Diplomarbeit, 2003
195 Seiten, Note: 2,3
I. Einleitung
II. Extremismus
1 Was ist Extremismus
2 Hauptmerkmale rechtsextremer Haltung
3 Hauptmerkmale linksextremer Haltung
4 Vergleich Links- und Rechtsextremismus
4.1 Gemeinsamkeiten
4.2 Unterschiede
5 Was ist Rechtsextremismus
6 Kennzeichen des Rechtsextremismus
7 Wer fühlt sich von rechten Gruppen angesprochen?
8 Zusammenfassung
III. Symbole
1 Symbole, Zeichen, rechter Sprachgebrauch, Outfit
2 Kennzeichen rechtsextremer Organisationen
3 Symbole, deren Bedeutung und Herkunft
3.1 Hakenkreuz
3.2 Keltenkreuz
3.3 Sieg-Rune
3.4 Doppel- Sieg-Rune
3.5 Schwarze Sonne
3.6 Eisernes Kreuz
3.7 Triskele
3.8 Reichskriegsflagge
3.9 Consdaple
3.10 Todesrune
3.11 Lebensrune
4 Embleme
5 Sprachcodes und rechter Sprachgebrauch
6 Auszug aus dem Rechten Schimpfwörterverzeichnis
7 Hinweise auf rechtsextreme Orientierungen
8 Das Outfit der rechtsextremen Jugendlichen
8.1 Schuhwerk
8.2 Haartracht
9 Zusammenfassung
IV. Das Jugendalter (...“wegen Umbau geschlossen“)
1 Entwicklung und Suche der Identität im Jugendalter
2 Entwicklungsaufgaben für das Jugendalter
3 Begriffe Pubertät und Adoleszenz
4 Veränderungen in der Adoleszenz
5 Bewältigung von Grundaufgaben in der Adoleszenz
6 Bewältigungsstrategien (Coping)
7 Zusammenfassung
V. Peergroups
1 Jugendliche fühlen sich zu Gleichaltrigen hingezogen
2 Die Bedeutung und Funktion der Peergroup
3 Die Bedeutung der Peers in der Adoleszenz
4 Beziehung zu Gleichaltrigen als Entwicklungsaufgabe
5 Zusammenfassung
VI. Empirische Datenerhebung
1 Erhebungsmethode
2 Leitfadeninterview
3 Fragetypen
4 Pretest
5 Zugang zum Feld
5.1 Kontaktaufnahme
5.2 Durchführung
5.3 Dokumentation
6 Auswertung der Daten
7 Interpretation der Daten
VII. Fazit
VIII. Ausblick
1 Bedeutung für die Praxis
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung von Symbolen innerhalb rechtsextremistischer Strömungen, wobei der Fokus insbesondere auf der Perspektive rechtsorientierter Jugendlicher liegt. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie diese Symbole von Jugendlichen wahrgenommen, genutzt und in ihren Identitätsbildungsprozess sowie in Peergroup-Strukturen integriert werden.
Die Bedeutung und Funktion der Peergroup
In den Peergroups findet eine Auseinandersetzung mit der „Welt der Erwachsenen“ (Ohder, S. 192) und den darin bestehenden Erwartungen und Maßstäben statt. Die Findung und Stabilisierung der eigenen Identität ist als ein Prozess zu verstehen, in dem der Jugendliche sich kontinuierlich zwischen Distanzierung und Angleichung, des Erprobens und Abänderns befindet (vgl. Ohder, S.168). Zweck dabei ist es, ein Gleichgewicht zwischen der Selbst- und Fremdsicht zu erlangen.
In den Peergroups finden die Jugendlichen hierfür den erforderlichen Erfahrungs- und Handlungsspielraum. Peergroups sind wenig vorstrukturiert und bieten dadurch die Möglichkeit einer flexiblen Interessen- und Rollendefinition. Durch aktives und konkretes Handeln wird eine Strukturordnung innerhalb der Gruppe geschaffen (vgl. www.grin.de, letzter Zugriff am 22.3.2003).
Peer- Beziehungen werden vielfältige Funktionen zugeschrieben, die sich im wesentlichen drei Bereichen zuordnen lassen (Noak 1992a):
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein und erläutert die Beweggründe der Autorin sowie die empirische Herangehensweise.
II. Extremismus: Das Kapitel definiert den Extremismusbegriff, differenziert zwischen Rechts- und Linksextremismus und beschreibt Merkmale rechtsextremer Gruppierungen.
III. Symbole: Dieser Teil befasst sich mit der Analyse konkreter rechtsextremer Symbole, Sprachcodes und Kleidungsstile als Mittel zur Identitätsstiftung.
IV. Das Jugendalter (...“wegen Umbau geschlossen“): Hier werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen des Jugendalters, wie Identitätssuche und Adoleszenz, erarbeitet.
V. Peergroups: Dieses Kapitel beleuchtet die soziale Bedeutung von Gleichaltrigengruppen für Jugendliche und deren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung.
VI. Empirische Datenerhebung: Methodische Beschreibung der durchgeführten Interviews, deren Auswertung und der anschließenden Interpretation der Ergebnisse.
VII. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Reflexion der Fragestellung.
VIII. Ausblick: Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis und soziale Arbeit.
Rechtsextremismus, Symbole, Jugendalter, Adoleszenz, Peergroup, Identität, Radikalisierung, Leitfadeninterview, Sozialarbeit, Sprachcodes, Grußformeln, Gruppenidentität, Jugendliche, Neonazismus, politischer Extremismus.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung rechtsextremistischer Symbole aus der Sicht von rechtsorientierten Jugendlichen.
Die Schwerpunkte liegen auf Extremismustheorie, jugendpsychologischen Entwicklungsphasen, der Rolle von Peergroups und der symbolischen Kommunikation in der rechten Szene.
Ziel ist es zu ergründen, welche Bedeutung rechtsextreme Symbole für die betroffenen Jugendlichen in ihrem Alltag und bei der Identitätsfindung haben.
Die Autorin verwendet eine empirische Untersuchung in Form von qualitativen Leitfadeninterviews mit männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 24 Jahren.
Der Hauptteil analysiert theoretisch die Extremismus-Begrifflichkeit, die Adoleszenzphase sowie die Funktionen von Peergroups und verknüpft diese mit den Ergebnissen der empirischen Datenerhebung.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Rechtsextremismus, Identitätsbildung, Symbolik, Peergroup und pädagogische Praxis.
Das Jugendalter wird als besonders vulnerable Phase der Identitätssuche dargestellt, in der Symbole und Gruppenzugehörigkeit eine hohe Attraktivität zur Kompensation von Versagensängsten bieten.
Die Autorin stellt Unterschiede in der Ausprägung und Verfügbarkeit rechtsextremer Symbole und der politischen Einstellung zwischen Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg fest.
Der Ausblick betont, dass pädagogische Fachkräfte im Umgang mit rechtsorientierten Jugendlichen ressourcenorientiert agieren sollten, anstatt lediglich "tatorientiert" zu reagieren.
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