Diplomarbeit, 2001
97 Seiten, Note: 1,7
3 Einleitung
4 Literaturanalyse
5 Das Family Health Nurse Konzept im Kontext der internationalen und europäischen Gesundheitspolitik der World Health Organization (WHO)
5.1 Überblick über die Strukturen und Aufgaben der WHO
5.2 Die Europäische Region der WHO und das Rahmenkonzept GESUNDHEIT21 der europäischen Gesundheitspolitik
5.3 Basiselemente der europäischen Gesundheitspolitik
5.4 Verbindungen zwischen den globalen Zielen: "Gesundheit für alle – GFA" und den regionalen Zielen: GESUNDHEIT21 mit den wichtigsten Umsetzungsstrategien
5.5 Von Alma-Ata über Wien nach München: Ein historischer Überblick und seine Bedeutung für die Entwicklung des Pflege- und Hebammenwesens
5.5.1 Wien 1988: Erste Europäische WHO-Ministerkonferenz Pflege- und Hebammenwesen
5.5.2 München 2000: Zweite WHO-Ministerkonferenz Pflege- und Hebammenwesen
6 Neue Wege in der Pflege: Rolle und Aufgaben der Family Health Nurse – Fachkraft der primären Gesundheitsversorgung
6.1 Rolle der Family Health Nurse
6.2 Aufgabenprofil der Family Health Nurse
6.3 Theoretischer Kontext des FHN-Konzeptes: Family Nursing
6.3.1 Konzept Familienbegriff
6.3.2 Grundannahmen
6.4 Family Health Nurse im Rahmen von Gesundheitsförderung und Public Health
6.5 FHN-Konzept im Kontext von Primary Health Care
6.6 Ausbildung: theoretischer Rahmen und curriculare Anforderungen zum Family Health Nurse Konzept
6.6.1 Zugangsvoraussetzungen und Struktur des Curriculums
6.6.2 Ausbildungsinhalte und -ziele
6.7 Pflegeszenario 2020 in Deutschland
6.8 Spannungsfelder und Diskussion im Rahmen der Realisierung des Konzepts
6.8.1 Bedarf, Chancen und Grenzen
6.8.2 Finanzierung
6.8.3 Mögliche Finanzierungsformen und fiktive Anknüpfung des Family Health Nurse Konzeptes an bestehende Infrastrukturen
6.8.3.1 Beispiele aus dem GKV Reformgesetz 2000
6.8.3.2 Beispiele aus der Pflegeversicherung, SGB XI
6.8.4 Exemplarische Anknüpfung an bestehende Weiterbildungen der Pflege mit möglicher Umsetzung in Deutschland
6.9 Entwicklung einer Strategie zur Umsetzung des Family Health Nurse Konzepts
6.9.1 Standortbestimmung für die professionelle Pflege
6.9.2 Ausführungen zur Umsetzungsstrategie
7 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht das WHO-Konzept der "Family Health Nurse" (FHN) als innovative Lösungsalternative für die pflegerische Versorgung im Kontext der gesundheitspolitischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Ziel ist es, den potenziellen Beitrag dieses Modells zur Verbesserung der Versorgungsqualität, insbesondere durch einen familien- und gemeindeorientierten Ansatz, zu analysieren und Umsetzungsstrategien für das deutsche Gesundheitssystem zu erarbeiten.
Die Rolle der Family Health Nurse im Pflegeszenario 2020
Frau G. begann zu erzählen, wie sich ihr Leben verändert hatte: "Seit meiner Krebserkrankung hat sich mein Leben verändert, aber dank der guten Beratung und Betreuung durch Frau F., der Family Health Nurse, die mich regelmäßig besucht, konnte ich mit meiner Krankheit gut leben. Sie spricht regelmäßig mit meiner Hausärztin über meine Entwicklung, so dass ich nur in besonderen Ausnahmen in die Praxis muss und Frau Dr. H. gut über mich informiert ist.
Die Family Health Nurse bespricht mit Zustimmung von Frau G., die gesundheitlichen Veränderungen mit der Hausärztin. Sie vereinbart einen Untersuchungstermin im Gesundheitszentrum bei einem Diabetesspezialisten und einem Onkologen. Der Diabetologe stellt den Diabetes der Klientin mit Insulin ein. Der Onkologe diagnostiziert Brustkrebs. Frau G. vereinbart mit der FHN eine Bedenkzeit, in der sie ihr erschüttertes Selbstbild zu stabilisieren versucht und unabhängige Informationen zur Krebserkrankung einholen möchte. Für diesen Informationsbedarf gibt ihr die FHN Adressen von Selbsthilfegruppen sowie eine Adresse eines "Informationsnetzes für Krebspatienten und Angehörige (INKA)" und Internetadressen. Nach der Bedenkzeit bespricht das multiprofessionelle Team (Hausärztin, Onkologe, Diabetologe und FHN) gemeinsam mit Frau G. und einer Schwägerin, zu der sie eine tiefe Beziehung entwickelt hat, die notwendigen Schritte.
Einleitung: Einführung in das Thema anhand der persönlichen Leidensgeschichte einer Patientin, die Defizite im aktuellen deutschen Gesundheitssystem aufzeigt und die FHN als Lösungsmodell vorstellt.
Literaturanalyse: Systematische Darstellung der Literaturrecherche in nationalen und internationalen Fachdatenbanken zum Thema Family Health Nurse und Family Nursing.
Das Family Health Nurse Konzept im Kontext der internationalen und europäischen Gesundheitspolitik der World Health Organization (WHO): Erläuterung der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen der WHO und der Bedeutung der FHN für die Umsetzung der Ziele von GESUNDHEIT21.
Neue Wege in der Pflege: Rolle und Aufgaben der Family Health Nurse – Fachkraft der primären Gesundheitsversorgung: Detaillierte Analyse des Aufgabenprofils der FHN, der theoretischen Grundlagen (Family Nursing, Primary Health Care) sowie deren Integration in Gesundheitsförderung und Public Health.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale des FHN-Konzepts für die deutsche Pflegepraxis und die Notwendigkeit einer substantiellen politischen Reform.
Family Health Nurse, Family Nursing, World Health Organization, GESUNDHEIT21, primäre Gesundheitsversorgung, Pflegemanagement, Gesundheitsförderung, Public Health, Versorgungsqualität, Familienorientierung, Prävention, Primärarzt, professionelle Pflege, Deutschland, Bildungsreform.
Die Diplomarbeit analysiert das WHO-Konzept der "Family Health Nurse" als neuen, zukunftsweisenden Ansatz für die professionelle Pflege, um auf die wachsenden Anforderungen des Gesundheitssystems im 21. Jahrhundert zu reagieren.
Die zentralen Themen umfassen die gesundheitspolitischen Vorgaben der WHO (GESUNDHEIT21), die theoretische Verankerung in der pflegewissenschaftlichen Disziplin "Family Nursing" und die praktische Umsetzung sowie Finanzierungsmöglichkeiten im deutschen Gesundheitssystem.
Ziel der Arbeit ist es, die Family Health Nurse als eine mögliche Lösungsalternative für die pflegerische Versorgung in Deutschland vorzustellen, die den zukünftigen gesellschaftlichen und gesundheitlichen Anforderungen gerecht wird.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse nationaler und internationaler pflegerelevanter Datenbanken sowie einer Auseinandersetzung mit gesundheitspolitischen Strategiepapieren und Berichten der WHO.
Der Hauptteil behandelt die Rolle und das Aufgabenprofil der Family Health Nurse, die theoretischen Kontexte (Family Nursing/Primary Health Care), aktuelle Spannungsfelder im deutschen Gesundheitswesen sowie Strategien zur Umsetzung des Konzepts inklusive Ausbildung und Finanzierung.
Die zentralen Schlagworte sind Family Health Nurse, WHO-Strategie GESUNDHEIT21, Primary Health Care, Pflegemanagement, Gesundheitsförderung und Familienorientierung.
Die Arbeit diskutiert die FHN-Integration vor dem Hintergrund bestehender Gesetze (SGB V, SGB XI) und zeigt auf, dass eine Kooperation zwischen Pflege, Ärzten und anderen Berufsgruppen essenziell ist, um bestehende Schnittstellenprobleme zu überwinden.
Das Szenario illustriert an einer Krebspatientin, wie eine Family Health Nurse durch eine kontinuierliche, koordinierende und familienorientierte Begleitung die Lebensqualität verbessern und das häusliche Umfeld als zentralen Pflegeort stärken kann.
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