Masterarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 2,3
1 Problemdarstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit
1.1 Problemdarstellung
1.2 Art und Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Körperliche und sportliche Aktivität
2.2 Wohlbefinden
2.3 Stress und Stressresistenz
2.4 Exekutive Funktionen und Arbeitsgedächtnis
3 Forschungsstand
3.1 Sportliche Aktivität und Wohlbefinden
3.2 Sportliche Aktivität und Stress
3.3 Sportliche Aktivität, Stress und exekutive Funktionen
3.4 Zusammenfassung des Forschungsstandes
4 Konzeption der Studie
4.1 Studiendesign
4.2 Studienablauf
4.3 Probanden
4.4 Testverfahren
4.4.1 Fitness- und Aktivitätsmessungen
4.4.2 Verfahren zu Ermittlung des Stresszustandes und des Wohlbefindens
4.4.3 Messungen zur Funktion des Arbeitsgedächtnis
4.5 Interventionsdesign, Trainingsplanung und Durchführung
4.6 Datenverarbeitung und statistische Verfahren
5 Ergebnisse
5.1 Fitnesszustand und Alltagsaktivität
5.2 Wohlbefinden
5.3 Stresszustand
5.4 Kognitive Tests
5.5 Zusammenhänge von sportlicher Aktivität, Stress und exekutiven Funktionen
5.6 Ergebnisse der ausgeschiedenen Probanden
6 Diskussion
6.1 Effekte des Ausdauertrainings
6.1.1 Effekte auf den Fitnesszustand und die Alltagsaktivität
6.1.2 Effekte auf das Wohlbefinden
6.1.3 Effekte auf den Stresszustand
6.1.4 Effekte auf die exekutiven Funktionen
6.2 Auswirkungen von Stress auf exekutive Funktionen
6.3 Studienbegleitende Erkenntnisse
6.4 Methodenkritik
6.4.1 Konzeption des Trainings
6.4.2 Studiendesign
6.4.3 Verwendete Methoden
7 Zusammenfassung und Perspektiven
7.1 Zusammenfassung
7.2 Perspektiven
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen eines 12-wöchigen Ausdauertrainings auf das Arbeitsgedächtnis, den Stresszustand und das Wohlbefinden bei untrainierten Studenten. Ziel ist es, die kognitive Leistungsfähigkeit in Relation zur sportlichen Aktivität zu erforschen und dabei die wechselseitigen Beziehungen zwischen sportlicher Aktivität, Stressresistenz und psychischem Wohlbefinden zu analysieren.
1.1 Problemdarstellung
„Ohne Bewegung ist Leben nicht möglich“ (Muster & Zielinski, 2006, S.6). Unser Körper wurde für Bewegung geschaffen, fürs Laufen und Jagen, Beerensammeln und zum Tragen von Wassereimern. Er ist für schwere körperliche Arbeit gebaut. In unserer modernen Zivilisation sind wir uns seiner Leistungsfähigkeit aber kaum noch bewusst. Wir sitzen im Büro, beim Essen, im Auto oder im Zug und abends sitzen wir vor dem Fernseher. Kaum eine berufliche Tätigkeit verlangt mehr körperliche Anstrengung: Bewegung und Sport in der Freizeit sind nicht immer an der Tagesordnung. Die Folgen unseres Bewegungsmangels sind die typischen Volkskrankheiten, wie Diabetes Mellitus oder chronischer Bluthochdruck (Focus Online, 2010; Handelsblatt, 2010). Diesen Krankheiten kann regelmäßige Bewegung entgegenwirken (Neumann & Frasch, 2007; Praag, 2008).
Die Auswirkungen sportlicher Aktivität sind aber weitaus vielfältiger. Sie betreffen nicht nur körperliche Beschwerden, sondern wirken auch auf die Psyche ein. Das Wohlbefinden, insbesondere Stimmungen und Befinden verbessern sich durch sportliche Aktivität nachweislich (Lippke & Vögele, 2006; Wabel, 1998). Desweiteren gibt es einen negativen Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und dem Stresszustand einer Person. Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Faktor im Vermeiden und Bewältigen von Stress (Neumann & Frasch, 2007; Predel & Tokarski, 2005). Zusätzlich kann die Gedächtnisleistung (die kognitiven Funktionen), dabei vor allem die exekutiven Funktionen, durch sportliche Aktivität positiv beeinflusst werden (Etnier, Nowell, Landers & Sibley (2006); Hillman, Erickson und Kramer (2008)).
1 Problemdarstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel und Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Studie.
2 Theoretischer Hintergrund: Darlegung des aktuellen theoretischen Wissensstands zu körperlicher Aktivität, Wohlbefinden, Stress sowie exekutiven Funktionen und Vorstellung gängiger Messverfahren.
3 Forschungsstand: Analyse existierender wissenschaftlicher Studien zu den Zusammenhängen von Sport, Wohlbefinden, Stress und kognitiven Fähigkeiten sowie Identifikation der bestehenden Forschungslücke.
4 Konzeption der Studie: Beschreibung des Studiendesigns, der Probandengruppe, der angewandten Interventionsmethoden sowie der statistischen Verfahren zur Auswertung der Daten.
5 Ergebnisse: Dokumentation und Analyse der erhobenen Daten bezüglich Fitnesszustand, Alltagsaktivität, Stressparametern, kognitiven Tests und deren Zusammenhängen.
6 Diskussion: Kritische Interpretation der Studienergebnisse im Kontext bestehender Literatur sowie methodische Evaluation der Intervention.
7 Zusammenfassung und Perspektiven: Synthese der Hauptergebnisse und Aufzeigen zukünftiger Forschungsansätze für sportwissenschaftliche Untersuchungen.
Ausdauertraining, Arbeitsgedächtnis, Exekutive Funktionen, Stresszustand, Stressresistenz, Wohlbefinden, Kognitive Leistungsfähigkeit, Fitnesszustand, Sportliche Aktivität, Tower of London, Kortisolmessung, Prä-Post-Design, Interventionsstudie, Studenten.
Die Arbeit untersucht, wie ein 12-wöchiges Ausdauertraining die kognitive Leistung, den Stresslevel und das subjektive Befinden von untrainierten Studenten beeinflusst.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ausdauerfitness, den exekutiven Funktionen (Planung und Handlungssteuerung), der Stressregulation und der psychischen Stimmungslage.
Das Hauptziel ist die wissenschaftliche Überprüfung, ob regelmäßiges Ausdauertraining bei Studenten zu messbaren Verbesserungen im Arbeitsgedächtnis und einer höheren Stressresistenz führt.
Es wird eine Interventionsstudie mit einem Prä-/Post-Design durchgeführt. Zum Einsatz kommen der Shuttle-Run-Test für die Fitness, der „Tower of London“-Test für Kognition sowie Kortisolanalysen und standardisierte Fragebögen (POMS, STAI, PSS) für Stress und Wohlbefinden.
Im Hauptteil werden neben der Konzeption und Durchführung der Studie die gewonnenen Daten detailliert ausgewertet, visualisiert und anschließend kritisch in den wissenschaftlichen Forschungsstand eingeordnet.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Ausdauertraining, exekutive Funktionen, Stressresistenz, kognitive Leistungsfähigkeit und studentische Probanden.
Da viele Studien sich auf Kinder oder ältere Menschen konzentrieren, dient diese Altersgruppe als wichtige Ergänzung für die Forschung, um die Auswirkungen über die gesamte Lebensspanne hinweg besser zu verstehen.
Die Arbeit diskutiert, dass Stress durch die Ausschüttung von Kortisol kognitive Prozesse behindern kann und eine Verbesserung der Stressresistenz durch Sport die Arbeitsgedächtnisleistung potenziell optimiert.
Dieser Test dient als zentrales Instrument zur Messung der exekutiven Funktionen, insbesondere der Fähigkeit, komplexe Handlungsabläufe vorausschauend zu planen und erfolgreich umzusetzen.
Die Studie konnte deutliche Verbesserungen der allgemeinen Fitness und positive Entwicklungen in den Reaktionszeiten der kognitiven Aufgaben feststellen, wobei die Autorin auf die Notwendigkeit größerer Stichproben für eine noch stärkere Evidenz hinweist.
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