeln und AIFMD
2.5 Ausblick
3 Grundzüge des Risikomanagements offener Immobilienfonds
3.1 Risikodefinition
3.2 Grundlagen des Risikomanagements
3.2.1 Definition Risikomanagement
3.2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3.3 Risikomanagementprozess
3.3.1 Risikoidentifikation
3.3.2 Risikobewertung
3.3.3 Risikosteuerung
3.3.4 Risikoüberwachung
3.3.5 Risikoberichterstattung
4 Risikomanagementsystem einer Immobilien-Investmentgesellschaft
4.1 Grundlagen des Risikomanagementsystems
4.1.1 Definition und Eingrenzung
4.1.2 Risikostrategie
4.1.3 Risk Management Policy
4.2 Risikoerfassung
4.2.1 Wesentliche Risikoarten
4.2.1.1 Adressenrisiken
4.2.1.2 Marktpreisrisiken
4.2.1.3 Immobilienrisiken
4.2.1.4 Liquiditätsrisiken
4.2.1.5 Operationelle Risiken
4.2.2 Risikokatalog als Instrument der Risikoerfassung
4.3 Risikomessung
4.3.1 Ausgewählte Methoden der Risikomessung
4.3.1.1 Sensitivitäts- und Szenarioanalyse
4.3.1.2 Kennzahlenvergleich
4.3.1.3 Monte-Carlo-Simulation
4.3.1.4 Scoring-Verfahren
4.3.2 Stresstest nach InvMaRisk
4.3.3 Risikokonzentrationen
4.4 Risikosteuerung
4.4.1 Überprüfung der Risikotragfähigkeit
4.4.1.1 Gesamtrisikoprofil
4.4.1.2 Risikodeckungspotential
4.4.2 Internes Limitsystem
4.5 Risikoüberwachung
4.5.1 Frühwarnsystem
4.5.2 Backtesting
4.6 Risikokommunikation
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Anforderungen an ein ganzheitliches Risikomanagementsystem für offene Immobilienfonds. Ziel ist es, unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Rahmenbedingungen ein praxistaugliches Modell zu entwickeln, das sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Aspekte integriert, um die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Immobilien-Investmentgesellschaften nachhaltig zu gewährleisten.
4.2.1.5 Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko ist die Gefahr „eines Schadens infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Einflüsse.“ Gemäß dieser Definition unterscheidet das operationelle Risiko zwischen Prozessrisiken, Personenrisiken, Systemrisiken und externen Risiken.
Das Prozessrisiko umfasst in diesem Zusammenhang alle Schäden, die durch Fehler innerhalb interner Verfahren entstehen. Dies betrifft unter anderem die Aufbau- und Ablauforganisation, das Projektmanagement und die interne Kommunikation.
Die Schäden des Personenrisikos entstehen durch Bearbeitungsfehler, kriminelle Handlungen oder inadäquate Ausstattung (qualitativ und quantitativ) der Mitarbeiter.
Unter Systemrisiko versteht man alle Schäden, die durch Mängel der IT-Systeme, Kommunikationssysteme oder der Infrastruktur verursacht werden.
Das externe Risiko enthält, wie der Wortlaut schon sagt, alle Schäden die auf externe Einflüsse zurückzuführen sind. Hierunter fallen neben typischen externen Einflüssen wie Katastrophen, politische Einflüsse, externe Kriminalität oder Abhängigkeiten von Lieferanten auch Rechts- und Reputationsrisiken.
Im Zuge der operationellen Risiken ist allgemein darauf zu achten, dass auf Sondervermögensebene nur externe Einflüsse, bei denen die Gesellschaft kein Verschulden hat, von Relevanz sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die veränderte Risikokultur in der Finanzbranche nach der Immobilienkrise und definiert das Ziel der Arbeit, ein ganzheitliches Risikomanagementsystem für offene Immobilienfonds zu konzipieren.
2 Offenes Immobilienfondsgeschäft: In diesem Kapitel werden die Strukturen von Publikums- und Spezialfonds, das Investmentdreieck sowie die aktuelle rechtliche und wirtschaftliche Problematik der Branche erläutert.
3 Grundzüge des Risikomanagements offener Immobilienfonds: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Risikos und das Modell des Risikomanagementprozesses als Kreislauf unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen detailliert dargestellt.
4 Risikomanagementsystem einer Immobilien-Investmentgesellschaft: Dieses Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit und führt ein ganzheitliches Modell ein, welches Risikoerfassung, Messmethoden, Steuerung und Überwachung praxistauglich miteinander verzahnt.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung eines proaktiven Risikomanagements als zentralen Erfolgsfaktor für die Immobilienbranche.
Risikomanagement, Offene Immobilienfonds, Immobilien-Investmentgesellschaft, Kapitalanlagegesellschaft, Risikomanagementsystem, InvMaRisk, Investmentgesetz, Risikoerfassung, Risikomessung, Risikosteuerung, Risikotragfähigkeit, Stresstest, Monte-Carlo-Simulation, Immobilienrisiken, Konzentrationsrisiken.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines ganzheitlichen Risikomanagementsystems für offene Immobilienfonds, um den aktuellen Anforderungen an Stabilität und Anlegerschutz gerecht zu werden.
Die Arbeit deckt die Struktur des offenen Immobilienfondsgeschäfts, die gesetzlichen Grundlagen des Risikomanagements und die methodische Umsetzung der Risikoanalyse und -steuerung ab.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie ein ganzheitliches, gesetzlich konformes und wirtschaftlich sinnvolles Risikomanagementsystem für Immobilien-Investmentgesellschaften gestaltet sein muss.
Es handelt sich um eine strukturierte theoretische Analyse, die prozessuale Modelle des Risikomanagements auf Basis aktueller Literatur und gesetzlicher Vorgaben wie InvMaRisk weiterentwickelt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Risikostrukturen, die detaillierte Darstellung des Risikomanagementprozesses sowie die praktische Anwendung von Messmethoden und Limitsystemen.
Die zentralen Begriffe umfassen Risikomanagement, offene Immobilienfonds, Risikomessung, Stresstests, Limitsysteme und das Investmentgesetz.
Die Risikokultur wird als essenziell für moderne Investmentgesellschaften betrachtet, um im Wettbewerb zu bestehen und das Vertrauen nach der Finanzkrise zurückzugewinnen.
Es definiert die Akteure (Anleger, Investmentgesellschaft, Depotbank) und deren Zusammenspiel, was für das Verständnis von Haftung und Überwachung im Sondervermögen entscheidend ist.
Risikokonzentrationen werden als zentrale Bedrohung angesehen, deren Messung durch absolute Werte oder relative Konzentrationsmaße wie den Herfindahl-Index zwingend erforderlich ist.
Stresstests sind als vierteljährliches Pflichtinstrument zur Messung der Verlustanfälligkeit bei außergewöhnlichen Marktereignissen für ein angemessenes Risikomanagement unerlässlich.
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