Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Thema und Relevanz
1.2 Fragestellungen
1.3 Methodisches Vorgehen und Aufbau
2. Zentrale Begrifflichkeiten und bildungspolitische Ziele
2.1 Berufsbildungspolitik
2.2 Berufsbildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland
2.3 Berufsbildungssystem in Deutschland
2.4 Die berufliche Handlungskompetenz
2.5 Das informelle Lernen als ungenutzte Ressource
2.6 Internationalisierung und Europäisierung
3. Europäische Bildungspolitik
3.1 Die EU als bildungspolitischer Akteur
3.2 Das Subsidiaritätsprinzip
3.3 Wirksamkeit politischer Strategien
3.4 Lissabon-Kopenhagen-Maastricht-Helsinki
3.5 Die Strategie Europa 2020
3.6 Zusammenfassung europäischer Bildungspolitik
4. Europäische Strategien und Instrumente
4.1 Das lebenslange Lernen
4.2 Die Förderung von Mobilität
4.3 Transparenz und Vergleichbarkeit von Kompetenzen
4.4 Der Europäische Qualifikationsrahmen
4.5 Das Leistungspunktesystem ECVET
4.6 Weitere bildungspolitische Entwicklungen
4.7 Zusammenfassung und Diskussion
5. Entwicklungen des Berufsbildungssystems in Deutschland
5.1 Herausforderungen an das deutsche Bildungssystem
5.2 Entwicklung von Instrumenten in Deutschland
5.2.1 Der Deutsche Qualifikationsrahmen
5.2.2 Das Leistungspunktesystem DECVET
5.3 Zusammenfassung
6. Fazit und Desiderate
Diese Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die europäische Berufsbildungspolitik, ihre Strategien und Instrumente. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie europäische Vorgaben die Modernisierung der beruflichen Bildung in Deutschland beeinflussen und welche Herausforderungen sich daraus für das duale System ergeben.
3.1 Die Europäische Union als bildungspolitischer Akteur
Im Jahre 1992 entstand die Europäische Union mit Unterzeichnung des Maastrichter Vertrages und erlangte damit den politischen Vertretungsanspruch für ganz Europa. Durch das Zusammenspiel von nationalen und supranationalen Akteuren muss die EU stets die Interessen einzelner Nationen mit dem gesamteuropäischen Interesse abwägen. Durch das Harmonisierungsverbot kann die EU bildungspolitische Aktivitäten nur in einem begrenzten Rahmen vollziehen, weil ihr keine legislatorischen Instrumente zur Verfügung stehen. „Das Harmonisierungs-verbot meint den Ausschluss jeglicher Harmonisierung in Bezug auf die Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsländer“ (Ohidy 2009, S. 66). Allgemein gesehen, brauchen europäische Rechtsakte keinen nationalen Umsetzungsakt mehr. Sollten die Rechte mit den nationalstaatlichen Rechten kollidieren, so hat das Europarecht Anwendungsvorrang, weil es hierarchisch höher verordnet ist. In Deutschland liegt die letzte Entscheidung dennoch beim Bundesverfassungsgericht, wenn das Europarecht dem deutschen Recht entgegen steht (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfragen sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens dieser Arbeit.
2. Zentrale Begrifflichkeiten und bildungspolitische Ziele: Klärung grundlegender Begriffe wie Berufsbildungspolitik und Handlungskompetenz sowie Einordnung in den nationalen Kontext.
3. Europäische Bildungspolitik: Analyse der Rolle der EU als Akteur, des Subsidiaritätsprinzips und der verschiedenen Strategiephasen seit Lissabon.
4. Europäische Strategien und Instrumente: Untersuchung zentraler Strategien wie lebenslanges Lernen und Mobilitätsförderung sowie Instrumente wie EQR und ECVET.
5. Entwicklungen des Berufsbildungssystems in Deutschland: Darstellung der nationalen Adaption durch DQR und DECVET unter Berücksichtigung spezifischer Herausforderungen.
6. Fazit und Desiderate: Zusammenfassende Bewertung der Zielerreichung und Ausblick auf die weiteren Herausforderungen bei der Umsetzung der europäischen Instrumente.
Berufsbildungspolitik, lebenslanges Lernen, Europäische Union, Handlungskompetenz, EQR, DQR, ECVET, DECVET, Bildungspolitik, Lissabon-Strategie, Mobilität, Qualifikationsrahmen, Lernergebnisse, Berufsbildungssystem, Subsidiaritätsprinzip
Die Arbeit analysiert die europäische Berufsbildungspolitik, deren Ziele und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die nationalen Bildungssysteme, insbesondere in Deutschland.
Zentrale Themen sind das lebenslange Lernen, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Qualifikationen sowie die Modernisierung beruflicher Bildungssysteme.
Ziel ist es, einen Überblick über europäische Strategien und Instrumente zu geben und zu untersuchen, wie diese auf nationaler Ebene, speziell bei der Reform des deutschen Systems, umgesetzt werden.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie einen geschichtlichen Abriss von Beschlüssen und Maßnahmen, um die Zusammenhänge zwischen europäischer Politik und nationaler Praxis zu beleuchten.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit europäischen Instrumenten wie dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) und dem Leistungspunktesystem ECVET sowie deren Anwendung und Herausforderungen.
Wichtige Begriffe sind Berufsbildungspolitik, lebenslanges Lernen, EQR, DQR, ECVET und Kompetenzentwicklung.
Das duale System soll im Zuge der Einführung des DQR in seiner Struktur bewahrt werden, steht jedoch vor der Herausforderung, sich in das neue System der Niveaustufen einzufügen.
Herausforderungen sind unter anderem der Abstimmungsbedarf zwischen den Akteuren, der Mangel an politischem Willen, sowie die Schwierigkeit, die unterschiedlichen nationalen Systeme ohne Verlust ihrer spezifischen Merkmale an das europäische Modell anzupassen.
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