Diplomarbeit, 2012
50 Seiten, Note: 3,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der multikriteriellen Entscheidungstheorien
3 Darstellung eines Entscheidungsproblems aus dem Bereich Produktionsmanagement
4 Darstellung ausgewählter Methoden und Anwendung auf das Problem der Standortwahl
4.1 Nutzwertanalyse
4.1.1 Einführung
4.1.2 Annahmen
4.1.3 Vorgehensweise
4.1.4 Anwendung der Nutzwertanalyse auf das Problem der Standortwahl
4.1.5 Vor- und Nachteile der Nutzwertanalyse
4.2 Analytic Hierarchy Process
4.2.1 Einführung
4.2.2 Annahmen
4.2.3 Vorgehensweise
4.2.4 Anwendung des Analytic Hierarchy Process auf das Problem der Standortwahl
4.2.5 Vor- und Nachteile des Analytic Hierarchy Process
4.3 Conjoint-Analyse
4.3.1 Einführung
4.3.2 Annahmen
4.3.3 Vorgehensweise
4.3.4 Anwendung der Conjoint-Analyse auf das Problem der Standortwahl
4.3.5 Vor- und Nachteile der Conjoint-Analyse
5 Gegenüberstellung der vorgestellten Methoden
5.1 Annahmen
5.2 Vorgehensweise
5.3 Ergebnisse
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene Methoden zur Entscheidungsunterstützung bei mehrfacher Zielsetzung (Multi-Criteria-Entscheidungen), um einen strukturierten Ansatz für komplexe Problemstellungen zu bieten. Dabei wird insbesondere das klassische Produktionsmanagement-Problem der Standortwahl als Anwendungsfall herangezogen, um die Eignung und praktische Umsetzung der theoretischen Modelle zu bewerten.
4.1.5 Vor- und Nachteile der Nutzwertanalyse
Bei der Nutzwertanalyse werden die Standortfaktoren gewichtet, mit Punkten bewertet und zu einer Gesamtpunktzahl aggregiert. Die Nutzwertanalyse gewährleistet eine systematische Vorgehensweise zur Strukturierung des Entscheidungsproblems. Der zweite große Vorteil liegt darin, dass sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren in die Bewertung einfließen können. Als Nachteil ist jedoch anzusehen, dass die Auswahl der Entscheidungskriterien, die Zielkriteriengewichtung und die Teilnutzenbestimmung auf Basis subjektiver Einschätzungen und Bewertungen der Entscheidungsträger erfolgt (Blohm & Lüder, 1995, S. 176). Durch die Aggregation zu Gesamtpunktwerten verlieren die Kriterien zudem ihre originären Dimensionen, was mit einem erheblichen Informationsverlust und Interpretationsproblemen verbunden ist (Adam, 1996, S.421). Weiterhin ist festzuhalten, dass die Nutzwertanalyse lediglich eine Darstellungsform und kein Optimierungsverfahren ist (Dey et al., 2003, S. 85 f.).
Im Hinblick auf das Problem der Standortwahl ist die Nutzwertanalyse ein überaus geeignetes Verfahren zur Entscheidungsunterstützung, da es sowohl monetäre als auch nicht monetäre Einflussgrößen berücksichtigt und gleichzeitig eine Vielzahl von Merkmalen in die Betrachtung einbezieht.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Rahmen der Arbeit, benennt die Zielsetzung, die betrachteten Entscheidungsmethoden und das gewählte Anwendungsbeispiel der Standortwahl.
2 Grundlagen der multikriteriellen Entscheidungstheorien: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen ein, differenziert zwischen deskriptiven und normativen Entscheidungstheorien und definiert die Charakteristika von Multi-Criteria-Entscheidungen.
3 Darstellung eines Entscheidungsproblems aus dem Bereich Produktionsmanagement: Das Kapitel erläutert das Standortwahlproblem als komplexes strategisches Entscheidungsproblem und führt relevante Standortfaktoren sowie verschiedene Systematiken zu deren Einordnung ein.
4 Darstellung ausgewählter Methoden und Anwendung auf das Problem der Standortwahl: Hier werden die Nutzwertanalyse, der Analytic Hierarchy Process und die Conjoint-Analyse detailliert vorgestellt, deren Annahmen und Vorgehensweisen erläutert sowie praktisch auf die Standortwahl angewandt.
5 Gegenüberstellung der vorgestellten Methoden: In diesem Kapitel werden die behandelten Methoden hinsichtlich ihrer zugrunde liegenden Annahmen, ihres methodischen Vorgehens und ihrer erzielten Ergebnisse systematisch verglichen und bewertet.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit, bestätigt die Eignung der untersuchten Methoden für das Standortwahlproblem und gibt einen Ausblick auf weitere mögliche Ansätze.
Entscheidungsunterstützung, Nutzwertanalyse, Analytic Hierarchy Process, AHP, Conjoint-Analyse, Standortwahl, Produktionsmanagement, Multi-Criteria-Entscheidung, Zielkonflikte, Investitionsbewertung, Nutzwert, Präferenzmessung, Standortfaktoren, Methodenvergleich, Entscheidungstheorie
Die Arbeit untersucht Methoden zur Entscheidungsunterstützung bei Fragestellungen, bei denen mehrere, oft widersprüchliche Ziele gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.
Die zentralen Felder sind die Entscheidungstheorie, die spezifischen Anforderungen des Produktionsmanagements und die praktische Anwendung mathematischer Bewertungsverfahren.
Ziel ist es, die Eignung der Nutzwertanalyse, des Analytic Hierarchy Process und der Conjoint-Analyse durch eine vergleichende Anwendung auf das Problem der Standortwahl zu analysieren.
Es werden drei spezifische multikriterielle Verfahren (Nutzwertanalyse, Analytic Hierarchy Process, Conjoint-Analyse) theoretisch hergeleitet und anhand eines fiktiven Standortwahl-Szenarios beispielhaft durchgeführt.
Der Hauptteil besteht aus der Definition des Standortwahlproblems, der detaillierten Beschreibung der drei Methoden samt ihrer Vor- und Nachteile sowie deren konkreter Anwendung auf Daten der Standortbewertung.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Entscheidungsunterstützung, Standortwahl, Nutzwertanalyse, Analytic Hierarchy Process, Conjoint-Analyse und Multi-Criteria-Entscheidung charakterisieren.
Während beide Verfahren der Strukturierung dienen, basiert der AHP stärker auf paarweisen Vergleichen der Kriterien und Alternativen, während die Nutzwertanalyse durch explizite Gewichtungen und Punktbewertungen arbeitet.
Aufgrund der fixierten Parameter und des hohen Aufwands bei der Erhebung bietet sie weniger Flexibilität für strategische Standortentscheidungen als die anderen beiden vorgestellten Methoden.
Der Vergleich zeigt, dass alle Methoden bei der Standortwahl zum gleichen Ergebnis führen können, wobei die Aggregation bei der Nutzwertanalyse und dem AHP zu einem hohen Informationsverlust führen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

