Bachelorarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Muslimbruderschaft als geistige Heimat der Hamas
2.1 Entwicklung und Arbeit der Muslimbruderschaft
2.2 Die Entstehung der Hamas
3. Zwischenergebnis
4. Begriffsbestimmungen
4.1 Terrorismus
4.2 Demokratie
5. Denken und Handeln der Hamas
5.1 Das Politische Denken der Hamas
5.2 Religion
5.3 Feindbild
5.4 Nationalismus
5.5 Dschihad
6. Die Flügel der Hamas
6.1 Der militärische Flügel
6.2 Der öffentliche Flügel
6.3 Der politische Flügel
6.4 Führungsebenen der Hamas
7. Hamas und Demokratie
7.1 Hamas in der Zeit vor der Parlamentswahl 2006
7.2 Hamas in der Zeit nach der Parlamentswahl 2006
7.3 Analyse demokratische Züge der Hamas
8. Fazit
9. Anhang 1
Diese Bachelorarbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen der islamistischen Organisation Hamas und demokratischen Strukturen. Das zentrale Forschungsziel ist die Analyse, inwieweit innerhalb der Hamas – trotz ihrer Einstufung als terroristische Vereinigung durch viele Staaten – Ansätze oder Tendenzen zu demokratischem Handeln oder minimaldemokratischen Strukturen erkennbar sind.
4.1 Terrorismus
Terrorismus oder auch politische Gewalt ist kein neuer Gegenstand in der politischen Debatte. Die Auffassung, was Terrorismus wirklich ist, trifft jedoch in der Literatur auf unterschiedliche Ansätze. Khatchadourian z.B. setzt Terrorismus mit Mord gleich (vgl. Townshend 2005: 11), Walzer und Wilkinson halten Terrorismus für zufälligen und wahllosen Mord an Unschuldigen und für Narveson ist Terrorismus ein besonders schweres Verbrechen (aus Bock 2009: 13-14). Trotz dieser unterschiedlichen Auseinandersetzungen mit dem Begriff lässt sich ein gemeinsames Kennzeichen herausarbeiten, die negative Besetzung des Begriffs Terrorismus (Wildfang 2010: Kap. B I., vgl. Nathanson 2010: Kap. I.1.). Die damit einhergehende moralische Verurteilung und Ablehnung kommt dadurch besonders zum Ausdruck, dass terroristische Gruppierungen sich selbst fast nie als Terroristen bezeichnen. Dadurch versuchen sie diese negative Grundauffassung zu umgehen. Ihre Namen beinhalten vielmehr militärische, politische oder religiöse Kennzeichen, die ihre Erscheinung weitaus souveräner instrumentalisieren (Bock 2009: 14).
Nach Bock ist eine Definition des Terrorismus als Sinnbild von Verbrechen / Mord keine richtige Definition. Für ihn ist es eine Bewertung bzw. Verurteilung (Bock 2009: 15 / Wildfang 2010: 32-34). „[…] Dadurch bleibt weiter ungeklärt, was Terrorismus eigentlich von einer falschen und verwerflichen Tat, was Terrorismus von einem gewöhnlichen Verbrechen unterscheidet; kurz: was Terrorismus eigentlich ist“ (Bock 2009: 16). Moghaddam / Marsella greifen die Schwierigkeit der Definition auf und sagen: „The more one tries to define it, the more complex and obscure it becomes“ (Moghaddam / Marsella 2004: 71).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, stellt die religiöse Motivation der Hamas dar und definiert das Ziel, demokratische Tendenzen innerhalb der Organisation zu untersuchen.
2. Die Muslimbruderschaft als geistige Heimat der Hamas: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der Hamas durch ihre Entstehung aus der ägyptischen Muslimbruderschaft.
3. Zwischenergebnis: Hier wird festgehalten, dass die Muslimbruderschaft die geistige Heimat der Hamas bildet und deren strukturelle Basis maßgeblich beeinflusst hat.
4. Begriffsbestimmungen: Es erfolgt eine wissenschaftliche Definition der Begriffe Terrorismus und Demokratie, um das Fundament für die anschließende Analyse zu bilden.
5. Denken und Handeln der Hamas: Dieses Kapitel analysiert die ideologischen Pfeiler der Hamas, darunter Religion, Feindbilder, Nationalismus und das Verständnis des Dschihad.
6. Die Flügel der Hamas: Die Untersuchung befasst sich mit der organisatorischen Differenzierung in einen militärischen, öffentlichen und politischen Flügel sowie den Führungsebenen.
7. Hamas und Demokratie: Der Hauptteil analysiert die politische Entwicklung der Hamas rund um die Parlamentswahl 2006 und bewertet ihre Handlungsweisen auf demokratische Züge.
8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Einstufung der Hamas als demokratische Organisation aufgrund ihrer terroristischen Orientierung und mangelnden demokratischen Prinzipien nicht möglich ist.
Hamas, Demokratie, Terrorismus, Nahostkonflikt, Muslimbruderschaft, Palästina, Ideologie, politische Partizipation, Dschihad, Parlamentswahl 2006, politischer Islam, Radikalisierung, Repräsentation, Selbstmordattentate, politisches Handeln.
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der islamistischen Organisation Hamas und dem Konzept der Demokratie.
Zu den Kernbereichen gehören die ideologischen Grundlagen der Hamas, ihre Organisationsstruktur, das Verhältnis zum Terrorismus sowie die politische Entwicklung nach der Parlamentswahl 2006.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob bei der Hamas Ansätze existieren, die mit demokratischen Strukturen oder einem minimaldemokratischen Verständnis vereinbar sind.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer fundierten Literaturrecherche basiert, um Ideologie, Handlungsweisen und die politische Historie der Hamas einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ideologischen Pfeiler (Religion, Nationalismus etc.), die Beschreibung der internen Organisationsflügel und eine kritische Analyse der Hamas-Politik vor und nach der Wahl von 2006.
Neben dem Kernthema "Hamas" prägen die Begriffe "Terrorismus", "Demokratie", "Nahostkonflikt" und "politischer Islam" die inhaltliche Ausrichtung.
Die Arbeit identifiziert die Muslimbruderschaft als die "geistige Heimat" der Hamas, deren strukturelle Prägung und Ideologie die Entstehung und Entwicklung der Hamas maßgeblich beeinflusst haben.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Hamas aufgrund ihrer terroristischen Orientierung und der fehlenden demokratischen Teilhabe innerhalb der Organisation nach gängigen Standards nicht als demokratisch eingestuft werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

