Masterarbeit, 2012
78 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Entstehung, Bedeutung und Formen des Geldes
2.1. Entstehung und Tauschfunktion
2.2. Kaufkraft des Geldes und das Regressionstheorem
2.3. Formen des Geldes
3. Geldproduktion und wirtschaftliche Effekte im Fiat-Geldsystem
3.1. Übergang vom Markt- bzw. Sachgeld zum staatlichen Angebotsmonopol
3.2. Das heutige Fiat-Geldsystem
3.3. Auswirkungen der Fiat-Geldschöpfung durch Kreditvergabe
3.3.1. Zeitpräferenz, Sparen, Konsum und (Fehl-)Investitionen
3.3.2. Steigende (Staats-)Verschuldung
3.3.3. (Hyper)-Inflation
4. Analyse der Stabilisierungs- und allgemeinen Funktionsfähigkeit des Goldstandards
4.1. Die ökonomischen und ethischen Grundlagen von „gutem Geld“
4.2. Wesen, Phasen und Spielregeln des Goldstandards
4.3. Automatische Zahlungsbilanzausgleichsfunktion
4.4. Funktion der Wechselkursstabilisierung
4.5. Funktion der Preisstabilisierung
4.6. Makroökonomische Stabilisierungsfunktion
4.7. Widerlegung der Argumente gegen eine goldgedeckte Währung
5. Alternativen zum Goldstandard
5.1. Währungswettbewerb (à la Hayek)
5.2. Weltwährung / Sonderziehungsrechte des IWF
5.3. Schwundgeld, Regionalwährungen und Tauschringe
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Stabilität und Funktionsfähigkeit des Goldstandards im Vergleich zum heutigen Fiat-Geldsystem. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob der Goldstandard als Garant für makroökonomische Stabilität dienen kann und welche Auswirkungen staatliche Interventionen sowie ungedeckte Geldschöpfung auf die wirtschaftliche Entwicklung haben.
3.1. Übergang vom Markt- bzw. Sachgeld zum staatlichen Angebotsmonopol
In Europa wurden Banknoten vermutlich erstmals 1483 in Spanien zum vorübergehenden Ersatz für fehlendes Münzgeld eingeführt, und 1661 wurde mit der Gründung der Bank von Schweden eine sogenannte „Zettelbank“ (Hübner, 1858, S. 3) - die somit erste Staatsbank der modernen Welt (de Soto, 2011, S. 74) - etabliert. Nach dem Vorbild der Bank von Amsterdam nahm diese zunächst 1656 als „Stockholms Banco“ ihren Betrieb als Depositen- und Darlehensbank auf. Die Regierung musste das als Privatbank gegründete Haus jedoch bald verstaatlichen, weil es das Einlagengeschäft nicht, wie seinerzeit rechtlich vorgesehen, als System der vollen Reservedeckung, getrennt vom Darlehensgeschäft, betrieb. Mit der staatlichen Übernahme etablierte sich eine ausgeprägte Gepflogenheit zur Ausgabe von „Depositenbelegen“, die in höherem Umfang als entsprechende Einlagen entgegengenommen wurden (ebd., S. 74). Somit entstand die Praxis der Banknotenausgabe und insbesondere jene, mehr Banknoten durch Kreditvergabe in den Umlauf zu bringen, als Einlagen bei der Bank bestanden.
1694 erfolgte die Gründung der Bank of England als Regierungsbank zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben. Sie wurde zur exklusiven Emission von Banknoten privilegiert und diente neben der Aufgabe als Depositenbank als systematischer Vorschussgewährer an die Staatskasse (ebd., S. 75). Die Praxis dieser ungedeckten Finanzierungsaktivität führte dazu, dass sie ihre Zahlungen mehrmals einstellen musste. Folglich wurde 1797 in Großbritannien verfügt, Depositen nicht mehr in bar auszahlen zu dürfen und Steuern wie Schulden mit den von der Bank herausgegebenen Noten zu zahlen, was den Beginn eines auf Teildeckung beruhenden Banksystems mit einem zentralen Kreditgeber letzter Instanz - der Notenbank - ausmachte (ebd. S. 76).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik staatlicher Geldmonopole und hinterfragt die Stabilität heutiger Papiergeldsysteme angesichts zunehmender Wirtschaftskrisen.
2. Entstehung, Bedeutung und Formen des Geldes: Dieses Kapitel erläutert die evolutionäre Entwicklung des Geldes vom Naturaltausch zum modernen Kredit- und Buchgeld sowie die theoretischen Grundlagen der Kaufkraft.
3. Geldproduktion und wirtschaftliche Effekte im Fiat-Geldsystem: Das Kapitel analysiert den Übergang zum staatlichen Geldmonopol und die krisenanfälligen Mechanismen der ungedeckten Geldschöpfung durch das Teilreservesystem.
4. Analyse der Stabilisierungs- und allgemeinen Funktionsfähigkeit des Goldstandards: Hier werden die Funktionen des Goldstandards, seine historischen Spielregeln und seine stabilisierende Wirkung auf Preisniveau und Handelsbilanzen dargelegt.
5. Alternativen zum Goldstandard: Es erfolgt eine Betrachtung alternativer Konzepte, darunter Hayeks Währungswettbewerb, das IWF-System der Sonderziehungsrechte und verschiedene Schwundgeld-Modelle.
6. Fazit: Die abschließende Betrachtung resümiert, dass der Goldstandard trotz seiner Unvollkommenheit eine bessere Stabilisierungswirkung erzielte als das heutige interventionistische System.
Goldstandard, Fiat-Geld, Geldmonopol, Teilreservesystem, Inflation, Deflation, Kaufkraft, Wirtschaftskreislauf, Zeitpräferenz, Geldpolitik, Zentralbanken, Kreditgeldschöpfung, Währungswettbewerb, Preisstabilität, Wirtschaftskrisen
Die Arbeit untersucht die historische und ökonomische Tragfähigkeit des Goldstandards im Vergleich zum aktuellen Fiat-Geldsystem und analysiert die Ursachen für wiederkehrende Wirtschaftskrisen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung von Geld, die Mechanismen der ungedeckten Kreditgeldschöpfung, die Funktion des Goldstandards als Stabilitätsgarant sowie alternative Geldsysteme.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie staatliche Eingriffe und das derzeitige Geldsystem zur Instabilität von Volkswirtschaften beitragen und ob eine Rückbesinnung auf marktwirtschaftlich fundierte Geldsysteme eine Lösung bieten kann.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf den Erkenntnissen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie basiert und diese durch historische Daten und Grafiken untermauert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Fiat-Geldschöpfung, die detaillierte Untersuchung des Goldstandards und eine kritische Diskussion von Alternativkonzepten wie Währungswettbewerb oder Schwundgeld.
Die wichtigsten Begriffe sind Goldstandard, Fiat-Geld, Inflation, Teilreservesystem, Kaufkraft, Zeitpräferenz und Wirtschaftskreislauf.
Laut der in der Arbeit vertretenen Position der Österreichischen Schule ermöglicht das Teilreservesystem eine ungedeckte Geldschöpfung, die zu künstlichen Konjunkturzyklen, Fehlallokationen und letztlich zu systemischen Finanzkrisen führt.
Die Zeitpräferenz spiegelt die individuelle Bewertung von Gegenwarts- gegenüber Zukunftsgütern wider; der Marktzins bildet sich aus dem Zusammenspiel dieser Präferenzen und beeinflusst maßgeblich Investitionsentscheidungen und den Produktionsprozess.
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